Zoom-Videokonferenz sicher nutzen
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Janina Kröger, Do, 16. Apr. 2020
in Aktuelles

Zoom-Videokonferenz sicher nutzen

Mit diesen Tipps trotzt ihr dem Zoombombing

Ihr könnt eure Freunde nicht persönlich treffen? Das nächstbeste Mittel in einem solchen Fall sind Videocalls – zum Beispiel über Zoom. Das Tool hat in letzter Zeit viel Kritik in Sachen Sicherheit einstecken müssen. Es gibt allerdings einige Tricks, mit denen ihr die Zoom-Videokonferenz trotzdem sicher nutzen könnt. 

Wir haben sieben Tipps für euch zusammengestellt.

Was ist Zoom?

Falls euch Zoom vor einigen Wochen noch kein Begriff war, habt ihr inzwischen bestimmt schon davon gehört. Es handelt sich dabei um eine Anwendung für virtuelle Meetings und Chats, ähnlich wie Skype. Eigentlich sollte Zoom vor allem für Videokonferenzen in Unternehmen eingesetzt werden, in den vergangenen Wochen haben aber immer mehr Privatnutzer Zoom für sich entdeckt.

Warum? Weil es einige Funktionen zu bieten hat, die ihr weder bei Skype noch bei WhatsApp, Facebook und Co. findet. Das fängt dabei an, dass die Zoom-Videokonferenz sowohl auf dem Handy als auch auf dem Laptop funktioniert, und endet damit, dass ihr mit bis zu 100 Teilnehmern per Video telefonieren könnt. So habt ihr die Möglichkeit, die räumliche Distanz zu überbrücken und euch virtuell mit euren Freunden oder Kollegen zu treffen.

Im Vergleich dazu: Videoanrufe bei WhatsApp sind mit maximal vier Personen möglich, Skype lässt bis zu acht Teilnehmer zu. Ist euer Freundeskreis größer, hilft euch nur ein Tool wie Zoom weiter.

Zu sehen ist eine Frau, die mit einem Tablet am Tisch sitzt und an einer Zoom-Videokonferenz teilnimmt. Bild: Unsplash/Brooke Cagle

Haltet euch an unsere sieben Tipps, dann ist eure Zoom-Videokonferenz ziemlich sicher. Bild: Unsplash/Brooke Cagle

Zoom-Videokonferenz – Sicherheit in der Kritik

Durch die Coronakrise erlebt Zoom seit Wochen einen enormen Zulauf: Gab es Ende 2019 bis zu 10 Millionen tägliche Nutzer, waren es im März plötzlich 200 Millionen. Das hat auch Cyberkriminelle auf den Plan gerufen. Sie witterten hier ihre große Chance, um beispielsweise Nutzerdaten abzugreifen – und waren leider erfolgreich. Aktuell macht eine Meldung darüber die Runde, dass die Zugangsdaten von tausenden Accounts im Dark Web angeboten worden sind.

Und nicht nur das. In einigen Fällen konnten sich Hacker wohl auch in Zoom-Videokonferenzen einschalten und dort über die „Bildschirm teilen“-Funktion ungewünschte Inhalte auf die Bildschirme aller Teilnehmer spielen. Dafür hat sich auch schon ein eigener Begriff gefunden: Zoombombing.

Vielleicht habt ihr von diesen Sicherheitsproblemen schon gehört und schreckt deshalb davor zurück, Zoom zu nutzen. Dann haben wir gleich zwei gute Nachrichten: Zum einen arbeiten die Zoom-Entwickler mit Hochdruck daran, die Sicherheit des Tools zu verbessern; zum anderen gibt es ein paar Tricks, mit denen ihr Zoom sicher nutzen könnt.

