Schritte zählen mit Fitbit
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Maren Keller, Do, 14. Nov. 2019
in Hardware & Software

Schritte zählen mit Fitbit

Was nach der Übernahme durch Google wichtig ist

Schritte zählen liegt immer noch voll im Trend. Kein Wunder also, dass es eine Vielzahl verschiedener Fitness-Tracker gibt. Sie alle sammeln zum Teil höchst private Daten. 

Jetzt hat Google den Hersteller Fitbit übernommen. Was das für eure Daten bedeutet, erfahrt ihr hier.

Schritte zählen mit Fitbit?

Fitbit ist ein beliebter Hersteller von Geräten, die Schritte zählen, sogenannten Schrittzählern, oder Fitness-Armbändern. Mittlerweile sind die kleinen Fitness-Tracker weit mehr als schlichte Schrittzähler. Sie zeichnen allerlei Daten ihres Trägers auf und speichern sie.

Zu den Produkten, die Fitbit herstellt, gehören auch Smartwatches und intelligente Waagen. Ziel sämtlicher Fitbit-Produkte ist laut Unternehmens-Webseite, „Menschen dabei zu unterstützen, ihren Lebensstil positiv zu verändern“. Dabei sollen sie „Spaß haben, lächeln und ihr Leben selbst in die Hand nehmen.“

Anfang November hat Google Fitbit gekauft und Datenschützer sind besorgt. Denn was mit den Daten von rund 28 Millionen Nutzern wirklich passiert, ist bislang unklar.

Das Bild zeigt vier Schrittzähler, die Schritte zählen. Bild: Pixabay

Fitness-Tracker gibt es in unterschiedlichsten Varianten. Aber welche Daten werden gesammelt? Bild: Pixabay

Google kauft Fitbit und erhält persönliche Daten

Google hat für Fitbit insgesamt 2,1 Milliarden Dollar bezahlt. Eine stolze Summe. Und für das US-Unternehmen war dabei sicherlich nicht nur die Hardware interessant. Denn durch die Übernahme bekommt Google auch Zugriff auf eure persönlichen Daten. Laut Verbraucherzentrale verwaltet Fitbit Fitness- und Gesundheitsdaten von mehr als 28 Millionen Menschen.

Und diese Daten dürften den Internet-Riesen besonders interessieren. Denn auch mit reinen Schrittzählern werden längst mehr Informationen gespeichert als die Tatsache, ob ihr eure Schritte zählen lasst. Angeblich wird Google die Gesundheitsdaten der Nutzer niemals verkaufen oder für Werbung nutzen, versichert Fitbit in einer Pressemitteilung.

Dass solche Versprechen oftmals nicht gehalten werden, zeigen Facebook und WhatsApp. Daten sollten nicht gekoppelt werden, Werbung nicht geschaltet werden. Beides ist mittlerweile eingetreten.

Schritte zählen – aber sicher!

Wer nicht auf die Versprechen der Firma bauen will, und zudem nicht möchte, dass Google noch mehr Daten erhält, dem rät die Verbraucherzentrale zu einem drastischen Schritt: Ihr müsst euren Account löschen. Danach funktionieren natürlich nicht mehr alle Fitbit-Services, dafür kommen eure Gesundheitsdaten nicht mehr in Googles Hände. Und das Google sowieso schon jede Menge von euch weiß, haben wir euch in unserem Blogbeitrag Anonym im Internet gezeigt.

Folgendermaßen löscht ihr den Fitbit-Account und verhindert dadurch, dass Google Zugriff auf eure Gesundheitsdaten bekommt:

  • Geht zur Fitbit-Seite und loggt euch mit euren Anmeldedaten ein.
  • Öffnet die „Einstellungen“ und wählt „persönliche Einstellungen“.
  • Scrollt nach unten und wählt „Konto löschen“.
  • Anschließend öffnet sich ein weiteres Fenster, in dem ihr erneut euer Passwort eingeben müsst.
  • Macht ihr das, bekommt ihr eine E-Mail, mit der ihr die Löschung noch einmal bestätigen müsst.

Ihr müsst also abwägen, was euch wichtig ist: der Schutz eurer persönlichen Daten oder die volle Funktionalität der Fitbit-Services. Beides geht nicht.

Anonym die Schritte zählen

Klar ist, dass ihr nicht auf Schrittzähler verzichten könnt, wenn ihr eure Schritte zählen möchtet. Denn im Kopf jeden Schritt mitzuzählen, ist wohl kaum möglich. Wenn ihr euch einen Schrittzähler zulegt, der nicht mehr können muss als Schritte zu zählen, dann reicht ein ganz einfaches Gerät. Das benötigt dann weder eine App noch ein Smartphone oder Bluetooth. Schrittzähler beschreibt mehrere solcher einfachen Fitness-Tracker.

Wer ein komplexeres Gerät nutzen möchte, das auch Herzschlag, Puls und weitere Leistungsparameter misst, der wird auf eine App nicht verzichten können. Wo eure Daten ausgewertet werden, wer Zugriff hat und was mit ihnen passiert, weiß dann aber kaum jemand.

Wie haltet ihr es mit dem Schutz eurer Daten? Macht ihr euch Gedanken, wer welche Infos von euch hat oder seid ihr eher der Meinung, dass es in der heutigen digitalen Welt gar nicht anders geht? Lasst es uns in unseren Kommentaren wissen. Besten Schutz (Updates, Datensicherung und Virenschutz) bietet euch auf jeden Fall unser Eins-für-Alles-Paket. Informiert euch bei eurem PC-SPEZIALIST vor Ort.

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