Zoom-Limit
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Maren Keller, Mo, 11. Jan. 2021
in Aktuelles

Zoom-Limit

So umgehen Sie das Zeitlimit bei einer Zoom-Videokonferenz

Videokonferenzen – wie mit Zoom möglich – gehören dank Corona zum Alltag. Doch in der kostenlosen Variante gibt es ein Zoom-Limit. Nach 40 Minuten ist Schluss mit der Konferenz. Dann heißt es, entweder neu einwählen oder Zoom kostenpflichtig nutzen.

Wir verraten Ihnen, wie Zoom funktioniert und wie Sie die zeitliche Begrenzung der Zoom-Videokonferenz umgehen können.

Was ist Zoom?

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe an Tools, die einem das Chatten mit Freunden, Familie und Arbeitskollegen ermöglichen. Eine davon ist Zoom. Dabei handelt es sich um eine Software, die das Unternehmen Zoom Video Communications im kalifornischen San José entwickelt und 2013 herausgegeben hat. Zentrales Produkt ist „Zoom Meetings“. Damit können Nutzer mittels Desktop- oder Smartphone-App über eine Weboberfläche, per Telefon oder über ein Konferenzraum-System an Online-Videokonferenzen in HD-Qualität mit Chatmöglichkeiten teilnehmen.

2017 fand die erste Zoom-Videokonferenz, seit 2018 werden VoIP-Anrufe und Zoom-Apps unterstützt. Im April 2019 ging das Unternehmen an die Börse. Damals hatte es rund zehn Millionen Nutzer. Mit Ausbruch der weltweiten Corona-Pandemie stieg die Nutzerzahl innerhalb eine halben Jahres von zehn (Dezember 2019) auf über 200 Millionen monatliche Nutzer im März 2020. Die Videokonferenz mittels Zoom wird nicht nur von Unternehmen eingesetzt. Sie findet auch in Schulen und Universitäten für den Online-Unterricht und natürlich auch im privaten Bereich Verwendung. Wegen der hohen Nutzerzahlen, der zahlreichen Konkurrenz und dem breiten Anwendungsbereich erweiterte Zoom daraufhin den Funktionsumfang der Gratis-Version.

Zoom-Limit: Schreibtisch, Computer, Monitor mit vier Teilnehmern einer Zoom-Konferenz. Bild: ©Zoom

Zoom ist ein Videokonferenz-Tool mit Zeitlimit in kostenlosen Version. Bild: ©Zoom

Kritik an Zoom

Mit dem gestiegene Nutzungsumfang geriet das Unternehmen immer mehr in die Kritik. Grund waren Datenschutz- und Sicherheitsmängeln. Zahlreiche Unternehmen und Behörden untersagten die Nutzung von Zoom für Videokonferenzen ihrer Mitarbeiter beziehungsweise Bediensteten.

Zoom Video Communications verbesserte daraufhin die Software nach. Mit der Version 5.0 wurden gravierende Sicherheitslücken gestopft, eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für kostenpflichtige Verbindungen eingeführt und eine Verwendung der Daten von Nutzern und der Geräte IDs zu wirtschaftlichen Zwecken ausdrücklich ausgeschlossen. Außerdem hat das Unternehmen nutzerbedingten Datenschutzproblemen durch die Voreinstellung einer passwortgeschützten Einwahl und der Einrichtung eines Warteraums entgegengewirkt.

Hatte der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg, Stefan Brink, im April 2020 noch vor dem Einsatz von Zoom in Schulen gewarnt, erklärte er nach den Nachbesserungen im Juni 2020: „Das ist ein guter Weg, den Zoom hier eingeschlagen hat und diese Fortschritte nehmen wir als Datenschutz-Aufsichtsbehörde positiv zur Kenntnis. Daher besteht aus Sicht des LfDI kein Anlass mehr, seine an alle Schulen in Baden-Württemberg ausgesprochene Warnung länger aufrechtzuerhalten.“

Was ist das Zoom-Limit

Wie bei vielen anderen Video-Tools gibt es auch bei Zoom ein Zeitlimit. Nach 40 Minuten Konferenz ist in der kostenlosen Version Schluss mit dem virtuellen Treffen. Auch dürfen maximal einhundert Teilnehmer gleichzeitig dabei sein. Wer länger konferieren möchte, muss die kostenpflichtige Zoom-Variante ohne Zoom-Limit wählen oder sich neu einwählen.

