Android Go
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Stefanie
in Android

Android Go

Lohnt sich die Lite-Variante des Android-Betriebssystems?

Bei der Smartphone-Wahl müssen Nutzer oft zwischen einem günstigen Preis und einem aktuellen Android-Betriebssystem wählen. Android Go will hier Abhilfe schaffen und bringt die aktuelle Android-Version auf günstige Einsteiger-Smartphones. Doch was taugt die Android-Lite-Variante?

Wir nehmen die Spar-Version des Android-Betriebssystems für euch genauer unter die Lupe.

Was ist Android Go?

Nicht nur Smartphone-Apps sondern auch die jeweiligen Betriebssysteme der Geräte benötigen immer mehr Speicherplatz. Dazu kommt, dass beim Android-Ökosystem in der Regel nur die neusten Smartphones mit der aktuellen Android-Version ausgestattet werden. Geräte aus dem Einsteiger- und Mittelklasse-Segment kommen dagegen meist mit einer älteren Android-Version, die in vielen Fällen schon längst veraltet ist.

Android Go soll hier Abhilfe schaffen. Dabei handelt es sich um eine Lite-Variante des Betriebssystems, die vor allem auf Geräte mit schwächerer Hardware und wenig internem Speicher ausgelegt ist. Damit kann eine aktuelle Android-Version wie Android 8.1 auf günstigen Einsteiger-Smartphones installiert werden, ohne das Gerät permanent an seine Performance-Grenzen zu bringen. So zumindest die Theorie. Doch bewährt sich Android Go auch in der Praxis?

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Weniger Speicherplatzbedarf, bessere Performance – das und mehr verspricht Android Go (Bild: Screenshot/Google)

Android Go: Günstige Geräte mit aktueller Android-Version

Lite-Varianten kennen wir bereits von anderer Software. So arbeitet Microsoft zum Beispiel mit Windows 10 Lean an einer Windows-Sparversion, und auch Facebook steht in einer Lite-Variante für die Installation auf dem Smartphone zur Verfügung. Solche Sparversionen haben eins gemeinsam: Sie sind für die Nutzung auf Geräten mit schwächerer Hardware und weniger Speicherplatz ausgelegt und sollen zudem dabei helfen, den mobilen Datenverbrauch einzuschränken.

Auch Android Go ist hier keine Ausnahme.  Auf dem Mobile World Congress 2018 haben verschiedene Hersteller, darunter Wiko, Alcatel und Nokia, die ersten Geräte vorgestellt, die mit der Android-Lite-Version ausgeliefert werden. Beim Kauf eines solchen Geräts erhaltet ihr ein Smartphone mit Android 8.1 in der Go-Variante – und das meist zu einem Preis für unter 100 Euro.

Das steckt in Android Go

Doch nicht nur der Preis von Android-Go-Smartphones ist attraktiv. Die Produktseite von Android Go verspricht in puncto Funktionalität unter anderem:

  • weniger Speicherplatzbedarf,
  • eine bessere Performance,
  • geringeren Datenverbrauch,
  • eine höhere Sicherheit.

So kommt die Android-Lite-Variante mit weniger vorinstallierten Apps daher. Das sorgt für nahezu doppelt so viel verfügbaren Speicherplatz wie die „normale“ aktuelle Android-Version benötigt. Außerdem hat Google für Android Go die Größe der Standard-Apps wie Gmail, Google Maps, Chrome oder der Google-App halbiert. Mit Files Go steht zudem eine neue Google-App zur Verfügung, die beim schnellen Auffinden von Dateien und dem Löschen von nicht benötigtem Content behilflich sein soll.

Außerdem bietet die Android-Lite-Variante einen eingebauten Datenverbrauchsmanager, mit dem ihr euren Datenverbrauch jederzeit im Blick habt. Ebenso könnt ihr festlegen, welche Apps wann auf eure mobilen Daten zugreifen dürfen.

Android Go: Apps bieten nur geringe Funktionalität

Das klingt auf den ersten Blick natürlich erst mal super. Doch Vorsicht: Nicht nur das Betriebssystem selbst ist in Android Go deutlich abgespeckt, sondern auch der Funktionsumfang der Standard-Apps.

So fehlen beispielsweise bei Google Maps viele nützliche Funktionen wie die Echtzeit-Navigation oder das Offline-Speichern von Karteninhalten. Auch beim Google Assistant in der Go-Variante müsst ihr einige Abstriche in Kauf nehmen. So spricht er derzeit noch kein Deutsch, zudem klappt auch die Sprachsteuerung nicht immer zuverlässig.

Darüber hinaus fehlen auch einige andere Funktionen, die ihr von der aktuellen Android-Version gewohnt sein, etwa der Split-Screen-Modus. Auch die Nutzung von Googles Virtual-Reality-Ökosystem Daydream VR funktioniert nicht unter Android Go.

Welche Apps  gibt es für Android Go?

Neben eigenen Go-Varianten der zahlreichen Google-Apps findet ihr im Google Play Store viele Apps, die speziell für die Nutzung unter der Android-Lite-Variante geeignet sind. Fündig werdet ihr dabei in der Rubrik „Angesagte Apps für Android Go-Edition“ im Play Store.

Allerdings könnt ihr auch alle anderen Android-Apps installieren. Dabei solltet ihr jedoch beachten, dass sie euer Gerät schnell an die Grenze der Belastbarkeit bringen können. Mehr Informationen dazu bietet ein Artikel von Till Simon Nagel.

Android Go: Lohnt sich die Android-Lite-Variante?

Auf den ersten Blick bietet Android Go viele Vorteile. So erhaltet ihr die aktuelle Android-Version in einer abgespeckten Variante auf günstigen Einsteiger-Smartphones. Dank der geringeren Größe des Betriebssystems und den insgesamt niedrigeren Hardware-Anforderungen könnt ihr mit der Android-Lite-Variante von mehr Performance profitieren. Dafür müsst ihr allerdings auf einige nützliche Funktionen verzichten.

Grundsätzlich lohnt sich ein Smartphone mit Android Go vor allem dann, wenn ihr ein günstiges Gerät mit einer aktuellen Android-Version wollt. Ein weiterer Pluspunkt ist auch, dass ihr von regelmäßigen Sicherheitsupdates für Android profitiert. Teurere Geräte mit einer älteren Android-Vollversion haben hier bekanntermaßen oft das Nachsehen.

Letztendlich bleibt die Entscheidung für oder gegen Android Go aber Geschmackssache. Lasst uns gern in unseren Kommentaren wissen, was ihr von solchen Lite-Varianten halten und ob ihr zu einem günstigen Einsteiger-Smartphone mit Android Go greifen würdet.

Ihr habt bereits ein neues Android-Handy erworben und benötigt nun Hilfe bei der Einrichtung? Dann kommt zu PC-SPEZIALIST vor Ort. Wir übernehmen für euch die Einrichtung eures neuen Smartphones und sorgen dafür, dass es mit einem Virenschutz bestmöglich gegen Schädlinge und unbefugte Zugriffe von außen geschützt ist.

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