Fleets und Spaces
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Maren Keller, Di, 30. Mrz. 2021
in Aktuelles

Fleets und Spaces

Neues von Twitter zum 15-jährigen Jubiläum

Aktualisiert am 04.08.2021

Vor 15 Jahren ging Twitter an den Start. Neuigkeiten, Ideen und auch zahlreiche Lügen werden seitdem täglich zuhauf getwittert. Zum Jubiläum hatte Twitter Neues geplant: Fleets und Spaces.

Einen Rückblick auf 15 Jahre Twitter und auf aktuelle Entwicklungen, bekommen Sie bei uns.

Twitter im Rückblick

Im März 2006 startete der Dienst unter dem Namen twttr. Es handelte sich dabei um eine SMS-basierte Plattform mit einem Zeichenlimit von 140 Zeichen pro Beitrag. Der erste Tweet stammte von Mitbegründer Jack Dorsey, als er am 21. März „just setting up my twttr.“ schrieb, was soviel wie „Ich richte gerade mein twttr ein.“ heißt.

Dorsey hatte eine Vision: Er wollte, dass Twitter ein Ort sein soll, an dem man erfährt, was gerade passiert – und sich natürlich darüber unterhält. Das gelang beispielsweise dann, als der Tweet von Unternehmer Janis Krums um die Welt ging. Er befand sich auf einer Fähre im Hudson-River, als eine Maschine notwasserte. Kurz und knapp schrieb er „There’s a plane in the Hudson“.

Und auch dem „Arabischen Frühling“ half Twitter. Für die Proteste, die Ägypten, Tunesien und Libyen veränderten, wurde Twitter zu einem wichtigen Instrument der Demonstranten.

Ein weiteres Beispiel zeigt, wie sich Unternehmen mit Beiträgen schnell ins Gespräch bringen können: Beim Stromausfall während des Superbowls 2013 reagierte die Keksmarke Oreo schnell und twitterte:„Man kann auch im Dunkeln tunken“.

Fleets: Handydisplay mit Icons, unter anderem Twitter. Bild: Pixabay

Auf zahlreichen Smartphones ist Twitter ein feste Größe. Bild: Pixabay

Zahlen, Daten Fakten rund um Twitter

Welche Meilensteine gibt es in der Entwicklung von Twitter? Wir fassen zusammen:

  • Herbst 2006: twttr wird Teil der Muttergesellschaft Obvious.
  • April 2007:  Jack Dorsey, Biz Stone und Evan Williams gründen Twitter Inc. und lösen sich von der bisherigen Muttergesellschaft Obvious.
  • April 2010: Twitter besitzt eine App für Smartphones und Tablets und hat 105 Millionen aktive Nutzer.
  • Insgesamt registrieren sich im Jahr 2010 etwa 100 Millionen neue Nutzer.
  • September 2011: Rund 200 Millionen Nutzer verwenden Twitter.
  • Juni 2012: Das Twitter-Logo („Larry the bird“) wird grundlegend verändert. Es ist seitdem einfarbig und wird bis heute verwendet.
  • Oktober 2018: Twitter hat etwa 218 Millionen aktive Nutzer.
  • November 2013: Twitter Inc. geht an die Börse.
  • Zweites Quartal 2015: Die Nutzerzahl steigt auf  304 Millionen an.
  • September 2016: Twitter lockert die 140-Zeichen-Begrenzung. Als Folge werden angehängte Fotos und Videos sowie zitierte Tweets nicht mehr auf die Gesamtlänge des eigenen Beitrags angerechnet. 
  • November 2017: Nach einem Test mit Nachrichten in der doppelten Zeichenlänge, ist es bis heute möglich, Tweets mit maximal 280 Zeichen abzusetzen.

Doch wofür steht Twitter? Es als Kommunikationsplattform, soziales Netzwerk oder öffentlich einsehbares Online-Tagebuch definiert. Privatpersonen, Organisationen, Unternehmen und Massenmedien nutzen Twitter als Plattform zur Verbreitung ihrer Textnachrichten. Im Gegensatz zu Facebook steht der Kontakt mit bekannten Freunden nicht im Vordergrund.

Gesperrte Twitter-Accounts

Natürlich muss sich auch ein Unternehmen wie Twitter weiterentwickeln. Vor allem darf auf keinen Fall geschehen, dass die Plattform zur Manipulation der öffentlichen Meinung genutzt wird. Um das zu erreichen, geht Twitter mittlerweile konsequent vor und sperrt auch schonmal Accounts, die gegen die Nutzerbedingungen und Regeln der Plattform verstoßen.

