Gesundheits­informationen finden
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Robin Laufenburg, Fr, 13. Nov. 2020
in Aktuelles

Gesundheits­informationen finden

Infoboxen des Gesundheitsministeriums jetzt bei Google

Wenn man Gesundheitsinformationen benötigt, ist Google oft die erste Anlaufstelle. Obwohl wir alle wissen, dass Google den Gang zum Arzt nicht ersetzen kann, googeln wir dennoch Krankheitssymptomen oder -diagnosen.

Ab jetzt ist das auch deutlich weniger problematisch, denn das Gesundheitsministerium ist bei entsprechenden Google-Suchanfragen neuerdings mit Infoboxen vertreten. Mehr dazu hier!

Gesundheitsinformationen bei Google finden?

Leiden Sie unter Krankheitssymptomen wie Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Schnupfen, Bauch- oder Kopfschmerzen? Waren Sie vielleicht beim Arzt und haben womöglich sogar eine konkrete Krankheitsdiagnose bekommen? Wollen Sie zu Ihren konkret vorliegenden oder noch unklaren Gesundheitsinformationen jetzt mehr erfahren? Viele werden die Symptome und Diagnosen erst einmal googeln. Dass dies alles andere als unproblematisch ist, da sich unter den Suchergebnissen auch unseriöse oder unprofessionelle Seiten befinden, ist dabei kein Geheimnis.

In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) der Bundesrepublik Deutschland will Google kritischen Informationen jetzt jedoch gezielter vorgreifen. Eine separate Infobox bzw. einem sogenannten Knowledge-Panel hebt sich ab jetzt nämlich von den herkömmlichen Suchergebnissen ab. Sie beinhaltet klar strukturierte und wissenschaftlich abgesicherte Informationen der Bundesbehörde. In den Kästchen finden sich neben den grundlegenden Infos zur Krankheit noch Auflistungen der jeweiligen Symptome und Behandlungsmöglichkeiten. Solche Panels wurden übrigens bereits für über 160 Krankheiten und entsprechende Suchanfragen eingeführt und sollen für noch deutlich mehr Krankheiten folgen. Darunter fallen unter anderem Migräne oder der Bandscheibenvorfall.

Infobox mit Gesundheitsinformationen

So sehen die Infoboxen mit den entsprechenden Gesundheitsinformationen zu den konkreten Suchanfragen „Grippe“ und „Erkältung“ aus. Screenshots: PC-SPEZIALIST.

Informationen aus staatlicher Hand bei gesund.bund.de

Als Quelle wird in den neuen Knowledge-Panels stets „gesund.bund.de“ genannt. Das ist das staatliche Internetportal des Bundesministeriums für Gesundheit, das seit September 2020 im Netz ist. Das Bundesministerium arbeitet an diesem Portal zusammen mit verschiedenen Institutionen aus dem Bereich Wissenschaft wie Krebsforschungszentren und dem Robert-Koch-Institut.

Das konkrete Ziel der Website ist es, Falschinformationen gezielt entgegenzuwirken. Wie sich am konkreten Beispiel des Coronavirus gezeigt hat, überschlagen sich die Fake-News zu häufig gesuchten Krankheiten und Symptomen nämlich geradezu. Oft überschattet die Vielzahl an Falschmeldungen potentiell seriöse Quellen. Im Endeffekt ist der Besucher verunsicherter als er es war, bevor er die entsprechende Suche getätigt hat.

Das Internetportal gesund.bund.de stellte bereits zum Livegang die häufigsten 200 Krankheitsbilder vor. Dort finden sich mittlerweile aber auch zahlreiche Informationen zu Pflege, Patientenrechten und allgemeine Hinweise zur physischen Gesundheit. Nicht zuletzt beinhaltet das Portal zudem eine umfassende ICD-Code-Suche.

Informationen zur Gesundheit aus seriöser Quelle

Es ist natürlich beruhigend zu wissen, dass man in Google vertrauenswürdige Infoboxen mit seriösen Quellen vorfindet, wenn man nach seinen Krankheitssymptomen oder einer diagnostizierten Krankheit sucht. Dennoch sollten Sie stets im Kopf behalten, dass Dr. Google auch mit solchen schicken Boxen keinen Ersatz für einen kompetenten Arzt darstellt und immer noch keine Diagnosen erstellt. Nicht ohne Grund befindet sich in jedem Knowledge-Panel auch der entsprechende ausdrückliche Hinweis: „Nur zu Informationszwecken. Für medizinischen Rat sollte immer ein Arzt konsultiert werden.“

Das Gleiche gilt übrigens auch für seriöse Gesundheits-Apps. Für einen generellen Überblick rund um die Gesundheitsinformationen sind solche absolut hilfreich, jedoch dienen sie (anders als Medical-Apps) wirklich nur der reinen Informationsbeschaffung und -auswertung. Für Gesundheitschecks, Krankheitsdiagnosen, Fragen zu individuellen Problemen, Mängeln und Handlungsempfehlungen darf der Arztbesuch nicht fehlen.

Nicht bei Ihrer eigenen Gesundheit aber bei der Ihrer Geräte hilft Ihnen übrigens PC-SPEZIALIST in Ihrer Nähe. Sollten Sie einen digitalen Virenschutz benötigen, ist er der kompetente Ansprechpartner. Mit unserem Eins-für Alles-Paket sind Sie beispielsweise rundum bestens geschützt. Zumindest, was Ihre digitale Gesundheit angeht.

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Weiterführende Links: t3n, t3n, gesund.bund.de

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