Impfpass-App CovPass
Author
Maren Keller, Fr, 21. Mai. 2021
in Smartphone & Tablet

Impfpass-App CovPass

So funktioniert der digitale Impfausweis per Impfpass-App

Aktualisiert am 10.06.2021

Der digitale Impfausweis kommt. Die Frage ist aktuell nur noch, wann. Klar ist allerdings, dass die digitale Variante des gelben Heftes per Impfpass-App kommen soll: Sie wird den Namen CovPass tragen.

Wie die App CovPass funktioniert, was Leute ohne Smartphone machen und ob das gelbe Impfheft seine Daseinsberechtigung verliert, erfahren Sie alle bei uns.

Impfpass-App kommt bald

Seit vor Kurzem die ersten Lockerungen für Genesene, Geimpfte und negativ Getestete in der Corona-Pandemie in Kraft getreten sind, stellt sich immer mehr Betroffene die Frage, wie sie ihren Impfstatus nachweisen können. Muss man künftig wirklich sein gelbes Impfbuch mitnehmen und vorzeigen oder gibt es andere, digitale Möglichkeiten, seinen Impfstatus nachzuweisen?

Tatsächlich gibt es Pläne und die schreiten aktuell schnell voran. Geplant ist eine deutsche App. Die Impfpass-App wird den Namen „CovPass“ tragen. Zwar ist die App noch nicht in den AppStores erhältlich, aber das Robert-Koch-Institut terminiert das Erscheinen mit „bald“ und zeigt bereits, wie sie funktionieren wird.

Demnach könne Nutzer mit der Impfpass-App Ihren Impfstatus in drei kurzen Schritten nachweisen:

  1. Nach Erhalt der Corona-Impfung übertragen Sie das Impfzertifikat per QR-Code auf Ihr Smartphone.
  2. Als Nachweis für den vollständigen Schutz zeigt die Impfpass-App namens CovApp den QR-Code an.
  3. Zeigen Sie bei Bedarf den QR-Code vor und lassen Sie ihn von der prüfenden Person scannen.

Sie sehen, der Umgang mit der App ist denkbar einfach. Doch was ist mit Personen, die kein Smartphone haben oder am Datenschutz zweifeln? Welche Daten enthält der QR-Code überhaupt?

Impfpass-App: Montage von drei Bildern, die die drei Schritte zum digitalen Impfnachweis zeigen. Bild: ©Robert-Koch-Institut/Montage PC-SPEZIALIST

Mit der Impfpass-App in drei Schritten zum digitalen Impfnachweis. Bild: ©Robert-Koch-Institut/Montage PC-SPEZIALIST

Impfpass-App oder Impfpassbuch? Was gilt?

Eines steht wohl bereits jetzt fest: Der Impfpass in Papierform behält weiterhin seine Gültigkeit. In ihm werden weiterhin vorgenommene Impfungen dokumentiert. Zusätzlich können Bürger:innen aber mit der Impfpass-App „CovPass“ ihre Corona-Schutzimpfungen direkt auf das Smartphone laden. Dabei stellt ein spezieller Verifizierungsmechanismus sicher, dass die Informationen nicht gefälscht werden können.

Die App wird kostenlos sein und vom Robert Koch-Instituts angeboten. Besonders wichtig: Die Nutzung der Impfpass-App ist freiwillig. Das bedeutet, dass Sie weiterhin Ihren gelben Impfausweis mitnehmen und bei Bedarf vorzeigen können.

Der Vorteil der App: Sie zeigt lediglich die Corona-Schutzimpfung an, während bei der Vorlage des gelben Impfbuches zahlreiche Impfungen für die prüfende Person sichtbar werden. Was einem lieber ist, wird jeder für sich abwägen müssen. Sicher ist: In naher Zukunft wird der digitale Impfnachweis per Impfpass-App eine immer größere Rolle spielen. Nämlich genau dann, wenn immer mehr Geschäfte, Gastronomiebetriebe und Veranstaltungen öffnen beziehungsweise Öffnungen durchgeführt werden dürfen.

Ist der digitale Impfpass, also die Impfpass-App sicher?

Die Frage, die bei allen digitalen Neuentwicklungen mitschwingt, ist die Frage nach der Sicherheit. Welche Daten werden in der Impfpass-App gespeichert und wie sicher sind sie? Das Robert-Koch-Institut betont: „Ihre Daten bleiben Ihre Daten“. Soll heißen, die Daten sind sicher.

Aber welche Daten enthält die Impfpass-App, bzw. der vorgezeigte QR-Code? Laut RKI sollen nur Information enthalten sein, die beweisen, dass die Impfung gültig ist. Der QR-Code wird also nur den minimalen Datensatz nach den EU-Vorgaben enthalten. Dazu gehören gegebenenfalls die Chargennummer, der Namen des Geimpften und das Geburtsdatum. Das alles ist in der Impfpass-App lokal auf Ihrem Smartphone gespeichert. Zudem bleibt es immer Ihre Entscheidung, ob und wem Sie den Impfpass digital vorzeigen möchten.

Und auch an die Datensicherheit wurde gedacht: Der QR-Code der Impfpass-App ist mit einer starken Signatur geschützt und kann nicht gefälscht werden. Dennoch sollten Sie auf einen umfassenden Schutz Ihres Smartphones nicht verzichten. Mit der passenden Antiviren-Software von PC-SPEZIALIST vor Ort sind Sie bestens gerüstet.

