Cociloon gefährdet Android
Author
Stefanie Schäfers, Mi, 30. Mai. 2018
in Android

Cociloon gefährdet Android

Android-Adware betrifft über 18.000 Geräte

Aktualisiert am 04.10.2021

Überall lauern Viren und andere Schädlinge im Netz. Umso ärgerlich ist es da, wenn das eigene Smartphone bereits mit vorinstallierter Malware geliefert wird. Genau das betrifft dank der Adware Cociloon rund 18.000 Android-Geräte.

Ist die Android-Sicherheit also nun flächendeckend in Gefahr? Und was macht die Android-Adware so gefährlich? Wir fassen die Infos für Sie zusammen.

Android-Adware Cociloon vorinstalliert

Wer ein günstiges Android-Smartphone besitzt, hat damit vielleicht nicht gerade das beste Schnäppchen gemacht. Denn viele kostengünstige Android-Geräte kommen mit Untermietern daher, sogenannter Bloatware. Oft werden Billig-Smartphones dabei auch mit vorinstallierter Schadsoftware verkauft. Dazu gehört auch die Adware Cociloon. Und das ist leider nicht die einzige vorinstallierte Schadsoftware, die bis heute bekannt wurde. Wir haben zum Beispiel über Android.Triada.231 berichtet.

Cociloon ist laut einer Analyse des Softwareunternehmens Avast Threat Lab auf rund 1.000 verschiedenen Android-Modellen und rund 18.000 Geräten vorinstalliert und bedroht die Android-Sicherheit. Betroffen sind vor allem Nutzer aus Russland, Italien, Deutschland, Großbritannien, Ukraine und Portugal. Besonders problematisch: Die Android-Adware ist bereits seit knapp drei Jahren bekannt und gehört zur hartnäckigsten Sorte Malware, denn sie lässt sich nur schwer wieder entfernen. Noch schlimmer: Ein sogenannter Dropper lädt sie immer wieder neu. Er ermöglicht außerdem das Herunterladen weiterer Schadsoftware auf Ihre Android-Smartphones und Tablets.

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Die Android-Adware Cociloon ist besonders hartnäcking – und bereits auf vielen Android-Geräten vorinstalliert. (Bild: pixabay.com/geralt)

Adware Cociloon tief in der Firmware verankert

Fraglich ist, wie die Schadsoftware auf die Geräte kommt. Sicher ist auf jeden Fall, dass der Dropper bereits ab Werk auf den betroffenen Geräten vorinstalliert ist. Bei den fraglichen Geräten handelt es sich vor allem um Smartphones und Tablets weniger bekannter, nicht Google-zertifizierter Hersteller. Aber auch um Geräte von ZTE und Archos.

Auf den ersten Blick lässt sich in der Regel nicht erkennen, ob der Dropper auf Ihrem Gerät installiert ist. Er ist tief in der Firmware verankert und lässt sich dort so gut wie nicht entfernen. Um zu erfahren, ob Ihr Gerät betroffen ist, können Sie in den Einstellungen unter dem Menüpunkt Apps nach Anwendungen mit dem Namen „CrashService“, „ImeMess“ oder „Terminal“ suchen. Bei manchen Geräten funktioniert es zwar, ihn dort manuell zu deaktivieren. Eine Garantie, dass dann keine weitere Schadsoftware installiert wird, gibt es aber nicht.

Dropper installiert Adware Cociloon immer wieder

Die Android-Adware Cociloon blendet in Ihrem Browser unerwünschte Werbung ein. Besonders tückisch dabei ist jedoch, dass der Dropper die Schadsoftware immer wieder neu installiert – selbst wenn Sie sie mithilfe eines Antivirenprogramms entfernen.

Gleichzeitig, so heißt es im zugehörigen Blogpost von Avast, ist Ihr Gerät einer dauerhaften Schwachstelle ausgesetzt. Angreifer können diese ausnutzen und weitere Malware, beispielsweise Spyware oder Ransomware, auf Ihrem Smartphone oder Tablet installieren.

Derzeit steht Avast mit Google in Kontakt, um das Problem zu lösen. Zwar hat das Google-Security-Team bereits erste Maßnahmen ergriffen, um für mehr Android-Sicherheit zu sorgen, doch so einfach lässt sich der Dropper nicht entfernen.

Schutz vor Android-Adware Cociloon

Der vorinstallierte Dropper und die darüber installierte Android-Adware Cociloon sind besonders hartnäckige Schadsoftware. Da sie so tief in der Firmware verankert ist, ist es schwierig, sie ohne weiteres zu entfernen. Selbst wenn Google und entsprechende IT-Security-Hersteller nun an einer Lösung arbeiten, dürfte deren flächendeckende Ausspielung noch auf sich warten lassen.

Besitzen Sie eines der betroffenen Geräte, sollten Sie das Smartphone oder Tablet auf jeden Fall regelmäßig mit einem Virenschutz prüfen lassen. Wenn Sie einen aktuellen Virenschutz benötigt, kommen Sie schnell bei PC-SPEZIALIST vorbei und lassen Sie sich zur Wahl und Installation beraten. PC-SPEZIALIST hilft Ihnen auch bei der Virenentfernung und der Datenrettung, falls Ihr Gerät bereits durch Schadsoftware beeinträchtigt wurde.

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Weiterführende Links: Avast

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