Netflix-Account teilen
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Maren
in Aktuelles

Netflix-Account teilen

Ist Account-Sharing erlaubt und legal?

Wer Videos streamen möchte, kommt an Netflix und Co. nicht vorbei. Im Angebot sind bei Netflix mehrere Abo-Pakete und mit dem Premium-Abo dürft ihr auf bis zu vier Geräten gleichzeitig streamen. Doch dürft ihr euren Netflix-Account teilen?

Wenn ihr Netflix teilen wollt, geht das natürlich nur mit dem Standard oder Premium Account, bei denen ihr mehrere Geräte parallel nutzen könnt. Was ihr dabei beachten müsst, erfahrt ihr hier.

Nach neuesten Zahlen hatte Netflix im Oktober 2017 weltweit 109 Millionen Abonnenten. Zuletzt machte das Unternehmen allerdings Schlagzeilen, weil der Preis anstieg, ohne dass sich die Leistung änderte. Lest dazu auch unseren Blogbeitrag Neue Netflix Abo Kosten. Immer wieder wird der Name des Unternehmen auch für Phishingversuche missbraucht, wie zuletzt, als ihr angeblich Netflix aktualisieren solltet.

Netflix-Account teilen

Äußerst beliebt ist das Streamen von Serien und Filmen. Aber dürft ihr auch euren Netflix-Account teilen?

Netflix-Account teilen? Was ist erlaubt?

Mit dem Premium-Abo auf vier Geräten gleichzeitig streamen? Wie soll das denn gehen? Wer kann denn als Einzelperson gleichzeitig auf vier Fernsehern/Smartphones/Tablets Filme und Serien anschauen? Es scheint, als sei Netflix zum Teilen gemacht. Wenn ihr euren Netflix-Account teilen möchtet, braucht ihr keine Angst vor Sanktionen von Netflix zu fürchten. Eine Schließung eures Accounts oder sonstige Strafen sind nicht zu erwarten. Denn bislang ist es so, dass ihr je nach Abonnement den Streaming-Dienst auf bis zu vier Geräten gleichzeitig nutzen könnt. Dabei ist es egal, wo diese Geräte sich befinden und wem sie gehören. Das zeigt auch ein Blick in die aktuellen AGB vom Januar 2017.

Dort wird lediglich die kommerzielle und öffentliche Nutzung untersagt. Aber Punkt 5 der AGB sagt: Das Mitglied, das das Netflix-Konto erstellt hat und dessen Zahlungsart mit den Mitgliedsgebühren belastet wird (der „Kontoinhaber“), hat Zugriff auf und Kontrolle über das Netflix-Konto (…). Um die Kontrolle über das Konto zu bewahren und den Zugriff durch Unbefugte zu verhindern (…), muss der Kontoinhaber immer die Kontrolle über die für den Zugriff auf den Dienst genutzten Netflix-kompatiblen Geräte haben und darf das Passwort beziehungsweise die Kontoangaben zur gewählten Zahlungsart nicht mit Dritten teilen.

Netflix-Account teilen – Was bedeuten die AGB?

Dürft ihr denn nun euren Netflix-Account teilen oder etwa doch nicht? Was bedeutet der Punkt der allgemeinen Geschäftsbedingungen? Letztlich bedeutet es, dass es nicht erlaubt ist, das Passwort oder die Kontoangaben mit Dritten zu teilen. Und weiter: Die Nutzung ist ausschließlich im privaten Rahmen gestattet. Es ist also durchaus möglich, euren Account mit Familienmitgliedern zu teilen, wenn sie sich im selben Haushalt befinden. Wohngemeinschaften fallen dagegen schon in eine rechtliche Grauzone, werden bisher aber von Netflix geduldet. Allerdings sind die Nutzungsbedingungen eher schwammig: Hat ein Elternteil ein Nutzerkonto, dann darf ein Profil beispielsweise auf dem Smartphone des Kindes angelegt werden. Allerdings nur vom Abonnenten selbst, denn nur er darf ja die Zugangsdaten kennen. Da das Elternteil ja stets die Kontrolle über alle Netflix-Geräte haben muss, müsste sich das Kind jedesmal, wenn es das Haus mit dem Smartphone verlässt, von Netflix abmelden. Denn dann befindet sich das Gerät nicht mehr unter der Kontrolle des Kontoinhabers.
Die Vermutung liegt nahe, dass hier lediglich die Interessen der Rechteinhaber eine Rolle spielen. Netflix selbst hat kein Interesse an der Durchsetzung der Regeln, falls das technisch und organisatorisch überhaupt möglich ist. Preislich ist Account-Sharing auf jeden Fall interessant: Gegenüber vier einzelnen Nutzerkonten könnt ihr bis zu 42 Euro sparen. Allerdings: Teilen und kassieren ist ausdrücklich verboten. Ein Konto, vier Nutzer, jeder zahlt 3,50 Euro? Das hört sich praktisch an, ist aber nicht erlaubt. So steht in den AGB: „Sie stimmen zu, Inhalte und Informationen, die auf Netflix zur Verfügung stehen … nicht zum Kauf anzubieten…“.
Netflix-Account teilen