Fünf Tipps für sichere Zoom-Videokonferenzen

Ihr fragt euch, wie ihr Zoom weitgehend gefahrlos nutzen könnt? Die Antwort: Indem ihr unsere sieben Tipps für eine sichere Zoom-Videokonferenz befolgt. Sie lauten:

  1. Teilt eure Meeting-ID nicht öffentlich: Ihr solltet die Meeting-ID niemals öffentlich in sozialen Netzwerken teilen. Stattdessen informiert ihr die gewünschten Teilnehmer am besten privat, um ihnen die Zugangsdaten mitzuteilen.
  2. Schützt euer Video-Meeting mit einem Passwort: Indem ihr euren Videochat mit einem Kennwort schützt, stellt ihr sicher, dass sich nur diejenigen, die das Kennwort kennen, in den Videocall einschalten können. Ihr solltet dabei nicht dasselbe Passwort für euer Zoom-Konto und ein Zoom-Meeting verwenden.
  3. Beschränkt die Bildschirmfreigabe: Ihr könnt als Moderator einstellen, dass außer euch kein anderer Teilnehmer seinen Bildschirm teilen kann. So verhindert ihr das Zoombombing, bei dem ein Troll ungewünschte Inhalte oft fraglicher Natur auf alle Bildschirme bringt.
  4. Nutzt den virtuellen Warteraum: Wenn ihr den Warteraum aktiviert, müssen die weiteren Teilnehmer warten, bis ihr als Moderator ihren Zutritt genehmigt. Sollte sich jemand ungewollt die Meeting-ID und das Passwort verschafft haben, ist das Wartezimmer dann die Endstation für den Troll.
  5. Prüft die Teilnehmerliste: Auch während des Videochats solltet ihr regelmäßig einen Blick auf die Teilnehmerliste werfen. So könnt ihr prüfen, dass sich kein unerwünschter Gast in eure Zoom-Videokonferenz eingeschlichen hat.
  6. Sperrt das Meeting ab: Sobald alle Teilnehmer beigetreten sind, könnt ihr das Meeting auch sperren, sodass sich zu einem späteren Zeitpunkt kein Troll mehr einschleichen kann.
  7. Verwendet am besten den Webclient: Ihr könnt Zoom natürlich als Anwendung auf euren Geräten installieren, sicherer fahrt ihr allerdings, wenn ihr das Tool über die offizielle Webseite von Zoom nutzt. Bei der Installation müsst ihr nämlich alle möglichen Berechtigungen erteilen.

Inzwischen hat Zoom ein paar dieser Punkte auch schon standardmäßig eingerichtet. Ihr solltet als Moderator beim Erstellen einer Videokonferenz aber unbedingt die Einstellungen überprüfen.

Zu sehen ist eine Schreibtisch mit verschiedenen Utensilien, darunter ein Laptop, auf dem eine Zoom-Videokonferenz läuft. Bild: Unsplash/Gabriel Benois

Die Zoom-Videokonferenz hilft euch, trotz räumlicher Distanz mit Freunden und Kollegen per Video zu telefonieren. Bild: Unsplash/Gabriel Benois

Hilfe bei der Einrichtung von Video-Tools

Neben Zoom gibt es noch verschiedene andere Tools zur Videotelefonie, darunter Skype, Microsoft Teams oder auch die App Houseparty, die bezüglich Sicherheit aber noch mehr kritisiert wird. Prinzipiell sind Experten von den Leistungen, die Zoom zu bieten hat, überzeugt. Und wenn die Zoom-Entwickler die Sicherheit wie angekündigt noch verbessern, dürfte einer Nutzung eurerseits eigentlich nichts im Wege stehen.

Allerdings solltet ihr in diesen Zeiten generell vorsichtig sein. Unzählige Cyberattacken auf den verschiedensten Wegen spielen mit eurer Angst vor dem Coronavirus. Solltet ihr euch eine Corona-Malware eingefangen haben, hilft euch der PC-SPEZIALIST in eurer Nähe gern weiter. Er knöpft sich den Virus mit einer professionellen Virenentfernung vor oder sichert euer Gerät mit der Installation eines Virenschutzes für die Zukunft ab.

In der Regel hilft euch der PC-SPEZIALIST auch bei der Installation von Programmen, darunter auch Kommunikationstools. Unabhängig davon, ob ihr es privat oder geschäftlich nutzen möchtet. Nehmt am besten per Telefon oder E-Mail Kontakt auf und informiert euch.

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