Adware Crusader
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Maren Keller, Mi, 29. Mrz. 2017
in Aktuelles

Adware Crusader

Support Scam nach Manipulation von Kontaktdaten

Eine neue Malware ist unterwegs. Die Adware Crusader verbreitet sich zurzeit als Browsererweiterung und manipuliert Kontaktdaten von Sicherheitsanbietern in den Suchergebnissen. Manchmal blendet Crusader auch Pop-Ups ein, um euch auf gefährliche Webseiten zu locken.

Welche Folgen das hat, woher die Adware kommt und wie ihr Crusader erkennen könnt, verraten wir euch.

Das Schlechte vorweg: Macht sich die Adware Crusader in eurem Browser breit und zeigt euch falsche Kontaktdaten an, könnt ihr das erst einmal nicht erkennen. Ihr müsst also besonders vorsichtig sein, wenn ihr über die angezeigten Kontaktdaten bei einer Hotline anruft. Aber der Reihe nach.

Adware Crusader

Crusader bedeutet ursprünglich Kreuzritter. Im zweiten Weltkrieg überrollte ein englischer Panzer mit diesem Namen seine Feinde. Aktuell überrollt die Adware Crusader eure Browser.

Adware Crusader manipuliert Kontaktdaten

Die Adware Crusader schleicht sich als Browsererweiterung in eure Rechner. Sobald ihr mit einer Suchmaschine nach einem technischem Support sucht, manipuliert Crusader die Kontaktdaten der Ergebnisse. Wenn ihr nun bei eurem gewünschten Support anruft, bekommt ihr falsche Support-Mitarbeiter an die Strippe. Betroffen sind aktuell Sicherheitsanbieter wie Norton oder Technikfirmen wie Dell.

Die angeblichen Support-Mitarbeiter haben natürlich betrügerische Absichten. Denn sie versuchen, Kontodaten auszuspähen oder per Fernwartungssoftware Zugriff auf eure Rechner zu erhalten, um weitere Schadsoftware zu installieren. In unserem Blog haben wir bereits über die falschen Microsoft-Mitarbeiter berichtet, die am Telefon ähnlich vorgehen. Im aktuellen Fall ruft ihr die Betrüger allerdings selbst an und werdet nicht angerufen.

Was ist Adware überhaupt?

Adware ist ein zusammengesetztes Wort, das aus den englischen Worten advertisement (zu deutsch „Reklame“, „Werbung“) und Software besteht. Dabei handelt es sich um Software, die euch zusätzliche Werbung anzeigt oder Software installiert, die Werbung zeigt. Sie ist meistens kostenlos und funktionell uneingeschränkt. Gern wird sie auch in kostenlose Software oder Hilfsprogramme eingebettet. Dann ist sie allerdings besonders schwer zu erkennen. Auch Schadprogramme, die Werbezwecken dienen, werden als Adware bezeichnet.

Woher kommt die Adware Crusader?

Doch woher bekommt ihr plötzlich die Adware Crusader? Sie verbreitet sich meist über kostenlose Software. Die Adware versteckt sich in Erweiterungen für die Browser Google Chrome und Firefox oder tarnt sich als Browser Helper Object für den Internet Explorer. Sobald ihr die betroffenen Erweiterungen ausführt und die angefragten Berechtigungen erteilt, erhält Crusader Zugriff auf euren Datenverkehr im Browser. Der kann nun von den Hackern nach Belieben manipuliert werden.

Was schützt vor Adware Crusader?

Wie könnt ihr euch vor der Adware Crusader schützen? Gefährdet sind vor allem diejenigen, die gern und häufig kostenlose Software herunterladen. Ihr müsst unbedingt darauf achten, ob bei der Installation zusätzliche Programme angeboten werden. Auf diese solltet ihr im Zweifelsfall verzichten. Kontrolliert auch unbedingt die Nutzungs- und Lizenzbedingungen. Denn sonst kann es leicht passieren, dass ihr unwissentlich der Installation von Zusatzsoftware zustimmt. Und natürlich gilt: Kostenlose Software solltet ihr möglichst direkt über den Entwickler oder andere vertrauenswürdige Quellen beziehen. Weitere Informationen bekommt ihr in dem Artikel Crusader: Adware manipuliert Kontaktdaten.

Seit ihr euch nicht sicher, ob ihr vielleicht bereits unerwünschte Adware oder Malware auf eurem Rechner habt, dann kommt schnell zu eurem PC-SPEZIALIST vor Ort. Mit unserer Systemprüfung finden wir überflüssige Software und mit unserer professionellen Virenentfernung vertreiben wir jeden Wurm, Virus und jede Malware von eurem Rechner.

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