Dürft ihr den Netflix-Account teilen?

Netflix-Account teilen – so geht’s

Wenn ihr euch also das Abo nicht preislich teilt, dann könnt ihr den Netflix-Account teilen. Das ist erlaubt. Das funktioniert folgendermaßen: Da ihr eure Login-Daten nicht weitergeben dürft, meldet ihr euch auf dem Gerät eurer Freunde bzw. Familienmitglieder an. E-Mail und Passwort werden auf dem Gerät gespeichert, so dass sie künftig nicht mehr eingegeben werden müssen. Dann legt sich jeder Nutzer ein eigenes Profil an. Dafür geht ihr auf „Konto“/„mein Profil“/„Profile verwalten“. Wichtig ist ein eindeutiger Name des Profils, damit es später nicht zu Verwechslungen kommt.

Aber denkt daran: Streamen mehrere Personen im Haushalt gleichzeitig über Netflix Filme, muss eure Internetleitung schnell genug sein. Um in HD zu streamen, benötigt ihr mindestens eine Bandbreite von 5 MBit/s. Für Netflix in Ultra HD sollten es schon 25 Mbit pro Sekunde sein. Das bedeutet: sitzen vier Leute eines Haushaltes gleichzeitig vor vier Fernsehern und schauen Netflix-Serien, braucht ihr dafür eine Geschwindigkeit von 100 MBit pro Sekunde, damit das Bild nicht ruckelt. Sollte Netflix dennoch einmal ruckeln, hilft euch hoffentlich unser Blogbeitrag Netflix ruckelt.

Account-Sharing bei Spotify und Co. möglich?

Und wie sieht es bei anderen Anbietern aus? Was ist mit Apple Music, Spotify oder Amazon Prime? Ist dort das Account-Sharing erlaubt? Wir haben uns die verschiedenen Streaming-Dienste einmal angeschaut:

Netflix-Account teilen

Dürft ihr bei anderen Anbietern Account-Sharing betreiben?

Account-Sharing mit Spotify?

Bei Spotify gibt es eine sogenanntes Familien-Abo mit Namen „Premium Family“. 14,99 Euro kostet es und gilt für sechs Konten. Im besten Fall zahlt jeder einzelne Nutzer also nur 2,50 Euro. Allerdings funktioniert das Familien-Abo nur, wenn alle Nutzer die gleiche Anschrift haben. Spotify kontrolliert die Angaben, indem es die Postleitzahlen der Account-Inhaber überprüft. Bei Konten mit abweichenden Postleitzahlen schreibt Spotify die Nutzer an und bittet, die Adressen zu bestätigen. Ändern könnt ihr einmal getätigten Angaben allerdings nicht mehr. Wer auf ein solches Schreiben nicht reagiert oder eine andere Adresse bestätigt, wird auf Spotify Free zurückgestuft. Das trifft beispielsweise Familien, wenn sich der getrennt lebende Vater und seine bei der Mutter lebenden Kinder einen Account teilen. Wohngemeinschaften und Nachbarn in Mehrfamilienhäusern profitieren dagegen vom Familientarif und können Account-Sharing betreiben.

Account-Sharing mit Google Play Music?

