Magniber im Windows-Update
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Maren Keller, Fr, 6. Mai. 2022
in IT-Sicherheit

Magniber im Windows-Update

Statt Update gibt es gefährliche Ransomware

Seit etwa einem Monat läuft eine gefährliche Windows-Update-Kampagne. Sie bringt entgegen aller Erwartungen weder mehr Sicherheit noch neue Features. Stattdessen kapert Magniber den Windows-Rechner. 

Bei Magniber handelt es sich um eine Ransomware, die eigene Dateien verschlüsselt. Alle Infos bei uns.

Magniber statt Windows-Update

Windows-Updates können ziemlich nerven. Meistens möchte der PC genau dann ein Update machen, wenn man es gerade überhaupt nicht gebrauchen kann. Aber Windows-Updates sind essenziell für die IT-Sicherheit, denn mit Updates schließt Microsoft entdeckte Sicherheitslücken. Zuletzt hatte sogar das BSI dringend geraten, ein Windows-11-Update auszuführen.

Doch hinter einem Update versteckt sich neuerdings auch gern mal eine Malware. So war es auch bereits im Februar dieses Jahres, als der Redline Stealer per Update verteilt wurde. Ähnliches passiert jetzt mit Magniber. Die Malware tarnt sich als Windows-Update und schleicht sich so auf Ihren Windows-PC.

Die Ransomware ist laut Bleeping Computer bereits seit einem Monat aktiv und tritt weltweit in Erscheinung. Höchste Vorsicht ist also angeraten, wenn Sie ein Windows-Update unter Windows 10 ausführen wollen.

Magniber: Zwei Hände wühlen in einem Haufen Geld herum. Bild: Pexels/Tima Miroshnichenko

Die Ransomware Magniber verschlüsselt nicht nur ihre Dateien, sondern fordert auch ein hohes Lösegeld für die Entschlüsselung. Bild: Pexels/Tima Miroshnichenko

Malware verschlüsselt Daten

Sollten Ihnen Windows-Updates mit den Namen „Security_Upgrade_Software_Win10.0.msi“ oder „Win10.0_System_Upgrade_Software.msi“ angeboten werden, dann sollten alle Alarmglocken schrillen, denn genauso heißen laut Bleeping Computer die zwei häufigsten Fake-Updates.

Wenn Sie eines dieser augenscheinlichen Windows-Updates auf Ihrem Rechner installieren, holen Sie sich die Malware Magniber auf den Rechner. Und damit fängt der Ärger dann an, denn bei dieser Malware handelt es sich um einen klassischen Erpressertrojaner. Wenn Magniber erst mal auf dem Rechner ist, geht er seiner Bestimmung nach: Erst verschlüsselt er die vorhandenen Dateien, anschließend fordert er eine Menge Lösegeld.

Umso wichtiger ist es also, dass Sie nicht auf diese fiese Ransomware hereinfallen, denn das Freikaufen der Dateien mit Bitcoin ist teuer und ob die Erpresser die Daten dann wirklich freigeben oder weitere Geldforderungen stellen, ist ungewiss.

So schützen Sie sich vor Magniber

Wo der Ursprung der fiesen Malware liegt, ist bislang nicht geklärt. Damit Sie aber nicht zum Opfer werden, haben wir Tipps für Sie, die Sie unbedingt beachten sollten.

  • Das Windows-Update mit Magniber im Gepäck bekommen Sie nur außerhalb der offiziellen Quellen. Nutzen Sie also nur Ihre Windows-Einstellungen oder den Update-Catalog (Link finden Sie unten), um Updates zu installieren.
  • Sparen Sie nicht an einer guten Antivirensoftware. Sie schützt Firmen und private Kunden zuverlässig vor Bedrohungen von außen.

Außerdem empfehlen wir Firmen den IT-Basisschutz und privaten Kunden das Eins-für-Alles-Paket. In beiden Fällen übernimmt Ihr PC-SPEZIALIST in Ihrer Nähe regelmäßige Updates und sichert mit einer täglichen Systemkontrolle, dass aller IT-Komponenten einwandfrei funktionieren. So sind Sie vor Angriffen von außen gut geschützt und können sich darauf verlassen, dass Ihre Daten sicher sind. Nehmen Sie gern unverbindlich Kontakt zu uns auf.

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Verwendete Quellen: Bleeping ComputerPC Magazin, Nau, Update-Katalog

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