Apple Erpressung
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Maren Keller, Di, 28. Mrz. 2017
in Apple

Apple Erpressung

Millionen iPhone Konten droht Datenlöschung

Achtung: iPhone Besitzer aufgepasst. Zurzeit gibt es eine Apple Erpressung. Die Kriminellen drohen damit, bei Millionen iPhone Konten eine Datenlöschung auszulösen. Stichtag ist der 7. April. Sollte Apple bis dahin nicht das geforderte Lösegeld bezahlt haben, wollen die Hacker mittels Fernlöschung die Daten vernichten.

Was Apple dazu sagt, und was ihr tun könnt, um eure Daten zu schützen, erklären wir euch.

Apple Erpressung

Hacker versuchen mit einer Apple Erpressung an Lösegeld zu kommen. 220 Millionen Apple Konten sollen betroffen sein.

Datenlöschung bedroht 220 Millionen Apple Konten

Wie die Bild berichtete, sind 220 Millionen Konten von der Datenlöschung bedroht. Ein Gruppe, die sich „Turkish Crime Family“ nennt, gibt an, im Besitz von 519 Millionen iCloud-Anmeldedaten zu sein. 220 Millionen davon sind laut Hacker nicht mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung geschützt und deshalb akut von der Datenlöschung bedroht. Die Angaben, welche Summe Lösegeld gefordert wird, variiert zwischen 75.000 und 150.000 US Dollar.

Apple selbst bestreitet allerdings den Hackerangriff. Gegenüber Fortune beteuert das Unternehmen: „Es gab keinen Einbruch in unsere Systeme. Die Liste von E-Mail-Adressen und Passwörtern stammt offensichtlich von manipulierten Drittanbieterdiensten.“ Somit sind laut Apple sowohl die iCloud als auch das Zugangssystem Apple-ID nicht betroffen.

Stichtag der Apple Erpressung ist der 7. April

Stichtag für die Apple Erpressung ist der 7. April. Sollte bis dahin kein Lösegeld geflossen sein, wollen die Hacker die iCloud-Konten löschen. Ob die Erpressung tatsächlich wahr ist, ist bislang nicht bekannt. Vor allem, weil Apple sie verneint. Doch was passiert, wenn die Daten wirklich geklaut wurden und am 7. April das große Löschen stattfindet? Eines sollte euch klar sein: Es ist möglich, dass eure Daten vom iPhone, iPad oder anderer Apple-Geräte aus der Ferne gelöscht werden.

Die gut gemeinte Funktion „Mein iPhone suchen“ könnt ihr dafür verwenden. Sie ist für den Notfall gedacht, wenn ihr euer Gerät verloren habt oder es gestohlen wurde. Dann benötigt ihr nämlich nur die Zugangsdaten für die Apple ID. Wenn allerdings diese Daten tatsächlich in die Hände von Kriminellen geraten sind, ist es möglich, dass bei zahlreichen Nutzern am 7. April die Daten weg sind. Und zwar auch persönliche Daten wie Kontakte, Terminkalendereinträge, Fotos und Videos.

Schutz vor Datenklau durch Apple Erpressung

Ob es nun eine Apple Erpressung gibt oder nicht, es gibt Möglichkeiten, die eigenen Daten zu schützen. Und diese Tipps sind nicht nur im aktuellen Fall eine Hilfe, sie schützen euch immer vor dem Datenklau.

  •  Ändert als erstes euer Passwort für die Apple-ID, denn sie ist der zentrale Zugang zu allen Apple-Diensten und -Funktionen.
  • Sichert eure Daten nicht nur in der iCloud, sondern erstellt ein zusätzliches Backup auf eurem Rechner. Wird die Cloud gehackt, nutzt die Datensicherung dort nämlich nichts.
  • Sinnvoll ist auch immer eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, denn Passwort und Apple-ID reichen nicht aus. Ein einmaliger Sicherheitscode schützt zusätzlich – hilft aber im konkreten Fall nicht.
  • Nicht nur bei Hackerangriffen, auch vor neugierigen Kindern und eifersüchtigen Ehepartnern solltet ihr euer Gerät mit einem Code sperren. Dann bleibt der Zugang verwehrt.
  • Möglich ist auch, die Funktion „Mein iPhone suchen“ zu deaktivieren. Dann ist das Handy allerdings auch nicht geschützt, wenn ihr es verliert oder es gestohlen wird.

Weitere Infos zur Apple Erpressung

Auch wir haben schon öfter im Blog über Angriffe auf iPhones berichtet. Lest unbedingt unsere Beiträge über den Angriff auf die Apple iCloud und den Betrug mit Apple iTunes Karten. Über die aktuellen Apple Erpressung berichten bereits zahlreiche Medien. Wollt ihr weiterführende Informationen lesen, dann schaut euch die Berichte Apple iPhone: Hacker drohen mit Datenlöschung, Erpressung: Hacker drohen mit Fernlöschung, Hacker erpressen Apple oder Das sagt Apple zur Erpressung an. Wenn ihr Hilfe braucht, um eure Daten zu sichern oder ein Backup herzustellen, dann kommt zu eurem PC-SPEZIALIST vor Ort. Wir beraten euch kompetent.

Update vom 10.04.2017: Angriff beendet

Eine Apple-Mitarbeitern bestätigte mittlerweile anonym, dass am 7. April tatsächlich einige Apple-Konten angegriffen worden seien, auch die Zwei-Faktor-Authentifizierung sei angeblich ausgehebelt worden. Dann sei offenbar Lösegeld in Höhe von 450.000 Euro geflossen, denn damit brüstet sich die Turkish Crime Family auf Twitter. Damit ist der Angriff auf die Apple iCloud beendet, Apple selbst hat sich zur Lösegeldzahlung bislang nicht geäußert. Weitere Infos dazu findet ihr in den Artikeln iCloud-Hack und Hacker blasen Angriff ab.

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