Datenskandal bei Facebook
Author
Susanna Hinrichsen-Deicke, Do, 5. Sep. 2019
in Aktuelles

Datenskandal bei Facebook

Nutzerdaten erneut im Netz

Ein neuer Datenskandal bei Facebook ist bekannt geworden. Jetzt sind von über 420 Millionen Nutzern die Telefonnummern im Netz zu finden. Und das ist nicht die einzige beunruhigende Nachricht des US-Konzerns aus den vergangenen Tagen.

Was passiert ist, welche Gründe dahinter stecken könnten und was ihr tun solltet, lest ihr bei uns.

Datenskandal bei Facebook – was steckt dahinter?

Wie der Technologie-Blog TechCrunch mitteilte, gibt es einen neuen Datenskandal bei Facebook. Diesmal sind Telefonnummern von 420 Millionen Facebook-Nutzern weltweit unverschlüsselt öffentlich zugänglich gewesen. Die Datenbank ist inzwischen entfernt worden.

Doch wie kommen diese persönlichen Daten überhaupt ins Netz? Bis vor einigen Monaten bestand bei Facebook noch die Möglichkeit, Bekannte mit Hilfe ihrer Telefonnummer zu finden. Diese Möglichkeit hat das Unternehmen jetzt abgeschafft. Die Daten existieren jedoch immer noch. Wer die Datei mit dem Telefonnummern erstellt hat, um sie dann hochzuladen, ist noch nicht geklärt. Facebook hat auch noch keinen Hinweis erhalten, dass Accounts gehackt wurden.

Wie gefährlich ist der Datenskandal bei Facebook?

Die veröffentlichten Telefonnummern können von Online-Kriminellen zum Beispiel dafür genutzt werden, Passwörter zurückzusetzen und somit Nutzer-Profile zu kapern. Sie können dann in eurem Namen schalten und walten – und das in vollem Umfang. Doch nicht nur euer Facebook-Account ist in Gefahr: Auch euer Computer oder andere Geräte können betroffen sein, indem zum Beispiel ein Trojaner auf euer Gerät geschleust wird.

Und die Veröffentlichung der Millionen von Telefonnummern ist nicht der einzige Datenskandal bei Facebook. Welche es noch gab, könnt ihr bei uns im Blog nachlesen, beispielsweise in den Artikeln Neue Panne bei Faceboook-Datenschutz oder Facebook-Passwörter unverschlüsselt. Kürzlich musste Facebook sogar eine Fünf-Milliarden-Dollar-Strafe zahlen, weil es Nutzerdaten an die Analysefirma Cambridge Analytica weitergab.

Das Bild zeigt die Logos sechs etablierter Social Media-Unternehmen. Bild: Pixabay

Nicht nur Facebook steht im Verruf, Nutzerdaten nicht ideal zu schützen. Auch andere Social Media-Unternehmen stehen immer wieder in der Diskussion.

Datenskandal bei Facebook – nicht das einzige Problem

Auch die Facebook-App für Android rückt das Unternehmen zurzeit in negatives Licht. IT-Expertin Jane Manchun Wong hat auf ihrem Twitter-Account herausgefunden, dass die App detaillierte Informationen über das installierte Betriebssystem an die Facebook-Server hochlädt. Dabei greift Facebook detaillierte Informationen über das Betriebssystem ab. Anschließend  werden diese Informationen auf die Facebook-Server hochgeladen.

Die Funktion, die den Namen Global Library Collector (GLC) trägt, erstellt eine Liste der Dateinamen und Hashes der Bibliotheken. Anschließend werden die Informationen an einen Service von Facebook weitergegeben. Welche Gründe Facebook dafür hat, die Daten des Betriebssystems der Android-User abzufangen, ist zur Zeit noch unklar. Um private Daten sollte es sich allerdings nicht handeln. Der GLC stellt dem Betriebssystem lediglich Binärcode bereit. Facebook hat sich dazu noch nicht geäußert.

Wisst ihr, ob ihr vom Datenskandal betroffen seid?

Facebook selbst hat eine Liste bereit gestellt, mit der ihr prüfen könnt, ob euer Facebook-Account vom aktuellen Datenskandal betroffen ist. Ihr solltest misstrauisch werden, wenn ihr Folgendes in eurem Account feststellen könnt:

  • Eine geänderte E-Mail-Adresse oder ein geändertes Passwort
  • Ein geänderter Name oder ein geändertes Geburtsdatum
  • Versand von Freundschaftsanfragen an Personen, die ihr nicht kennt
  • Versand von Nachrichten, die nicht von euch stammen
  • Veröffentlichung von Beiträgen, die nicht von euch stammen.

Die Liste lässt bei euch die Alarmglocken läuten? Facebook hat für diesen Fall einen Service eingerichtet, der euch hilft, mit dem Problem umzugehen. Trotzdem solltet ihr nach einem Hacker-Angriff auf Nummer sicher gehen und euren Computer von einem PC-SPEZIALISTEN vor Ort prüfen lassen. So könnt ihr euch sicher sein, dass die Hacker keinen fortbestehenden Zugang auf euer System haben.

Datenskandal bei Facebook – eine neue Hiobsbotschaft?

Das US-Unternehmen bekleckert sich nicht mit Ruhm, wenn es um den Schutz seiner Nutzerdaten geht. Das sollte euch nicht erst mit diesem Blog-Beitrag klar geworden sein. Ihr solltet immer bedenken, dass ihr Facebook (und jeder anderen Plattform, die eure Nutzerdaten anfordert) ein Stück eurer Identität preisgebt. Da soziale Medien aber kaum noch aus unserem Leben wegzudenken sind, kommt es auf zweierlei Dinge an:

Zum einen ist der bestmögliche Schutz eurer Daten von riesiger Bedeutung. Den erreicht ihr unter anderem durch einen sicheren PC, regelmäßige Updates und einen aktuellen Virenschutz. Kennt ihr unser Eins-für-Alles-Paket? Schaut euch unseren Rundum-sorglos-Service unbedingt an, wenn ihr auch zukünftig sorgenfrei im Internet surfen möchtet.

Und wenn ihr doch einmal auf Hacker oder Schadsoftware hereinfallt, solltet ihr wissen, wo ihr Infos findet. Hilfe bietet natürlich euer PC-SPEZIALIST vor Ort, aber auch bei uns im PC-SPEZIALIST-Blog halten wir euch über aktuelle Gefahren auf dem Laufenden. Schaut regelmäßig vorbei, um optimal vorbereitet zu sein.

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