Screenshot einer Darstellung der Impfpass-App des RKI. Bild: ©RKI

Fälschungssicher und einfach zu bedienen wird die Impfpass-App namens CovPass sein. Bild: ©RKI

Was kann der digitale Impfausweis noch?

Neben der Speicherung des Impfnachweises soll der digitale Impfausweis bzw. die Impfpass-App namens CovPass aber noch wesentlich mehr können. Aber was?

Der Spiegel berichtet, dass auch negative Ergebnisse von Antigen-Schnelltests, die von Dritten durchgeführt werden, ein grünes Ampelsignal auf dem Smartphone-Screen auslösen. Diese Funktion würde leichtere Grenzübertritte innerhalb der Europäischen Union ermöglichen. Die EU hatte sich zuvor auf einen gemeinsamen Standard für den digitalen Impfnachweis verständigt, eine Einigung steht allerdings noch aus. Auch die Information, dass man von einer Covid-Erkrankung genesen ist, wird sich hinterlegen lassen können.

Die Frage nach nach dem Wie ist allerdings noch nicht geklärt. Aber die App ist ja auch noch in der Entwicklung. Mit der Impfpass-App CovPass haben Sie also drei Möglichkeiten, Ihren Status nachzuweisen: doppelte Impfung, nachgewiesener Negativ-Test oder ein Genesenen-Status.

Impfpass-App ist freiwillig

Wichtig bei aller Digitalisierung: Der Download und die Nutzung der Impfpass-App ist keine Pflicht, sondern eine freiwillige Ergänzung. Der gelbe (oder in seltenen Fällen noch weiße) Impfausweis behält weiterhin seine Gültigkeit. Wer kein Smartphone hat oder seins schnell verliert, muss sich also keine Sorgen machen, dass er ohne Impfpass-App weniger Rechte hat. Auch mit dem analogen Impfpass bekommt man alle Erleichterungen.

Übrigens: bei aller Freude über die erfolgte Impfung – verzichten Sie darauf, Impfpass-Bilder in sozialen Medien zu posten. Warum? Das erfahren Sie bei uns. Weitere wichtige Infos zum Thema Corona erhalten Sie ebenfalls bei uns im Blog.

Kennen Sie eigentlich bereits den neuesten Trend namens Workation? Jetzt, wo das Reisen wieder leichter möglich wird, erst recht, wenn die Impfpass-App kommt, können Sie damit Arbeit und Urlaub verbinden. Sprechen Sie doch mal mit Ihrem Arbeitgeber darüber. Ihnen fehlt die nötige Ausstattung, um außerhalb der Büroräume zu arbeiten? Dann verweisen Sie Ihren Chef auf die IT-Ausstattung von PC-SPEZIALIST. Wir unterstützen Sie gern dabei, Ihre Work-Life-Balance zu optimieren.

Update vom 01.06.2021: App nicht fälschungssicher

Der digitale Nachweis über eine erhaltene Impfung gegen das Coronavirus lässt sich Welt am Sonntag kinderleicht fälschen. Der Grund liegt im Nachweis der Impfung im gelben Impfpass. Dieser Nachweis soll ohne weitere Verifikation auf den neuen digitalen Impfausweis übertragen. Das Bundesgesundheitsministerium hat die Sicherheitslücke bereits eingeräumt und besteht auf besondere Vorsicht, wenn Impf-Daten digitalisiert werden.

Matthias Marx, Sprecher des Chaos Computer Clubs, sieht das Bundesgesundheitsministerium in der Verantwortung. Seiner Meinung nach fehle dem Eintrag in den analogen Impfpass eine Absicherung, etwa durch Hologramm-Aufkleber oder geprägtem Papier. Materialien, die sich „jeder auf Amazon zusammenklicken kann“, gehen für ihn gar nicht.

Update vom 10.06.2021: Impfpass-App kommt Montag

Der Start der digitalen Impfpass-App rückt in greifbare Nähe. Bereits ab kommenden Montag (14. Juni 2021) soll man sich in vielen Apotheken den digitalen Nachweis einer vollständigen Impfung nachträglich ausstellen lassen können. Das hat die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände mitgeteilt.

Künftig bekommen vollständig Geimpfte den Nachweise als QR-Code direkt in Arztpraxen oder im Impfzentrum, um ihn dann per Smartphone nutzen zu können. Eine nachträgliche Ausstellungen für diejenigen, die bereits vollständig geimpft sind, soll aber auch möglich sein – bei Ärzten und Apotheken. Über das Portal mein-apothekenmanager.de können Sie ab Montag nach Apotheken in Ihrer Nähe suchen, die den digitalen Impfnachweis ausstellen. Laut Bild.de soll die nachträgliche Ausstellung stolze 18 Euro kosten.

Vollständig Geimpfte erhalten ein Zertifikat mit QR-Code, den Sie in die Impfpass-App einscannen können. Die Impfpass-App namens CovPass soll noch vor dem 14. Juni zum Download in den App Stores bereitstehen – Stand heute (10. Juni) ist sie noch nicht abrufbar. Wer keine zweite Corona-App auf seinem Handy haben möchte, kann den QR-Code auch in die Corona-Warn-App einbinden. Hierfür soll in den nächsten Tagen das Update bereitstehen.

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Weiterführende Links: Zusammen gegen Corona/Impfnachweis, Zusammen gegen Corona, Spiegel, digitaler Impfnachweis App, Impfdashboard, PC-Welt, trojaner-info.de, Businessinsider, Bild

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