GEZ-Mahnung per E-Mail
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Maren Keller, Mi, 10. Jul. 2019
in Aktuelles

GEZ-Mahnung per E-Mail

Trojaner versteckt sich im Anhang

Man sollte meinen, dass niemand mehr auf Trojaner, die mittels Mahnung per E-Mail versendet werden, hereinfällt. Doch das ist leider nicht so. Die meisten Cyberattacken beginnen mit einer E-Mail.

Aktuell ist es die augenscheinliche E-Mail von der GEZ, die euch gefährlich werden kann. Wir verraten euch, worum es geht.

Mahnung per E-Mail mit Drohungen

Zwangsvollstreckung – ein Wort, das vielen Angst macht. Nur so ist es zu erklären, dass völlig unbescholtenen Bürgern, die pünktlich alle fälligen Rechnungen begleichen, bei diesem Wort der Angstschweiß aus allen Poren rinnt und sie nicht mehr in der Lage sind, in Ruhe nachzudenken.

Im aktuellen Fall handelt es sich um eine Mahnung per E-Mail, die augenscheinlich von der GEZ stammt, also im Namen von ARD, ZDF und Deutschlandfunk versendet wird. Der GEZ-Beitrag heißt mittlerweile Rundfunkbeitrag und jeder Haushalt ist verpflichtet, ihn regelmäßig zu bezahlen, auch wenn er keinen Fernseher oder kein Radio besitzt. Aktuell beträgt er 17,50 Euro pro Monat.

Und in der E-Mail, die aktuell umgeht, mahnen die Absender eine längst fällige Rechnung ab. Laut Medienberichten sollte der Empfänger der E-Mail zuletzt 161 Euro zahlen, die aber nicht beglichen wurden. Mittlerweile weise das Konto einen offenen Betrag von 213,50 auf, die Zwangsvollstreckung droht.

Schwarzer Hintergrund mit mittig auf eine gesichtslose Person zulaufenden binären Zeichen, symbolisiert den Angriff durch die Mahnung per E-Mail. Foto: Pixabay

Auch wenn ihr eine Mahnung per E-Mail bekommt, solltet ihr euch nicht verunsichern lassen. Foto: Pixabay

Mahnung per E-Mail – nicht verunsichern lassen!

Wer eine solche Mahnung per E-Mail bekommt, darf sich nicht verunsichern lassen. Öffnet auf keinen Fall den Anhang. Auch wenn ihr in dem Schreiben darauf hingewiesen werdet, dass im Anhang eine genaue Beschreibung und eine Handlungsanweisung enthalten ist, lasst euch nicht dazu verleiten, den Anhang anzuklicken.

Wenn ihr den Anhang öffnet, passiert erst einmal nichts. Noch nicht. Es ist aber gut möglich, dass die Angreifer ihre Taktik ändern und künftig allein das Öffnen des Dokuments gefährlich ist. Aktuell passiert aber nichts. Allerdings könnt ihr den Anhang auch nicht wirklich öffnen. Wenn ihr das versucht, müsst ihr zunächst den Inhalt aktivieren. Nur dann könnt ihr das Dokument vollständig einsehen und bearbeiten.

Inhalt aktiviert, Trojaner eingefangen

Wenn ihr neugierig seid, was in dem einfachen Word-Dokument im Anhang geschrieben steht und ihr auf die Idee kommt, den Inhalt zu aktivieren, dann fangt ihr euch in dem Moment einen Trojaner ein, der sich nicht nur auf eurem Rechner, sondern in eurem gesamten Netzwerk verbreiten kann.

Während in diesem Fall ein guter Virenschutz kaum helfen kann, ist hier schlicht und einfach euer gesunder Menschenverstand gefragt. Kann es sein, dass die frühere Gebühreneinzugszentrale, die monatlich ihre Rechnungen per Post schickt, auf einmal eine Droh-E-Mail versendet? Bevor ihr in Panik verfallt und das Dokument aktiviert, hinterfragt, ob ihr regelmäßig den Rundfunkbeitrag bezahlt. Vielleicht sogar per Einzugsermächtigung? Kann es wirklich sein, dass ihr mit beinahe einem Jahresbetrag in Verzug seid?

PC-SPEZIALIST hilft im Notfall

Laut des Berichts Cyber Resilience for Email starten 91 Prozent aller Cyberattacken mit einer E-Mail. Auch wir haben schon oft über die verschiedensten Trojaner im Blog berichtet. Im Ratgeber klären wir auf über Erpressertrojaner und Verschlüsselungssoftware und beschreiben auch, was ihr tun müsst, wenn ihr eine verdächtige Droh-E-Mail bekommt.

Damit ihr nicht ebenfalls Opfer werdet, braucht ihr einen Virenschutz, der Dokumente vor dem Öffnen scannt und gegebenenfalls warnt. Lasst euch von Eurem PC-SPEZIALIST in eurer Nähe beraten. Und sollte das Kind bereits in den Brunnen gefallen und euer PC mit einem Virus, Wurm oder anderer Schadsoftware verseucht sein, helfen unsere Technik-Experten euch mit einer Virenentfernung. Noch besser beraten seid ihr mit unserem Eins-für-Alles-Paket, das unter anderem tägliche Systemprüfungen durchführt und euch so bereits im Vorfeld vor Schaden bewahrt.

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