Amazon Kontosperrung
Author
Maren Keller, Do, 6. Jul. 2017
in Aktuelles

Amazon Kontosperrung

Neuer Amazon Betrug per E-Mail

Habt ihr auch gerade wieder eine Amazon E-Mail bekommen? Denn zurzeit ist mal wieder eine in Umlauf. Die Hintermänner versuchen, mit einer Amazon Kontosperrung zu drohen.

Wir erklären euch, woran ihr erkennen könnt, ob diese E-Mail echt ist oder nicht und was dahinter steckt.

Eines ist auf jeden Fall sicher: Der Online-Versandriese ist nicht Versender dieser E-Mails. Sein Name wurde von Kriminellen missbraucht.

Amazon Kontosperrung

Mit einer Amazon Kontosperrung droht die neuste Amazon Mail, die gerade in Umlauf ist.

Amazon Email wegen Amazon Kontosperrung

Habt ihr auch eine Amazon E-Mail wegen einer Amazon Kontosperrung bekommen? Welche E-Mail aktuell in Umlauf ist, zeigt euch der Screenshot. In der E-Mail geht es um die PSD Zahlungsdienstrichtlinie der EU. Die gibt es tatsächlich, allerdings ist sie nicht zum 1. Juli in Kraft getreten, sondern schon viel früher. Sie regelt den nationalen Zahlungsverkehr und ist bereits seit 2009 gültig. Neu an der PSD Zahlungsdienstrichtlinie war, dass Banken und Sparkassen seit Inkrafttreten von der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) beaufsichtigt werden. Seit Januar 2016 gibt es bereits eine novellierte Fassung. Die PSD II verfolgt das Ziel, die „Sicherheit zu verbessern, Wahlmöglichkeiten für Verbraucher zu erweitern und mit Innovationen Schritt zu halten“.

Betrug mit Amazon Kontosperrung erkennen

Doch wie könnt ihr den Betrug mit der Amazon Kontosperrung erkennen? Wenn ihr euch über die PSD Zahlungsdienstrichtlinie informiert habt, wisst ihr ja eigentlich schon, dass die Amazon E-Mail nicht echt sein kann. Aber in der E-Mail finden sich noch mehr „Beweise“: Rechtschreibfehler, unnötige Leerzeichen und untypische Zeilenumbrüche seien ebenso genannt, wie ein verzerrtes Amazon-Logo. Die Auffälligkeiten im Einzelnen:

  • „in Kraft gesetzt“ ist untypisch. Üblicherweise heißt es, etwas ist „in Kraft getreten“,
  • „vorallem“ schreiben die Hintermänner. Richtig heißt es „vor allem“,
  • „Sicheres Authentifizierungsverfahren“ – „sicheres“ als Adjektiv wird allerdings klein geschrieben,
  • Amazon versendet seine E-Mails mit den Absendern amazon.com oder payments.amazon.de aber nicht mit onlinehome.de,
  • die anonyme Anrede zeigt, dass die E-Mail für möglichst viele Empfänger passen soll.
Amazon Kontosperrung2

E-Mail mit Amazon Kontosperrung ist Phishing.

Amazon Kontosperrung ist Phishing

Der Absender der Amazon E-Mail ist angeblich Kundenberater Michael Berger. Unsere Recherchen haben allerdings keinen Mitarbeiter dieses Namens bei Amazon ergeben. Ihr werdet in der E-Mail aufgefordert, den Link „Weiter zur Prüfung“ anzuklicken. Denn schließlich ist ja das Ziel angeblich, eure Sicherheit durch ein Authentifizierungsverfahren zu vergrößern. Und natürlich wird auch direkt Druck aufgebaut. Wer nicht innerhalb von sieben Tagen reagiert, dessen Konto wird gesperrt. Da kann es schon mal passieren, dass ihr vor lauter Überraschung auf den Button klickt. Wenn ihr Glück habt, erkennt euer Browser, dass es sich bei der Amazon Kontosperrung um einen Phishing-Versuch handelt und verweigert den Zugriff, wie unser Screenshot zeigt.

Auf den Phising Button geklickt – was nun?

Habt ihr auf den Phishing Button geklickt und werdet nicht von eurem Browser gestoppt? Dann landet ihr auf amzsaferupdate.online/ama_zon – einer Seite, die nichts mit Amazon zu tun hat, wie der Online-Händler auf seiner Hilfe-Seite erklärt. Dort wird beschrieben, dass Amazon nur auf Webseiten verlinkt, die vor der Endung amazon.de stets ein Punkt haben, niemals einen Bindestrich oder gar eine Ziffernfolge.
Was auf der Seite folgt, können wir nur vermuten, da unser Browser die Weiterleitung gesperrt hat. Eine optisch identische Amazon E-Mail gab es allerdings bereits zu Jahresbeginn. Wer in dieser E-Mail den Button anklickte, kam auf eine gefälschte Amazon LogIn-Seite. Dort musstet ihr persönliche Daten wie Name, Anschrift und Telefonnummer, sowie eure bei Amazon registrierten Bankdaten eingeben. Klassisches Phishing also. Vermutlich ist auch die aktuelle E-Mail ein Phishing-Versuch. Deshalb raten wir euch, auf keinen Fall eure Daten einzugeben. Tut ihr das doch, bekommen die Kriminellen Zugriff auf euer Konto und können nach Lust und Laune auf eure Kosten shoppen.

Unser Tipp: Amazon Kontosperrung ignorieren

Am besten ist, ihr ignoriert die E-Mail zur Amazon Kontosperrung einfach. Löscht sie und reagiert in keinster Weise. Wenn ihr nicht genau wisst, wie Phishing funktioniert, dann lest unbedingt unseren Ratgeber Was ist Phishing?. Wir haben auch hier schon mehrfach über Phishing-Versuche berichtet. Weitere Artikel sind Google Support Fake, ING DiBa E-Mail und Amazon Email.

Seid ihr auf einen Phishing-Versuch hereingefallen? Dann kommt schnell zu eurem PC-SPEZIALIST vor Ort. Mit unserem Sicherheits-Check finden wir jede Sicherheitslücke und beugen so dem Datenmissbrauch vor. Und unsere professionelle Virenentfernung befreit eure Rechner von jedem Wurm, Virus und Trojaner.

2 Kommentare

  1. Wullengerd sagt:

    Ich habe auch so eine E-Mai bekommen

    1. Renate Stosch sagt:

      Es ist jetzt bestimmt das dritte mal, dass ich so eine mail wegen möglicher Kontosperrung angeblich von Amazon bekomme. Ich habe überhaupt kein Konto bei Amazon, kaufe dort so gut wie gar nicht. Der Absender lautet: service@ama.de*.
      Heute ist der 9.2.2019

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