Handy hacken mit Fake-Apps
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Maren, Mo, 11. Mrz. 2019
in Smartphone & Tablet

Handy hacken mit Fake-Apps

Mobile Threat Report 2019 zeigt Trends

Jahr für Jahr veröffentlicht McAfee seinen Mobile Threat Report. Darin geht es um die Gefahren für mobile Geräte. Handy hacken ist eines der großen Probleme, denn das ist oftmals kinderleicht.

Welche Gefahr von mobiler Malware ausgeht und wie ihr euch schützen könnt, erfahrt ihr bei uns.

Handy hacken mit Fake-Apps

Kriminelle haben mit Smartphones oftmals ein leichtes Spiel. Grund dafür sind laut Mobile Threat Report 2019 vor allem Fake-Apps. Deren Zahl hat sich innerhalb von sechs Monaten mehr als versechsfacht. Während es im Juni 2018 etwa 10.000 entdeckte Fake-Apps gab, waren es im Dezember 2018 bereits 65.000 – Tendenz steigend. Aber die Kriminellen finden ihren Weg auf eure mobilen Geräte auch durch Kryptomining-Malware und Banking-Trojaner. Handy hacken wird dadurch leicht gemacht.

Der aktuelle Mobile Threat Report 2019 zeigt, dass bereits 2018 das Jahr der mobilen Malware war. Doch 2019 scheint sich in eine ähnliche Richtung zu entwickeln. Sowohl für Ransomware-Entwickler als auch für Identitätsdiebe sind mobile Geräte das oberste Ziel. Deshalb solltet ihr vorsichtig sein, wenn ihr Apps herunterladet oder unbekannten Links folgt.

Trends laut Mobile Threat Report 2019

Der von McAfee verfasste Report beleuchtet aktuelle Trends zum Thema mobile Sicherheit. Schwerpunkt sind Fake-Apps, Banking-Trojaner, mobiles Kryptomining, Spyware-Attacken sowie das Eindringen in eure Haushalte durch die zunehmenden Nutzung von Smart-Home-Angeboten.

  • Fake-Apps sind eine der effektivsten Methoden, die euch dazu bringen sollen, schädliche Anwendungen auf Android-Geräten zu installieren. Ein Beispiel ist das Mobile Game Fortnite. Die App wurde über 60 Millionen Mal heruntergeladen. Folge: Kriminelle sprangen auf den Zug auf und entwickelten Fake-Apps, die vorgaben, neue Versionen des Spiels zu sein.
  • Die Zahl der Banking-Trojaner wächst weltweit. Nicht nur Kunden internationaler Geldinstitute sind betroffen, sondern auch kleine regionale Banken. Cyberkriminelle zeigen sich bei diesem Thema äußerst innovativ. Ob SMS-Phishing oder gefälschte Anwendungen mit vordergründiger tatsächlicher Funktionalität – den bösartigen Code schleusen sie geschickt an den Sicherheitschecks in App Stores wie dem Google Play Store vorbei.
  • Cyberkriminelle suchen stets nach Möglichkeiten, den Mehrwert von Kryptomining abzuschöpfen, ohne selbst die Kosten dafür zu tragen. Neben Android-Smartphones, die wegen ihrer großen Verbreitung beliebtes Ziel von Angriffen sind, können die Kriminellen mit neuer Kryptomining-Malware auch den Sprung vom Handy oder Tablet aufs Smart-TV-Gerät schaffen.
  • Ein immer größer werdendes Thema sind Spyware-Attacken auf Mobilgeräte. Nicht nur die Operation RedDawn, die nordkoreanische Überläufer ins Visier nahm, zeigt, dass Mobilgeräte ein lohnendes Ziel für die Spionageabsichten nationalstaatlicher Akteure sind.
  • Immer öfter werden Smartphones mit Geräten im Haushalt verbunden. Hier nimmt die Gefahr zu, dass Cyberkriminelle über Hintertüren digitalen Zugriff auf Wohnungen bekommen. Auch hier führt der Weg wieder über SMS mit verseuchtem Link, der euch dazu bringen soll, eine App herunterzuladen, die sensible Daten sammelt. Mit zunehmender Zahl an smarten Geräten steigt das Risiko von IoT-Attacken auf euer Zuhause.

Handy hacken verhindern

Fest steht – und das belegt der Mobile Threat Report –, dass die Angriffe auf Smartphones und Tablets zunehmen. Damit Kriminelle nicht euer Handy hacken, könnt ihr ein paar Sicherheitsvorkehrungen treffen.

Der wichtigste Tipp lautet: Holt euch nur Apps auf euer Handy, die aus den App Stores stammen. Auch hier kann es natürlich sein, dass ihr auf die ein oder andere manipulierte App stoßt, aber die Gefahr ist äußerst gering, da die App Stores Sicherheitschecks für neue Apps haben. Dennoch rutschen immer mal wieder Fake-Apps sowohl im Apple App Store als auch im Google Play Store durch, wie ihr bei uns im Blog lesen könnt. Ebenfalls wichtig ist, dass ihr nicht jedem Link folgt, der euch per SMS, E-Mail oder Messenger gesendet wird. Gerade hinter Links befinden sich oftmals manipulierte Webseiten oder Apps.

Außerdem solltet ihr auch eure mobilen Geräte schützen. Ein Virenschutz ist nämlich nicht nur für euren stationären Rechner von Bedeutung. Auch euer Smartphone und Tablet benötigen einen aktuellen Schutz vor Angriffen von außen. Ihr habt keinen Virenschutz auf euren mobilen Geräten? Dann kommt unbedingt zu PC-SPEZIALIST vor Ort und lasst euch zu den Möglichkeiten beraten.

Übrigens: Den kompletten Mobile Threat Report 2019 von McAfee gibt es als pfd-Datei – allerdings nur in englischer Sprache.

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