Spotify Kids Beta
Author
Janina Kröger, Do, 28. Mai. 2020
in Smartphone & Tablet

Spotify Kids Beta

Nutzer äußern Kritik an der Musik-App für Kinder

Einen „Spielplatz für die Ohren“ verspricht Spotify im Google Play Store bei der Präsentation von Spotify Kids Beta. Aktuell scheint die spezielle Kinder-App aber eher ein Bolzplatz zu sein. Nutzer kritisieren, dass die App nicht durchdacht und längst nicht ausgereift ist.

Wir erklären euch, was die Spotify-Kids-App eigentlich ist und was genau Nutzer kritisieren.

Spotify Kids Beta – Musik-App für Kinder

Spotify möchte eine spezielle Version für Kinder anbieten. Das Vorhaben ist ambitioniert. Im Spotify Newsroom heißt es, dass es sich um eine lustige, einzigartige App handeln soll, die besonders die Sicherheit von Kindern und Familien im Blick hat. Die sehr bunte Spotify-Kids-App soll einfach sein und Kindern Spaß machen. Sie soll ein Spielplatz für die Ohren sein, auf dem Kinder ihre Lieblingsmusik entdecken und Geschichten erleben können.

Bei Spotify Kids ist auf jeden Fall vieles anders als bei der normalen Spotify-Version. Das geht schon damit los, dass sich jedes Kind zu Beginn einen Avatar aussuchen und das Farbschema anpassen kann, um damit sein ganz persönliches Spotify zu gestalten. Allerdings scheinen die Avatare Fantasiegestalten zu sein. Optisch an das Kind anpassen, lässt sich der Avatar nicht – so wie ihr das neuerdings mit dem Facebook-Avatar oder mit Apples Memojis machen könnt.

Übrigens: Verfügbar ist Spotify Kids ausschließlich im Spotify-Premium-Family-Abo. Das kostet euch für bis zu sechs Accounts 14,99 Euro im Monat.

Zu sehen ist eine Grafik mit Smartphone-Displays, auf denen Spotify Kids Beta aufgerufen ist. Bild: Screenshot Spotify

Spotify Kids Beta – was kann die Musik-App für Kinder? Bild: Screenshot Spotify

Spotify-Kids – das steckt dahinter

Prinzipiell ist die Idee hinter der Spotify-Kids-App gut. Hier sollen ausschließlich kindgerechte Inhalte zur Verfügung stehen. Experten wählen dafür die Inhalte aus. Sie richten sich an Kinder ab drei Jahren. Die Navigation soll besonders einfach sein und mit nur wenig Text auskommen. Das heißt, dass auch Kinder damit klar kommen sollen, die noch nicht lesen können.

Dazu gibt es vorgefertigte Playlists mit Musik und Geschichten aus beliebten Filmen und Fernsehsendungen, aber auch mit bekannten Hits.

Eltern können von Beginn an zusätzliche Einstellungen und Kontrollen zum Schutz ihrer Kinder individuell vornehmen. Mit der Zeit sollen die Einstellungsmöglichkeiten noch vielfältiger werden. Das soll auf Basis der Erkenntnisse passieren, die aus der Nutzung der App entstehen.

Spotify-Kinder-App startet als Testversion

Eines vorweg: Spotify geht sehr offen damit um, dass das Erstellen einer App speziell für Kinder Neuland ist. Die Spotify-Entwickler haben sich deshalb speziell für dieses Projekt zwei Jahre lang intensiv mit den Bedürfnissen von Kindern und Eltern auseinander gesetzt. Trotzdem scheinen die Macher selbst noch nicht ganz von ihrer Entwicklung überzeugt. Denn: Seit der Ankündigung von Spotify Kids im Herbst 2019 sind nämlich erst einmal Testballons gestartet.

