Qualcomm erreicht Verkaufsverbot
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Maren Keller, Fr, 4. Jan. 2019
in Aktuelles

Qualcomm erreicht Verkaufsverbot

Chiphersteller ärgert Apple

Smartphones standen bei vielen Leuten auf der Wunschliste zu Weihnachten ganz oben. Lag auch bei euch ein neues Handy unterm Tannenbaum? Dann hattet ihr noch Glück, denn Qualcomm hat jetzt ein Verkaufsverbot für bestimmte iPhone-Modelle erwirkt.

Warum es jetzt ein Verkaufsverbot gibt und für welche Modelle es gilt, erfahrt ihr bei uns.

Qualcomm streitet mit Apple ums Patent

Grund für das Verkaufsverbot einiger iPhone-Modelle ist ein Patentstreit zwischen dem Chiphersteller Qualcomm und Apple. Dabei geht es um eine Technologie, die den Stromverbrauch der Smartphone-Chips anpasst. Dadurch hält der Akku länger.

Aus Sicht des Chipherstellers ist es nicht möglich, dieses Patent durch eine Software-Änderung zu umgehen. Die US-Firma Qorvo ist der Hersteller des entsprechenden Bauteils für in Deutschland verkaufte iPhones. Qorvo verweist darauf, dass man eine eigene Lösung verwende, die das Patent des Chipherstellers nicht verletze. Allerdings – und das ist der Haken an der Sache – verweigert Qorvo die Offenlegung der Schaltpläne, damit Qualcomm als Konkurrent keinen Zugriff darauf bekommt.

Das Foto symbolisiert einen Qualcomm Chip im Smartphone. Es zeigt eine Platine mit Chipsätzen. Davor ein Lego-Männchen. Foto: Pixabay

Im Patentstreit zwischen Chiphersteller Qualcomm und Apple gibt es ein Verkaufsverbot. Foto: Pixabay

Qualcomm erwirkt Verkaufsverbot

Der Chiphersteller bekommt bereits seit 2017 kein Geld mehr von iPhone-Fertigern und wirft Apple Patentverletzungen vor. Verfahren laufen auch in China und den USA. In China hat Qualcomm bereits ein Verkaufsverbot erstritten – das Apple bislang allerdings missachtet.

Jetzt hat das Landgericht München eine Patentverletzung durch Apple festgestellt und das Verkaufsverbot verhängt. Dafür musste der Chiphersteller allerdings eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1,3 Milliarden Euro hinterlegen. Das Verkaufsverbot betrifft die Modelle iPhone 7, iPhone 8 sowie das iPhone X aus dem Jahr 2017.

Auswirkungen des Verkaufsverbots

Was sind die Auswirkungen des von Qualcomm erwirkten Verkaufsverbots? Apple ist der Meinung, die Entscheidung trifft nur die 15 deutschen Apple Stores. Dadurch bleiben die betroffenen Modelle über die Mobilfunk-Betreiber weiterhin verfügbar. Der Chiphersteller selbst ist natürlich anderer Meinung.

Über die Webseite des Smartphone-Herstellers könnt ihr die betroffenen Geräte übrigens nicht mehr bestellen. Dort gibt es nur noch die Modelle der 6er-Reihe sowie die neuen iPhones XS , XS Max und XR.

Eine Hand hält einen Fünf-Euro-Schein. Er symbolisiert den Schadensersatz an Qualcomm. Foto: Pixabay

Im Patentstreit mit Apple steht Qualcomm Schadenersatz zu. Foto: Pixabay

Wie geht es weiter im Streit ums Patent?

Mit dem Urteil des Landgerichts München ist der Patentstreit zwischen dem Chiphersteller und Apple noch nicht beendet. Zum einen muss Apple Schadensersatz an Qualcomm leisten. Die Höhe hat das Gericht aber noch nicht festgelegt. Außerdem hat Apple bereits angekündigt, in Berufung gehen zu wollen.

Zudem geht der Streit um das Ausmaß des Verkaufsverbots weiter. Sind nur die Apple-Homepage und die Apple-Stores in Deutschland betroffen? Oder müssen auch alle Mobilfunk-Betreiber die Modelle iPhone 7, iPhone 8 und iPhone X aus den Regalen nehmen? Uneinigkeit herrscht, ein Ende ist nicht in Sicht.

PC-SPEZIALIST hilft bei Problemen mit dem Smartphone

Lag auch bei euch unterm Weihnachtsbaum ein neues Smartphone? Wenn ihr Hilfe bei der Ersteinrichtung braucht, kommt unbedingt zu eurem PC-SPEZIALIST vor Ort. Unsere Techniker unterstützen euch bei den ersten Schritten mit dem neuen Gerät.

Und wenn ihr ein kaputtes Handy besitzt, werft es nicht einfach weg. Informiert euch stattdessen über unsere Smartphone-Reparatur. Sie ist eine günstige Alternative zum Neukauf. Wichtig: Wir verwenden nur Originalersatzteile und hinterlassen keine sichtbaren Reparaturspuren. Zu deutsch: Ihr bekommt euer kaputtes Smartphone wie neu zurück.

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