Geschehen ist das beispielsweise mit dem Account des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Nachdem Twitter seine Tweets mehrfach mit Warnhinweisen versehen hatte, verbannte der Dienst den US-Präsidenten schließlich und betonte, es gäbe kein Zurück. Für Trump mehr als ärgerlich, denn mit 80 Millionen Abonnenten war Twitter sein wichtigster Kommunikationskanal. Die temporäre oder sogar permanente Sperrung von Twitter-Accounts ist aber nicht gerade unumstritten, da hierdurch immerhin die Wahrnehmung des öffentlichen Meinungsbildes verformt dargestellt wird.

Fleets: Twitters selbstlöschende Nachrichten

Doch von Twitter ist noch weit mehr zu erwarten: Mitgründer und Twitter-Chef Jack Dorsey hat immer neue Pläne, die Twitter weit über das gewohnte Kurznachrichtenformat bringen sollen. Dazu gehörten zuletzt von alleine verschwindende Tweets. Dass Nachrichten von alleine verschwinden, gibt es auch bei anderen Apps, wie beispielsweise WhatsApp.

Bei Twitter bekamen die Selbstlösch-Nachrichten den Namen Fleets, „fleeting tweets“. Dabei handelte es sich um flüchtige Tweets, die sich nach 24 Stunden von alleine löschen – ähnlich den WhatsApp-Statusmeldungen oder Instagram-Storys. Obgleich die Idee der selbstlöschenden Tweets erst Ende 2020 bekanntgegeben wurde, wurde die Funktion bereits zum 3. August 2021 wieder eingestellt. Der Grund für die schnelle Einstampfung liegt dabei auf der Hand: Die neuartige Twitter-Funktion war nie besonders populär und wurde kaum genutzt.

Fleets: Hand hält Handy, Twitter-Startseite auf dem Display. Bild: Pixabay

So plötzlich wie die Fleets kamen, so schnell waren die „fleeting tweets“ auch schon wieder Geschichte. Bild: Pixabay

Spaces und zahlende Abonnenten

Neben den Fleets gehören auch sogenannte Spaces (@TwitterSpaces) zu den neuen Funktionen von Twitter. Dabei handelt es sich um Talkrunden in Form von Live-Audio-Gesprächen nach dem Muster der Clubhouse-App

Außerdem soll es wohl künftig die Möglichkeit geben, dass Sie sich Tweets von eigenen Algorithmen sortieren lassen. Eine weitere Vision: Twitter testet die Möglichkeit, zahlenden Abonnenten exklusive Inhalte oder Angebote verfügbar zu machen. Apropos Einnahmen: Twitter verdient sein Geld mit Werbung. Inzwischen schreibt Twitter schwarze Zahlen, macht also Gewinne. Die Corona-Pandemie, die US-Wahl und florierende Werbeeinnahmen haben Twitter Rekord-Einnahmen beschert. Im vierten Quartal 2020 stieg der Umsatz um mehr als ein Viertel (28 Prozent) auf nie zuvor erreichte 1,29 Milliarden Dollar. Auch der Gewinn sprang auf 222 Millionen Dollar.

Wer hat die meisten Follower?

Auch wenn es bei Twitter nicht um die Kommunikation mit Freunden geht, so gieren doch gerade die Promis nach Followern. Ihr Marktwert steigt, wenn sie in den sozialen Medien gut aufgestellt sind.

In Deutschland finden sich unter den fünf größten Accounts drei Fußballer. Mesut Özil ist Spitzenreiter mit 26,1 Millionen Followern, Toni Kroos folgt mit 8,8 Millionen auf der Zwei. Platz drei geht an Musikproduzent Zedd (True Colors) mit 7,8 Millionen Anhängern vor Bastian Schweinsteiger, der es auf 4,9 Millionen Fans schafft. Model-Mama Heidi Klum komplettiert die Top Five mit 4,9 Millionen Followern.

Im internationalen Vergleich wirken die deutschen Top-Five recht blass: International landet der ehemalige US-Präsident Barack Obama mit 130 Millionen Followern auf Platz eins, gefolgt von Sänger Justin Bieber (114,1 Mio.) sowie dessen Kolleginnen Katy Perry (109,5 Mio.) und Rihanna (102,4 Mio.). Fußballprofi Cristiano Ronaldo landet mit 91,5 Millionen Followern auf Rang fünf.

Sie würden auch gern durch die Welt twittern, aber Ihnen fehlt dafür die nötigen Internetverbindung? Dann wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren PC-SPEZIALIST vor Ort. Unsere IT-Techniker kümmern sich um die bestmögliche Router- und WLAN-Einrichtung.

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Weiterführende Links: IT-Business, Heise, StN.de, Tagesschau, Twitter, Wikipedia, PC-Welt

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