Cyberattacken nehmen zu
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Maren Keller, Mi, 20. Dez. 2017
in IT-Sicherheit

Cyberattacken nehmen zu

Täglich 360.000 Angriffe weltweit

Cyberattacken nehmen weltweit zu. Das bedeutet, die Gefahr steigt, dass auch ihr Opfer eines Angriffs werdet. Auch wir berichten immer wieder über neue Trojaner, Viren oder andere Malware, die euch und eure Rechner gefährdet. Ebenso oft berichten wir über Phishing Mails und Trojaner – alles Versuche, euch zu schaden.

Kaspersky Lab hat das Jahr 2017 in Zahlen zusammengefasst und dabei Erschreckendes festgestellt. Alle Infos hier.

Cyberattacken

Cyberattacken nehmen weltweit immer mehr zu.

Cyberattacken steigen um über 11 Prozent

Während die Zahl der Angriffe im Jahr 2015 rückläufig war, ist sie in 2017 nahezu sprunghaft angestiegen, nachdem sie auch 2016 bereits leicht angestiegen war. Kaspersky Lab hat in seinem Blog seine Jahresstatistik veröffentlicht. Das Ergebnis ist erschreckend. Ein Anstieg der Cyberattacken weltweit um 11,5 Prozent allein zum Vorjahr. Täglich registrieren die Sicherheitsexperten 360.000 neue schadhafte Dateien.

Und das zeigt, wie aktiv Cyberkriminelle sind, wie schnell sie neue Malware entwickeln und verbreiten. Seit 2011 berechnet Kaspersky die Zahlen. Damals zählten sie 70.000 schädliche Dateien täglich. Bis heute hat sich die Zahl der Angriffe also mehr als verfünffacht. Und das wiederum bedeutet, dass die Chance für jeden einzelnen groß ist, auch einmal Opfer zu werden. Genau deshalb ist es auch so wichtig, passenden Virenschutz zu haben.

Welche Cyberattacken gibt es?

Die Cyberattacken teilen sich auf in Malware und Adware, also in Schadsoftware und schädliche Werbung, sowie in Viren. Dabei fallen auf die Malware 78 Prozent, 14 Prozent der Cyberangriffe basieren auf Viren und 8 Prozent auf Adware. Adware ist meistens ungefährlich, verletzt aber oftmals die Privatssphäre und stört viele Nutzer. Kaspersky twittert dazu: „Im Jahresverlauf wurden 29,4 Prozent der Nutzerrechner mindestens einmal von #Malware angegriffen.“ Dagegen hilft nur ein guter Schutz, den ihr bei eurem PC-SPEZIALIST vor Ort bekommt.

Vyacheslav Zakorzhevsky, Head of Anti-Malware Team bei Kaspersky Lab, sagt: „Seit zwei Jahren steigt die Kennzahl für neue Malware wieder an, was auf ein erneutes Interesse an der Erstellung von schädlichem Code schließen lässt.“ Kaspersky vermutet, dass der Anstieg der Cyberattacken auch im nächsten Jahr voranschreitet, da ein riesiges kriminelles Ökosystem dahinter steckt.

Cyberattacken auf Smartphones und Co.

Längst sind auch Smartphones und Tablets im Visier der Cyberkriminellen. Da wir Deutsche dazu tendieren, immer mehr Online-Geschäfte mit unserem Smartphone zu erledigen, passen sich die Cyberkriminellen an und lenken ihre Cyberangriffe auf mobile Geräte. Deshalb sollte auch hier die Cybersicherheit groß geschrieben werden. Allein Kaspersky zählte über 1 Million Angriffe in einem Jahr. Das sind 70 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und fast dreieinhalb Mal so viele wie noch vor zwei Jahren. Inzwischen gibt es über 5,4 Millionen mobiler Schädlingsdateien, die weltweit auf ihre Opfer warten. übrigens haben es 99,88 Prozent auf Android-Geräte abgesehen.

Einen Ausblick auf mobile Cyberangriffe im Jahr 2022 zeigt dieses YouTube-Video:

Cyberattacken 2017 in Zahlen

Kaspersky hat die Cyberattacken aufs 2017 in Zahlen zusammengefasst. Demnach verhinderten Schutzlösungen insgesamt 1.188.728.338 Angriffe, gleichzeitig entdeckte Kaspersky 15.714.700 einzigartige schädliche Objekte. Weitere Analysen der Sicherheitsexperten:

  • Im Jahresverlauf wurden 29,4 Prozent der Nutzerrechner mindestens einmal von Malware angegriffen.
  • 22 Prozent aller Rechner waren Werbeprogrammen und deren Komponenten ausgesetzt.
  • Bei 1.126.701 Geräten wurde versucht, Malware zu installieren, die via Online-Banking Geld stehlen könnte.
  • MS Office (17,6 Prozent) und Adobe Flash (4,5 Prozent) waren die Anwendungen, die am häufigsten mittels Exploits angegriffen wurden
  • mehr als 96.000 Modifikationen von Ransomware wurde gefunden.

So könnt ihr euch vor Cyberattacken schützen

Zwar nehmen die weltweiten Angriffe auf Rechner zu, sei es um persönliche Daten zu stehlen oder auch Trojaner und ähnliches zu installieren, aber natürlich könnt ihr euch vor Cyberattacken schützen. Deshalb lest unsere Tipps genau durch, damit ihr nicht auch zu den Opfern gehört:

  • bekommt ihr E-Mails mit verdächtigem Anhang oder aus unbekannter Quelle ist äußerste Vorsicht geboten. Solche Anhänge solltet ihr lieber nicht öffnen
  • werdet ihr in E-Mails aufgefordert, einem Link zu folgen, lasst das lieber bleiben. Datenklau und Phishing sind vermutlich die Folge.
  • Apps solltet ihr nur aus vertrauenswürdigen Quellen wie dem Google PlayStore und Apple AppStore installieren
  • WLAN, Bluetooth und Ortung solltet ihr nicht dauerhaft aktivieren, sondern nur bei Bedarf
  • Klickt nicht auf Werbe-Links oder Links aus unbekannter Quelle.
  • Passwörter solltet ihr regelmäßig ändern. Wie ihr sichere Passwörter erstellt, erfahrt ihr in unserem Ratgeber Passwortsicherheit. Über beleibte aber unsichere Passwörter haben wir in unserem Blogbeitrag Besteliste der Passwörter geschrieben.
  • Updates solltet ihr euhc immer os schnell wie es geht auf eure Geräte laden. Bei dem Angriff mit WannaCry waren monatelang nicht installierte Updates verantwortlich für den großen Schaden.
  • erhaltet ihr eine Aufforderungen, euer Sicherheitssystem zu deaktivieren, ignoriert das auf jeden Fall. Auch Administratorrechte solltet ihr niemals aus der Hand geben.
  • jedes eurer Geräte benötigt einen guten Schutz. Nicht nur der heimische Rechner, sondern auch Laptop, Tablet und Smartphone – also alle Geräte, mit denen ihr im Internet surft.

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