Messenger-Dienste zusammenlegen?
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Maren, Mi, 30. Jan. 2019
in Aktuelles

Messenger-Dienste zusammenlegen?

Werden Facebook, Instagram und WhatsApp eins?

Zuckerberg plant den nächsten großen Coup in Sachen Datensammlung. Angeblich will er den Facebook Messenger, WhatsApp und Instagram zusammenlegen. Und das nur, damit ihr Dienst-übergreifend kommunizieren könnt. 

Was wirklich hinter der Zusammenlegung der Dienste steckt und wann sie kommt, erfahrt ihr bei uns.

Zusammenlegen der Messenger-Dienste

Facebook plant das Zusammenlegen seiner Messenger-Dienste. Damit will Facebook-CEO Mark Zuckerberg das Versenden verschlüsselter Nachrichten zwischen den verschiedenen Diensten ermöglichen. Eine Facebook-Sprecherin bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP einen Bericht der New York Times und sagte, das Unternehmen arbeite daran, „es einfacher zu machen, Freunde und Familie Netzwerk-übergreifend zu erreichen.“

Dafür soll Instagram mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ausgestattet werden. Bislang gibt es nur bei WhatsApp diese Art der sicheren Übertragung von Nachrichten standardmäßig. Beim Facebook Messenger könnt ihr die Funktion bereits dazuschalten.

Smartphone mit Chat-Apps symbolisiert das Zusammenlegen von Instagram, WhatsApp und Facebook. Foto: Pixabay/Zuschnitt: Pc-SPEZIALIST

WhatsApp, Instagram, Facebook – Zuckerberg plant das Zusammenlegen der Dienste. Foto: Pixabay/Zuschnitt: PC-SPEZIALIST

WhatsApp- und Instagram-Gründer sind gegangen

Nachdem Facebook Instagram und WhatsApp gekauft hatte, waren die Gründer der Dienste bis zum vergangenen Jahr noch Teil des Online-Netzwerkes. Mittlerweile gehen sie alle eigene Wege, weil es Spannungen mit Zuckerberg gegeben haben soll. Er wollte demnach mehr Einfluss auf die Führung der Dienste haben und unter anderem Werbung implementieren. Damit will er vor allem auch mit dem kostenlosen Messenger WhatsApp Geld verdienen.

Die technologische Weiterentwicklung von WhatsApp und Instagram liegt nun komplett in den Händen des Mutterkonzerns Facebook. Und das ist bemerkenswert, denn Zuckerberg hatte beim milliardenschweren Einkauf der Tochterfirmen die jeweilige Unabhängigkeit garantiert.

Hintergrund für das Zusammenlegen der Messenger

Was steckt hinter dem geplanten Zusammenlegen der Messenger-Dienste? Immerhin sind die Pläne bereits so weit fortgeschritten, dass die neue Software Ende dieses oder zu Beginn des kommenden Jahres eingesetzt werden könnte.

Für euch als Nutzer ändert sich optisch nichts. Jeder der drei Dienste erscheint weiterhin als eigenständiges Angebot in den App-Stores. Allerdings läuft dann bei allen drei Diensten dieselbe Software, so dass ihr untereinander Dienst-übergreifend kommunizieren könnt. Das hört sich zunächst einmal gut an, doch das wohlbekannte „Aber“ ist nicht weit weg.

Zusammenlegen erleichtert Abgleich der Nutzerdaten

Facebook-Chef Zuckerberg plant das Zusammenlegen der Dienste natürlich nicht, um euch einen Gefallen zu tun. Wobei es natürlich toll wäre, wenn ihr mit euren Freunden über verschiedene Chat-Dienste chatten könntet. Selbst Justizministerin Barley hatte bereits vorgeschlagen, WhatsApp zu öffnen – für die Kommunikation zwischen verschiedenen Messengern unterschiedlicher Anbieter.

Soweit geht Zuckerberg allerdings nicht. Er möchte lediglich das Zusammenlegen der eigenen Dienste. Und das nicht, um euch einen Gefallen zu tun, auch wenn sich das zunächst so anhört. Zuckerberg verfolgt ganz andere Ziele: Das Zusammenführen der drei Dienste macht es Facebook einfacher, Nutzerprofile anzulegen, Nutzerdaten abzugleichen und zu kombinieren.

Binäre Zeichen mit zwei Händen, die scheinbar zugreifen. Foto: Pixabay

Das Sammeln und Kombinieren der Nutzerdaten wird für Facebook noch einfacher. Foto: Pixabay

Auflagen für den Kauf von WhatsApp

In Europa durfte Facebook WhatsApp nur unter Auflagen übernehmen. Diese galten vor allem für den Umgang mit Nutzerdaten. Doch Facebook interessierte das wenig. Die Nutzerdaten hatte das Unternehmen weitergegeben und dafür eine Strafe von 110 Millionen Euro aufgebrummt bekommen. Zudem war der Datenaustausch verboten worden.

Nach Inkrafttreten der DSGVO hatte sich Facebook ganz einfach von seinen Nutzern den Datenaustausch mittels Nutzerbedingungen absegnen lassen. Wer nicht zustimmt, kann die Dienste nicht nutzen. Widerspruch ist zwecklos, wie ihr in den Blogbeiträgen Facebook-AGB und Facebook-Post nachlesen könnt.

Zusammenlegen der Dienste und die Datenpannen

Mit der aktuellen Planung, dem Zusammenlegen der Dienste, dürfte Facebook erneut Datenschützer auf den Plan rufen. Hinter den Plänen steckt eben nicht nur die Absicht, mehr Werbeeinnahmen zu generieren, sondern auch das Sammeln der Nutzerdaten.

Im Zusammenhang mit den vielen Datenpannen bei Facebook im vergangenen Jahr sollte sich also wirklich jeder überlegen, wie er mit dieser Neuerung umgeht. Zuletzt hatten wir über Facebook-Hacker, Datenschutzverstöße und Datenweitergaben berichtet.

Was haltet ihr von dem neuesten Plan? Sehr ihr mehr die Vorteile der Messenger-übergreifenden Kommunikation oder fürchtet ihr euch vor den Nachteilen durch das Datensammeln? Lasst es uns in unseren Kommentaren wissen. Übrigens: Hilfe bei der Einrichtung eures Handys bekommt ihr natürlich bei PC-SPEZIALIST vor Ort. Wir sind auch für euch da, wenn ihr eine Smartphone-Reparatur benötigt.

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