Face ID für WhatsApp
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Maren Keller, Di, 12. Feb. 2019
in Smartphone & Tablet

Face ID für WhatsApp

Auch Entsperren per Touch ID wird neue WhatsApp-Funktion

Mit zwei neuen Funktionen will WhatsApp die Sicherheit seiner Nutzer vergrößern. Die Rede ist vom Entsperren von WhatsApp per Face ID und Touch ID. 

Wann die Funktionen kommen und ob sowohl Android- als auch Apple-Nutzer davon profitieren, erfahrt ihr bei uns.

Datendiebstahl durch Datenlücken und Datenlecks

Datenlücken gibt es, wohin man blickt. Auch wir berichten immer wieder über Datenlecks und Datendiebstahl – sei es beim Sprachassistenten Siri, beim Datenklau Collection #1 oder bei der Gefahr durch WhatsApp-Videoanrufe. Umso wichtiger ist die ständige Weiterentwicklung von Apps und die Installation eines aktuellen Virenschutz auf Computer und Notebook sowie Smartphone und Tablet, um eine größtmögliche Sicherheit zu haben.

Auch WhatsApp wird ständig weiterentwickelt, damit ihr möglichst nicht abgehört werden könnt und niemand eure Daten abfangen und mitlesen kann. Deshalb wurde unter anderem die Ende-zu Ende-Verschlüsselung eingeführt. Noch mehr Sicherheit soll das Entsperren per Face ID und Touch ID bringen.

Screenshot des Fensters, wenn man Touch ID oder Face ID aktiviert hat. Foto: Screenshot

Wer die neue Sperrfunktion aktiviert hat, bekommt künftig diese Meldung. Foto: Screenshot

Face ID und Touch ID für WhatsApp

Dass es schon bald die Sicherheitsfunktionen Face ID und Touch ID in WhatsApp geben wird, darüber berichtet wabetainfo in seinem Blog. Von WhatsApp selbst gibt es noch keine Infos zu den geplanten Funktionen.

Die neuen WhatsApp-Funktionen wird es vermutlich mit der neuesten WhatsApp-Version (2.19.20) geben. Dann könnt ihr die Sicherheitseinstellungen Face ID und Touch ID aktivieren. Nur mit dem gespeicherten Fingerabdruck und/über die Gesichtserkennung könnt ihr dann die App öffnen. Damit will WhatsApp verhindern, dass Fremde Zugriff auf die App und somit eure Kontakte und Chats bekommen. Nur ihr selbst könnt dann noch WhatsApp öffnen. Übrigens: Erkennt WhatsApp weder euer Gesicht noch euren Fingerabdruck, müsst ihr euer Handy-Passwort eingeben.

Neue Funktionen vorerst nur für iPhones

Aktuell befinden sich die neuen WhatsApp-Funktionen in einer Testphase. Mit dem nächsten Update könnt ihr dann aber Touch ID und Face ID nutzen. Dafür geht ihr in die „Einstellungen“ (drei Punkte oben rechts), wählt „Datenschutz“, „Bildschirmsperre“ und legt den Schalter hinter „Face ID/Touch ID“ um. Sobald ihr die Funktion aktiviert habt, könnt ihr außerdem festlegen, wann die entsprechende Kontrolle erforderlich ist: Sofort nach dem Schließen der App oder erst nach einer von euch festgelegten Zeit.

Bislang wird die neue Funktion für WhatsApp nur für iPhones getestet. Voraussetzung für die Nutzung ist iOS 8+ für Touch ID. Die Entsperrmöglichkeit per Face ID werden vermutlich nur die neuesten iPhones erhalten: das iPhone X sowie die beim vergangenen Apple-Event vorgestellten iPhone XR, iPhone XS und XS Max.

Neue Funktionen kommt für Android später

Aber auch alle Android-Nutzer dürfen sich in hoffentlich naher Zukunft über die Zugangssperre zu WhatsApp per Fingerabdruck freuen. So schreibt wabetinfo in seinem Blog, dass jetzt auch für Android an der Authentifizierung per Fingerprint gearbeitet wird. Voraussetzung dafür ist allerdings mindestens die Betriebssystemversion Android Marshmellow, also Android 6. Und natürlich muss euer Smartphone auch über einen Fingerabdrucksensor verfügen.

Was haltet ihr von den neuen Sicherheitsfeatures für WhatsApp? Werdet ihr sie nutzen oder interessiert euch die Sicherheit der App nicht? Vielleicht nutzt ihr WhatsApp ja auch gar nicht, sondern habt einen anderen Messenger? Lasst es uns in unseren Kommentaren wissen.

Update vom 26.02.2019: Sicherheitslücke bei Face ID entdeckt

Die biometrische Sperre von WhatsApp sollte für mehr Sicherheit sorgen, doch jetzt wurde bekannt, dass sich die App-Sperre mit einem einfachen Trick umgehen lässt. Statt mehr Sicherheit also eine Sicherheitslücke. Das Problem entsteht dann, wenn ihr als Zeitpunkt, wann die Sperre in Kraft tritt, nicht die Option „sofort“ eingebt, sondern eine zeitliche Verzögerung.

Dann ist es nämlich so, dass ihr beispielsweise über die Foto-App ein Foto auswählen könnt, es über Teilen direkt in WhatsApp öffnet – und schon seid ihr in der eigentlich per Face ID gesperrten App. Und zwar ohne, dass ihr einen Fingerabdruck oder Gesichtsscan machen müsst.

Einziger Ausweg ist hier, die Sperre per biometrischer Daten auf „sofort“ zu stellen. Da es inzwischen ein Update für iOS gibt, solltet ihr das außerdem installieren.

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