Beliebt: Digitale Sprachassistenten
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Maren Keller, Di, 7. Jul. 2020
in Aktuelles

Beliebt: Digitale Sprachassistenten

Digitalstudie zeigt, wer Alexa, Siri und Co. nutzt

Ob Digital Native oder Digital Immigrant – alle nutzen digitale Sprachassistenten. Das hat die neueste Postbank Digitalstudie 2020 herausgefunden. Gleichzeitig nehmen die Deutschen den Datenschutz ernst und geben online nur preis, was wirklich nötig ist.

Alle Infos zur Nutzung von Sprachassistenten und der Datenweitergabe gibt es bei uns.

Was sind Digital Natives und Digital Immigrants?

Zunächst einmal klären wir die Definitionen. Wer gehört zu den Digital Natives und wer ist laut Definition ein Digital Immigrant? Als Digital Natives werden all jene bezeichnet, die in der digitalen Welt aufgewachsen sind. Also jene, für die es normal ist, dass ein Computer, Laptop, Tablet oder Handy im Haushalt vorhanden ist. Damit einher gehen der selbstverständliche Umgang mit Computerspielen, E-Mails oder auch Messenger-Nachrichten.

Zu dieser Generation zählen alle, die ab 1980 geboren sind, also jünger als 40 Jahre sind. Synonyme für Digital Natives sind „Born Digital“, „Generation Internet“, „Generation C64“, „Generation Y“ oder „Millenials“.

Das Gegenteil dazu stellen die Digital Immigrants dar. Das sind all jene, die vor 1970 geboren wurden. Sie sind die digitalen Einwanderer und stehen dafür, erst im Erwachsenenalter mit Computer, Internet und Co. Kontakt bekommen zu haben. Die Geburtsjahrgänge zwischen 1970 und 1980 können zu beiden Gruppen gehören bzw. eine Mischform darstellen.

Digitale Sprachassistenten: Smartphone auf Tisch mit aktiviertem Sprachaufnahme-Symbol. Bild: Pixabay

Ob am Handy oder als Smart-Speaker-Lautsprecher: Digitale Sprachassistenten werden immer beliebter. Bild: Pixabay

Digitale Sprachassistenten – wer nutzt sie?

Die Postbank Digitalstudie 2020 stellt fest: Digitale Sprachassistenten sind auf dem Vormarsch. Alexa, Siri, Google Assistant und Co. werden immer beliebter. 45 Prozent der Deutschen nutzen sie, immerhin 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei sind es vor allem die Digital Immigrants, also die über 40-Jährigen, die verstärkt mit ihren Geräten sprechen.

Thomas Brosch, Chief Digital Officer bei der Postbank, kennt den Grund: „Der sprunghafte Anstieg und das große Interesse der älteren Generation liegt in der Natur der Sache: Den Älteren, die nicht mit digitalen Geräten groß geworden sind, liegt die Nutzung von Sprachassistenten deutlich näher. Tippen, Scrollen und Wischen wird eher als umständlich empfunden.“ 38 Prozent der über 40-Jährigen nutzen Alexa, Siri und Co., im Jahr zuvor waren es erst 25 Prozent.

Bei den unter 40-Jährigen nutzen erstmals mehr als die Hälfte (59%) digitale Sprachassistenten. 2019 waren es noch 48 Prozent. Ob Wetterbericht, Antworten finden, Musik oder Podcasts abspielen oder Termine planen – der Einsatz der Sprachassistenten ist vielfältig.

Digitale Sprachassistenten: Google ganz vorn

Unabhängig vom Alter der Nutzer hat Google mit seinem Assistant die Nase vorn. 23 Prozent nutzen ihn. Das mag daran liegen, dass Google-Geräte am weitesten verbreitet sind: Android liegt bei knapp 80 Prozent, iOS bei gut 20 Prozent, wie Statista zeigt. Alexas Echo kommt mit 18 Prozent auf Platz zwei und verdrängt damit Apples Siri, die nur noch von 15 Prozent genutzt wird. Es folgen Cortana von Microsoft und Google Home mit jeweils 13 Prozent vor Alexa auf dem Tablet, die von 10 Prozent genutzt wird.

