WhatsApp-Alter ab 16
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Maren
in Aktuelles

WhatsApp-Alter ab 16

Was sich in den WhatsApp-AGB demnächst ändert

Habt ihr es auch gehört? Das WhatsApp-Alter wird rauf gesetzt. Zukünftig müsst ihr mindestens 16 Jahre alt sein, um WhatsApp nutzen zu dürfen.

Löscht WhatsApp die Accounts von allen Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren? Ihr erfahrt es hier.

WhatsApp-Alter steigt auf 16 Jahre

Fest steht, dass das WhatsApp-Alter auf 16 Jahre steigt. Aber warum ist das so? Grund ist ein einheitliches Datenschutzrecht innerhalb Europas: die sogenannte Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Was das genau ist, erfahrt ihr bei Wikipedia. Die DSGVO tritt am 25. Mai in Kraft. Für WhatsApp und andere soziale Netzwerke heißt das, dass sie die Daten ihrer Nutzer besser schützen müssen. Für WhatsApp-Nutzer folgt daraus eine Heraufsetzung des WhatsApp-Alters von bislang 13 auf dann 16 Jahre. So wird es in den WhatsApp-AGB stehen. Um WhatsApp nutzen zu dürfen, müsst ihr ab Ende Mai also mindestens 16 Jahre alt sein.

WhatsApp-Alter - WhatsApp ab 16 - WhatsApp Altersbeschränkung - WhatsApp AGB. Foto: Pixabay

Das WhatsApp-Alter steigt. Zukünftig müsst ihr mindestens 16 Jahre alt sein, um soziale Netzwerke zu nutzen. Foto: Pixabay

WhatsApp-Alter steigt – die Jugend schreit auf

Ein Aufschrei geht durch Deutschland, weil das WhatsApp-Alter steigt. Denn hierzulande beginnen viele Kinder bereits ab Klasse fünf, sich über den Messenger zu organisieren. Und dann sind sie gerade erst 10 Jahre alt. Ob „Klassengruppe“ oder „beste Freundinnen“, ob „coole Jungs“ oder „Fahrradgruppe“ – bei Kindern ist der Messenger und vor allem die Gruppenfunktion äußerst beliebt.

Ab Ende Mai sind WhatsApp und Co. verpflichtet, das Alter seiner Nutzer durch geeignete technische Maßnahmen zu verifizieren. Dabei reicht es nicht, einen eingescannten Personalausweis zu verlangen. Denn der lässt sich kinderleicht über Bildbearbeitungsprogramme verändern.

WhatsApp-Alter muss überprüft werden

Bislang galt für Facebook, Instagram, WhatsApp und andere soziale Netzwerke ein Mindestalter von 13 Jahren. Alle jüngeren User mussten bereits das Einverständnis der Eltern nachweisen. Doch bislang hat niemand weder das WhatsApp-Alter noch das Alter für Facebook und Instagram kontrolliert.

Das wollen die sozialen Netzwerke auch gar nicht, denn sie wissen sehr genau, dass auch viele jüngere Kinder einen Account haben. Ab Ende Mai können Eltern, denen das alles nicht recht ist, bei Facebook und Co. allerdings die Löschung des Accounts und sämtlicher Daten ihrer unter 16 Jahre alten Sprösslinge verlangen. Wie begeistert ein 15-Jähriger sein dürfte, wenn ihm seine Eltern Facebook oder WhatsApp löschen lassen, kann sich jeder vorstellen.

WhatsApp-AGB werden geändert

Fakt ist, dass die WhatsApp-AGB geändert werden. Dort wird das Mindestalter auf 16 Jahre angehoben. Gleiches gilt für andere soziale Netzwerke. Doch wie solltet ihr damit umgehen? Denn Fakt ist auch, dass WhatsApp und Co. empfindliche Bußgelder drohen, wenn sie das WhatsApp-Alter nicht sinnvoll kontrollieren.

Allerdings – und jetzt kommt das „Aber“ – haben weder WhatsApp und Co. noch die Nutzer ein Interesse daran, dass das Alter kontrolliert wird und eventuelle Accounts gelöscht werden müssen. Wo also kein Kläger ist, da ist auch kein Richter.

WhatsApp-Alter - WhatsApp ab 16 - WhatsApp Altersbeschränkung - WhatsApp AGB. Foto: Pixabay

Das WhatsApp-Alter muss künftig überprüft werden. Wie ist noch völlig unklar. Foto: Pixabay

Wie wird das WhatsApp-Alter kontrolliert?

Wie kann also das WhatsApp-Alter kontrolliert werden? Klare Vorstellungen gibt es noch nicht. Und viele Punkte in der DSGVO sind noch gar nicht geklärt: Wie soll die Altersprüfung aussehen? Unklar. Wie können Eltern ihr Einverständnis geben? Unklar. Wer überprüft die Umsetzung der DSGVO? Unklar.

Eins ist sicher: Bei Beschwerden und Verstößen müssen Unternehmen wie Facebook und WhatsApp nachweisen, dass sie „angemessene Anstrengungen“ unternommen haben, um das Alter ihrer Kunden zu überprüfen. Aber: Was „angemessene Anstrengungen“ sind, ist ebenfalls unklar.

Das bedeutet letztlich, dass sich für euch vermutlich nichts ändern wird. Eine Kontrolle ist kaum machbar und vor allem von WhatsApp nicht gewollt. Auch unter 16-Jährige können unabhängig vom vorgegebenen WhatsApp-Alter chatten, schreiben, Bilder austauschen und sich verabreden.

WhatsApp-Altersbeschränkung in der Kritik

Medienpädagogen sehen die WhatsApp-Altersbeschränkung allerdings kritisch, vor allem für Kinder unter 13 Jahren, die sich ja ebenfalls bei WhatsApp und Co. anmelden. Warum, das erfahrt ihr in dem Artikel Altersgrenze bei Messengern. Über den verantwortungsvollen Umgang mit Messengern und anderen Apps könnt ihr euch auf klicksafe informieren. Hier wird auch noch einmal über das Mindestalter für Messenger und die Gefahren für Kinder bei Nichteinhaltung geschrieben.

Auch wir berichten immer wieder über WhatsApp und mögliche Fallen, Viren und andere Probleme. Lest unbedingt auch unsere Artikel Bei WhatsApp blockiert, Vorsicht vor WhatsApp Spionage und Ist WhatsApp illegal?. Noch mehr Artikel über WhatsApp findet ihr in unserem Blog.

Total anschaulich beschreibt Medienanwalt Christian Solmecke das Kuddelmuddel um das WhatsApp-Alter. Schaut es euch in diesem YouTube-Video an:

Was haltet ihr von dem neuen Mindestalter bei WhatsApp und Co.? Werdet ihr euren unter 16-jährigen Kindern die Nutzung von sozialen Medien verbieten? Lässt sich ein Verbot überhaupt durchsetzen? Oder machen eure Kinder mit eurem Einverständnis weiter wie bisher? Lasst es uns in unseren Kommentaren wissen.

6 Kommentare

  1. Hans sagt:

    Schön geschrieben!

  2. Mika sagt:

    Wusste ich noch gar nicht!

  3. Paul sagt:

    Schön, dass sich (eigentlich) nichts ändert!

  4. Max sagt:

    WhatsApp sollte weiterhin für Kinder unter 16 Jahren erlaubt sein!

  5. Killefit sagt:

    WhatsApp ist super!

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