Google Play Music bietet ebenso wie Spotify ganz viel Musik – für 9,99 Euro im Monat und ohne Werbeunterbrechungen. Hier gibt es ebenfalls einen Familientarif für bis zu sechs Mitglieder für 15 Euro im Monat. Vorteil bei Google: Adressen werden nicht nachgefragt und die Nutzer des Familientarifs müssen nur im selben Land leben wie der Administrator der Gruppe. Außerdem dürfen die Mitglieder der Gruppe keiner anderen Familiengruppe angehören. Das bedeutet, dass Google unter „Familie“ nicht nur die Verwandtschaft versteht. Tut ihr euch mit Freunden, Nachbarn oder Fremden zusammen, dürftet ihr keine Probleme beim Account-Sharing bekommen.

Account teilen bei Apple Music?

Auch bei Apple Music gibt es ein Gemeinschaftsabo für 15 Euro. Über die Familienfreigabe kann der Familienorganisator bis zu fünf zusätzliche Personen zur Gruppe hinzufügen, so dass ihr mit Apple Music ebenfalls Account-Sharing betreiben könnt. Voraussetzung ist, dass jedes Gruppenmitglied eine eigene Apple-ID hat. Aber Vorsicht: Abgerechnet wird über eine einzige Kreditkarte. Wenn einzelne Gruppenmitglieder im AppStore shoppen, zahlt der Gruppenorganisator, der keine Kontrolle über die Käufe der Mitglieder hat. Es sei denn, sie sind minderjährig. Deshalb ist die Familiengruppe bei Apple vor allem für Familien interessant. Riskant könnte dagegen das Teilen des Accounts mit Fremden oder  Nachbarn werden.

Account-Sharing mit Maxdome?

Eine Film- und Serien-Flatrate gibt es bei Maxdome für 7,99 Euro im Monat. Fünf Geräte kann der Abonnent für das Streaming zwar registrieren, gleichzeitig nutzen lassen sich aber immer nur zwei. Und auf denen dürft ihr nicht die gleichen Inhalte zur selben Zeit streamen. Account-Sharing ist in den AGB außerdem verboten: „Kennwörter/Passwörter dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden.“

Account teilen mit Amazon Prime?

Bei Amazon Prime gibt es nicht nur Versandvorteile, sondern für 7,99 Euro im Monat auch Zugriff auf Amazon Prime Music und Video. Wer sich für ein ganzes Jahr bindet, zahlt 69 Euro, also nur 5,75 Euro pro Monat. Die Streamingdienste stehen allerdings nur dem Accountinhaber zur Verfügung. Bei Prime Music bricht der Stream ab, sobald sich ein Nutzer auf einem Zweitgerät anmeldet. Der Video-Stream funktioniert zwar auf zwei Geräten gleichzeitig, allerdings dürfen wie bei Maxdome auch hier nicht die gleichen Inhalte parallel laufen.

Weitere Infos zum Netflix-Account Teilen

Wenn ihr noch gar keine Ahnung von Netflix und Co. habt, dann lest euch unbedingt unseren Ratgeber Was ist Netflix durch. Dort werden alle wichtigen Fragen zum Streaming-Dienst beantwortet. Was ihr beim Thema Online-Stream beachtet müsst, erklärt euch ebenfalls einer unserer Ratgeber. Und falls euer Internet mal schlapp macht, helfen unsere Tipps und Tricks, die ihr in dem Ratgeber Ist Ihr Internet zu langsam? findet. Braucht ihr Hilfe bei der Einrichtung eures WLAN-Netzes? Dann kommt zu eurem PC-SPEZIALIST vor Ort und nehmt unsere DSL-WLAN-Einrichtung in Anspruch – zum Festpreis.

Weitere Infos zum Thema Netflix-Account teilen findet ihr in den Artikeln Netflix: Das müssen Sie beachten, Account teilen: Darf man das?, Account-Sharing bei Netflix und Co. und Darf ich meinen Account teilen?.

2 Kommentare

  1. P.K. sagt:

    „Nach neuesten Zahlen hatte Netflix im Oktober 2017 weltweit 109 Abonnenten.“ … und ohne mich wären es nur 108 ??

    1. PC-SPEZIALIST Team sagt:

      Hallo P.K.!

      Da hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen! Vielen Dank für den Hinweis. Gemeint waren natürlich 109 Millionen Abonnenten!

      Viele Grüße
      Dein Pc-SPEZIALIST Team

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