Wollen Sie auf der sicheren Seite sein, weil Sie wissen, dass Ihre virtuellen Treffen länger als 40 Minuten dauern, müssen Sie auf das Abo zurückgreifen. Damit können Sie sich eine Meetingdauer von 30 Stunden sichern. Ein Zoom-Abo kostet ab 11,66 Euro pro Monat. Allerdings ist die Preisstaffelung vielfältig und variiert je nach Zahlungsart und Teilnehmerzahl bei den Meetings.

Wer fern ab des beruflichen Alltags mittels Zoom ein Treffen plant, beispielsweise als virtuelle Geburtstagsfeier, kann das Zoom-Limit umgehen. Aber wie funktioniert das? Statt einem Meeting einfach beizutreten, müssen Sie eine Unterhaltung planen.

Zoom-Limit: Laptop mit vielen Teilnehmern einer Videokonferenz, Kaffeetasse daneben. Bild: Unsplash/Compare

Im Home Office erleichtern Videokonferenzen die Zusammenarbeit. Bild: Unsplash/Compare Fibre

Zoom-Meeting planen – so geht’s

Sie wissen nicht, wie Sie ein Meeting planen können? Hier erfahren Sie es:

  • Öffnen Sie Zoom.
  • Falls Sie noch nicht angemeldet sind, tun Sie es.
  • Klicken Sie auf „Planen“.
  • Legen Sie das Datum und die Uhrzeit fest, wann das Meeting beginnen und enden soll.
  • Scrollen Sie nach unten zu „Kalender“ und wählen Sie „Andere Kalender“ aus.
  • Speichern Sie jetzt Ihre Planung.
  • Nun werden Ihnen alle Informationen zum Meeting, einschließlich Meeting-ID und Beitrittslink angezeigt.
  • Kopieren Sie den Link und senden Sie ihn an die potenziellen Teilnehmer.

Haben Sie all diese Schritte erledigt, können sich alle Teilnehmer über den Link treffen. Sobald Ihr Treffen an das 40-Minuten-Limit herankommt, erscheint im Besprechungsfenster eine Countdown-Uhr. Jetzt sollten Sie als  Gastgeber das „Meeting verlassen“ (nicht „Ende für alle“). Es sieht zwar so aus, als sei das Treffen beendet, doch das ist es nicht. Wenn nun alle Teilnehmer auf den ursprünglichen Beitrittslink klicken oder die gleiche ID eingeben, beginnt eine neue 40-Minuten-Periode. Das können Sie so oft machen, wie Sie möchten und so länger als 40 Minuten kostenlos miteinander sprechen.

Zoom-Alternativen

Auch wenn Zoom in Sachen Sicherheit mittlerweile stark nachgebessert hat, ist nicht jeder von der Plattform überzeugt. Da es zahlreiche Zoom-Alternativen gibt, sollte aber für jeden Geschmack etwas dabei sein. Auch von Microsoft gibt es ein kostenloses Tool: Teams. 45 Minuten können Sie Teams kostenlos nutzen, benötigen Sie mehr Zeit für Ihre Videokonferenz, muss ein Microsoft-365-Abo her.

Sie können sich nicht entscheiden, welches Produkt am besten zu Ihnen passt? Dann testen Sie die verschiedenen Tools auf Herz und Nieren. Wichtig: Bei der Vergabe von Passwörtern immer auf sichere Passwörter setzen und beim Download von Apps darauf achten, dass Sie nur aus den offiziellen App Stores heruntergeladen werden.

Sie haben Fragen zu den Videokonferenz-Tools oder interessieren sich für einen Passwort-Manager? Zögern Sie nicht, sondern nehmen Sie Kontakt zu einem PC-SPEZIALIST in Ihrer Nähe auf. Unsere IT-Experten beraten Sie unabhängig und helfen bei der Software-Installation. Und wer das Plus an Sicherheit und Komfort genießen will, fragt nach unserem Eins-für-Alles-Paket.

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Weiterführende Links:  PC-Welt, Wikipedia, Zoom, Zoom Pricing

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