Adware Cociloon gefährdet Android
Author
Stefanie Schäfers, Mi, 30. Mai. 2018
in Android

Adware Cociloon gefährdet Android

Android-Malware betrifft 18.000 Geräte

Überall lauern Viren, Trojaner und andere Schädlinge im Netz. Umso ärgerlich ist es da, wenn das eigene Smartphone bereits mit vorinstallierter Malware geliefert wird. Genau das betrifft derzeit dank der Adware Cociloon rund 18.000 Android-Geräte.

Ist die Android-Sicherheit also nun flächendeckend in Gefahr? Und was macht die Adware so gefährlich? Wir fassen die Infos für euch zusammen.

Adware Cociloon auf zahlreichen Geräten vorinstalliert

Wer ein günstiges Android-Smartphone besitzt, hat damit vielleicht nicht gerade das beste Schnäppchen gemacht. Denn viele kostengünstige Android-Geräte kommen mit einem Untermieter daher – der Adware Cociloon. Das ist nicht das erste Mal, dass Billig-Smartphones mit vorinstallierter Schadsoftware verkauft werden. Wir haben z.B. über Android.Triada.231 berichtet.

Cociloon ist laut einer Analyse des Softwareunternehmens Avast Threat Lab auf rund 1.000 verschiedenen Android-Modellen und rund 18.000 Geräten vorinstalliert und bedroht die Android-Sicherheit. Betroffen sind vor allem Nutzer aus Russland, Italien, Deutschland, Großbritannien, Ukraine und Portugal.

Besonders problematisch: Die Adware ist bereits seit knapp drei Jahren bekannt und gehört zur hartnäckigsten Sorte Malware, denn sie lässt sich nur schwer wieder entfernen. Noch schlimmer: Ein sogenannter Dropper lädt sie immer wieder neu. Er ermöglicht außerdem das Herunterladen weiterer Schadsoftware auf eure Smartphones und Tablets.

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Die Adware Cociloon ist besonders hartnäcking – und bereits auf vielen Android-Geräten vorinstalliert. (Bild: pixabay.com/geralt)

Adware Cociloon ist tief in der Firmware verankert

Fraglich ist, wie die Schadsoftware auf die Geräte kommt. Sicher ist auf jeden Fall, dass der Dropper bereits ab Werk auf den betroffenen Geräten vorinstalliert ist. Bei den fraglichen Geräten handelt es sich vor allem um Smartphones und Tablets weniger bekannter, nicht Google-zertifizierter Hersteller. Aber auch um Geräte von ZTE und Archos.

Auf den ersten Blick lässt sich in der Regel nicht erkennen, ob der Dropper auf eurem Gerät installiert ist. Er ist tief in der Firmware verankert und lässt sich dort so gut wie nicht entfernen. Um zu erfahren, ob eurer Gerät betroffen ist, könnt ihr in den Einstellungen unter dem Menüpunkt Apps nach Anwendungen mit dem Namen „CrashService“, „ImeMess“ oder „Terminal“ suchen. Bei manchen Geräten funktioniert es zwar, ihn dort manuell zu deaktivieren. Eine Garantie, dass dann keine weitere Schadsoftware installiert wird, gibt es aber nicht.

Dropper installiert Adware Cociloon immer wieder

Die Adware Cociloon blendet in eurem Browser unerwünschte Werbung ein. Besonders tückisch dabei ist jedoch, dass der Dropper die Schadsoftware immer wieder neu installiert – selbst wenn ihr sie mithilfe eines Antiviren-Programms entfernt.

Gleichzeitig, so heißt es im zugehörigen Blogpost von Avast, ist euer Gerät einer dauerhaften Schwachstelle ausgesetzt. Angreifer können diese ausnutzen und weitere Malware, beispielsweise Spyware oder Ransomware, auf eurem Smartphone oder Tablet installieren.

Derzeit steht Avast mit Google in Kontakt, um das Problem zu lösen. Zwar hat das Google-Security-Team bereits erste Maßnahmen ergriffen, um für mehr Android-Sicherheit zu sorgen, doch so einfach lässt sich der Dropper nicht entfernen.

Adware Cociloon – das könnt ihr tun

Der vorinstallierte Dropper und die darüber installierte Adware Cociloon sind besonders hartnäckige Schadsoftware. Da sie so tief in der Firmware verankert ist, ist es schwierig, sie ohne weiteres zu entfernen. Selbst wenn Google und entsprechende IT-Security-Hersteller nun an einer Lösung arbeiten, dürfte deren flächendeckende Ausspielung noch auf sich warten lassen.

Besitzt ihr eines der betroffenen Geräte, solltet ihr das Smartphone oder Tablet auf jeden Fall regelmäßig mit einem Virenschutz prüfen lassen. Wenn ihr einen aktuellen Virenschutz benötigt, kommt schnell bei PC-SPEZIALIST vorbei und lasst euch zur Wahl und Installation beraten. PC-SPEZIALIST hilft euch auch bei der Virenentfernung und der Datenrettung, falls euer Gerät bereits durch Schadsoftware beeinträchtigt wurde.

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