Dazu hat Spotify erst sogenannte Beta-Versionen in ausgewählten Ländern ausgerollt, wobei Irland den Anfang gemacht hat. Nach und nach sind dann zunächst Schweden, Dänemark, England, Australien, Neuseeland, Mexiko, Argentinien und Brasilien dazugekommen. Ende März folgte die Veröffentlichung der Testversion in Amerika, Kanada und Frankreich. Und jetzt könnt auch ihr hier in Deutschland die neue Kinder-App für Musik ausprobieren.

Das Ziel dabei ist, dass Spotify aus der Nutzung in den ersten Testländern lernen kann. Gemäß der gewonnenen Erkenntnisse können die Entwickler dann weiter an ihr arbeiten. Und wie läuft es mit diesem Verfahren? Leider nicht so gut.

Zu sehen sind Fantasiegestalten, die bei Spotify Kids Beta als Avatare angelegt werden können. Bild: Screenshot Spotify

Im Moment gibt es noch viel Kritik für Spotify Kids Beta. Bild: Screenshot Spotify

Kritik für Spotify Kids Beta

Die Resonanz auf die Beta-Version von Spotify Kids haben sich die Entwickler vermutlich anders erhofft. Wir haben für euch einen Blick in die Bewertungen bei Googly Play geworfen und festgestellt, dass eine ganze Bandbreite verschiedener Aspekte kritisiert wird. Hier sind einige Kritikpunkte (Achtung: Es handelt sich dabei um subjektive, allerdings häufig genannte Empfindungen!):

  • Titel sind nicht nach Alben und Tracknummern sortiert. Hörspiele laufen daher nicht in der richtigen Reihenfolge ab.
  • Es lassen sich nur sehr kompliziert eigene Playlists anlegen. Favorisieren lassen sich nur Lieder, keine Alben oder Künstler.
  • Die Suche funktioniert nicht richtig. Bei der Suche nach einem Künstler sind beispielsweise nur einzelne Lieder zu sehen, aber keine Alben. Nach Alben müsst ihr explizit suchen.
  • Die Auswahl richtet sich eher an kleine Kinder bis sechs Jahren. Die App lässt sich aber ohne Lesefähigkeiten schlecht bedienen.
  • Die Inhalte sind mal auf Deutsch, dann wieder auf Englisch, sodass viele Kinder die App nicht alleine nutzen können.
  • Ihr könnt die App nicht auf Geräte wie Echo Dot streamen. Einem Dreijährigen ein Tablet in die Hand geben, kommt für viele Eltern aber nicht in Frage.
  • Die App funktioniert noch nicht mit Google Family, sodass sie sich zum Beispiel nicht zur Schlafenszeit ausstellt.

Die Liste ließe sich noch sehr viel weiter führen. Grundsätzlich loben viele Nutzer die Idee, kritisieren aber die Ausführung. Sie wünschen sich, Spotify hätte vor der Veröffentlichung noch ein wenig an der App gefeilt.

Alles sicher für die Kids

Was denkt ihr: Wollt ihr die App auch schon ausprobieren? Oder wartet ihr darauf, dass sich die Kommentare im Play Store zum Positiven wenden? Vielleicht habt ihr Spotify Kids auch schon getestet und findet die App gar nicht schlecht? Verratet uns eure Meinung in den Kommentaren.

Grundsätzlich gilt natürlich: Ihr solltet eure Kinder nicht den ganzen Tag mit diversen Medien beschallen. Viele Experten raten zu einer festgelegten Mediennutzungszeit und zu einem sorgsamen Umgang mit dem Internet, denn dort lauern besonders für Kinder viele Gefahren. Zum Glück gibt es eine Kindersicherung für Tablets und Smartphones und spezielle Kinderschutzsoftware, die euch dabei hilft, eure Kinder vor solchen Gefahren zu schützen.

Der PC-SPEZIALIST in eurer Nähe unterstützt euch übrigens gern dabei, die richtige Kinderschutz-Software zu finden und hilft euch auch bei der Installation. Nehmt am besten einfach Kontakt auf und lasst euch beraten – telefonisch, per E-Mail oder je nach Möglichkeit direkt im Ladenlokal.

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