Auffällig: Familien nutzen digitale Sprachassistenten wesentlich häufiger als Singles. 59 Prozent der Haushalte mit vier Personen und mehr sprechen mit Google, Siri und Co. In Drei-Personen-Haushalten sind es 58 Prozent.

Singles sehen anscheinend kaum einen Mehrwert in digitalen Helfern: Nur gut ein Drittel von ihnen spricht mit digitalen Assistenten. Welcher der beste Sprachassistent ist, erfahrt ihr in unserem Überblick. Auch von einem Datenleck bei Siri, von Kritik am Samsung-Sprachassistent oder Alexas Spionage erfahrt ihr bei uns.

Datensicherheit fest im Blick

Obwohl auch wir immer wieder über Datenlecks oder auch Verständnisfehlern bei Sprachassistenten berichten, nutzen recht viele die digitalen Sprachassistenten. Für die Studie waren im Februar und März 2020 gut 3.000 Deutsche befragt worden. Gleichzeitig machten sie für die Studie Angaben zum Schutz ihrer Daten und wie wichtig er ist.

82 Prozent der Bundesbürger geben nur Daten frei, die für die Nutzung einer App erforderlich sind. „Die Deutschen sind, was ihre Daten betrifft, sehr gewissenhaft und achten größtenteils genau darauf, was sie von sich preisgeben“, sagt Thomas Brosch.

Immerhin 59 Prozent wissen bei den meisten Anwendungen, die sie nutzen, welche Daten sie freigegeben haben. Dass die Deutschen sensibel in Sachen Datenschutz sind, zeigt auch die Debatte um die Corona-App. Die Bundesregierung hatte sich wegen starker Kritik gegen eine zentrale Speicherung der erfassten Daten entschieden.

Laptop mit Augen als Monitor, Kaffee und Handy auf dem Tisch. Bild: Pixabay

Die über 40-Jährigen haben die Sicherheit ihrer Daten voll im Blick. Bild: Pixabay

Digital Immigrants und Digital Natives im Vergleich

Allerdings lesen nur 38 Prozent der Bundesbürger die Datenschutzbestimmungen ganz genau durch. 38 Prozent überfliegen die Regelungen, ein Viertel der Jüngeren liest sie gar nicht, sondern stimmt einfach zu.

Ein Vergleich der Generationen zeigt: Digital Immigrants gehen gewissenhafter mit ihren Daten um als Digital Natives. Zwei Drittel der über 40-Jährigen wissen, welche Daten sie freigegeben haben.

Bei den unter 40-Jährigen kann mehr als jeder Zweite nicht sagen, welche Daten er für die einzelnen Apps auf seinen Geräten freigegeben hat. 17 Prozent der unter 40-Jährigen wissen nicht einmal, bei welchen Anbietern sie einen Account besitzen und welche Daten sie freigegeben haben.

PC-SPEZIALIST hilft beim Thema Datensicherheit

Gehört ihr auch zu den Digital Natives, die sich nicht so sonderlich um die Sicherheit ihrer Daten kümmern? Wenn ihr keine Lust auf Datensicherung habt, ihr nicht wisst, wann eine Software auf eurem Rechner das letzte Update brauchte und ob eure Passwörter sicher sind, dann wendet euch an PC-SPEZIALIST in eurer Nähe. Unser IT-Experte ist euer Ansprechpartner vor Ort bei allen Fragen rund um eure digitale Sicherheit.

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1 Kommentar

  1. R Pe sagt:

    Wer nichts freigeben möchte persönlich, kann auch keine apps nutzen.
    Der sollte am besten offline bleiben und Zeitung lesen.

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