Vorsicht vor Cybertrading
Author
Maren Keller, Di, 9. Nov. 2021
in Aktuelles

Vorsicht vor Cybertrading

Betrügerischer Online-Handel kann teuer werden

Kennen Sie den Begriff Cybertrading? Die Gefahr, zum Opfer dieses Online-Betrugs zu werden, nimmt in Zeiten von Niedrigzinsen immer stärker zu. Denn immer mehr Anleger sind auf der Suche nach gewinnbringenden Geldanlagen. 

Wir erklären, was Cybertrading ist und wie die neueste Masche der Betrüger aussieht.

Was ist Cybertrading?

Klären wir zunächst einmal die Begrifflichkeiten: Was ist Cybertrading überhaupt? Dabei handelt es sich um eine Form des Online-Handels. Und zwar des betrügerischen Online-Handels. Die Anbieter handeln mit angeblichen Geldanlagen in Kryptowährungen, sogenannten binären Optionen, aber auch mit Aktien und Anlagen.

Allerdings haben die zum Handel angebotenen Anlageprodukte keinen realen Hintergrund. Das bedeutet: Cybertrading ist mit Fake-Shops vergleichbar. In Fake-Shops werden auf betrügerischen und gefälschten Webseiten Waren angeboten, die es nicht gibt, die aber per Vorkassen bezahlt werden. Einige Beispielen dafür sind unseriöse Medikamenten-Shops, Rasenmäher-Fake-Shops und Kinderklamotten-Shops. Gerade jetzt vor Weihnachten ist die Gefahr, beim Onlineshopping auf Fake-Shops hereinzufallen, besonders groß.

Beim Cybertrading werden im Gegensatz zu Fake-Shops gewinnbringende Geldanlagen angeboten, die es ebenfalls nicht gibt. Die Masche der Cyberkriminellen ist zwar nicht mehr neu, gewinnt aber durch immer weiter fallende Zinsen wieder an Fahrt.

Cybertrading: Laptop mit steigenden Kursen. Bild: Unsplash/Executium

Geringes Risiko und hohe Gewinne – Beim Cybertrading locken die Kriminellen genau damit. Bild: Unsplash/Executium

Wie funktioniert Cybertrading?

Um potenzielle Opfer zum Cybertrading zu verführen, werden Prominente als Lockmittel eingesetzt. Sie sind angeblich durch diese Form des Online-Handels reich geworden. Mit einem Einsatz von 250 Euro könne man augenscheinlich ein Vielfaches an Gewinn erzielen. Mehrere Tausend Euro seien möglich.

Auch, wenn die Behauptungen schlicht und einfach falsch sind, fallen immer wieder gutgläubige Menschen auf die Falle herein. Die Namen und Bilder der dargestellten Promis werden ebenfalls missbräuchlich verwendet.

Doch wie geht es weiter, nachdem ein Opfer eine solch betrügerische Werbung gesehen hat? Nach dem Klick auf den Link in der Anzeige landet man auf einer Internetseite, bei der es sich auf den ersten Blick um eine seriösen Handelsplattform handelt. Dort soll das Opfer seine Kontaktdaten eingeben. Anschließend bekommt man weitere Informationen zu den Anlagemöglichkeiten. Tatsächlich erfolgt nach Eingabe der Kontaktdaten ein Rückruf und die Bitte, zunächst 250 Euro zu überweisen.

Geringer Einstiegsbetrag senkt Hemmschwelle

Dieser relativ geringe Einstiegsbetrag soll die Hemmschwelle der potenziellen Opfer reduzieren. Ist das Geld überweisen, folgt Schritt zwei: Die Opfer bekommen ein Computerprogramm, mit dem sie nachvollziehen können, wie die – in Wahrheit lediglich simulierten – Gewinne ständig ansteigen. Schon nach kurzer Zeit haben die Geschädigten angeblich mehrere Tausend Euro Gewinn gemacht.

Folge: Durch den schnelle Gewinn beflügelt, lassen sich die Opfer schnell darauf ein, immer mehr Geld zu investieren. Dieses Geld fließt aber nicht in Kryptowährung, sondern direkt auf das Konto der Betrüger. Doch das merken die Opfer erst einmal nicht.

Auch an angeblichen Gewinn kommen sie nicht heran. Entweder ist die Firma nicht mehr erreichbar und somit das Geld futsch oder es wird beispielsweise eine TAN-Nummer für die Überweisung benötigt. Anstelle einer Überweisung räumen die Opfer mit der TAN-Nummer allerdings das Konto der Geschädigten leer.

Cybertrading: In schwarz gekleidete Person ohne erkennbares Gesicht vor einem Laptop. Bild: Unsplash/Bermix Studio

Die kriminellen Hintermänner bleiben auch beim Cybertrading häufig unerkannt. Bild: Unsplash/Bermix Studio

Schutz vor Cybertrading

Wie können Sie sich vor Cybertrading am besten schützen? Fakt ist: Die Internetauftritte der Betrüger werden immer professioneller. Misstrauen erwecken sie kaum. Das liegt auch daran, dass Sie mit Promis (ohne deren Wissen) werben, die ein hohes Ansehen in der Gesellschaft genießen oder einen hohen Bekanntheitsgrad haben. Genannt seien beispielsweise Dieter Bohlen, Thomas Gottschalk oder auch Carsten Maschmeyer. Auch Logos und Webseiten werden perfekt gefälscht.

Ein erster Hinweis, dass irgendetwas an der Sache nicht stimmen kann, sind die auffällig hohen Gewinnversprechen bei geringem Risiko. Auch eine Anfrage bei der BaFin, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, ob es sich bei der im Internet dargestellten Handelsplattform um ein lizensiertes Unternehmen handelt, bringt Klarheit. Aktuell ermittelt die BaFin beispielsweise gegen eine Firma mit der Internetpräsenz „internationals-ma.de“, die sich als „vertrauenswürdiger Broker“ bezeichnet.

Sind Sie den kriminellen Machenschaften bereits auf den Leim gegangen, sollten Sie unbedingt bei der Polizei Anzeige erstatten. In unserem Ratgeber Internetbetrug anzeigen erfahren Sie, wie Sie eine Online-Strafanzeige stellen können. Und wie Sie Ihr Geld zurückfordern können, erfahren Sie ebenfalls bei uns.

Umfassenden PC-Schutz gibt’s bei PC-SPEZIALIST

Eines sei allerdings auch gesagt: Die Ergreifung der Täter erweist sich häufig als schwierig, da auch die erste Zahlung auf ein Konto mit deutscher IBAN sofort ins Ausland weitergeleitet wird. Zudem sind die Konten oft mit einer falschen Identität angelegt, sodass der Geldfluss kaum nachvollziehbar ist.

Ganz einfach ist dagegen umfassender Schutz für Ihren PC. Zwar können wir Sie nicht davor schützen, auf gefährliche Anzeigen oder Werbebanner im Internet zu klicken. Aber wir können Ihren Computer vor einer Infektion mit einem Virus oder anderer Schadsoftware wie Trojaner und Würmern bewahren. Außerdem schützen wir gleichzeitig Ihre persönlichen und sensiblen Daten.

Fragen Sie bei Ihrem PC-SPEZIALIST vor Ort einfach nach dem Eins-für-Alles-Paket und nutzen Sie die individuellen Erweiterungsmöglichkeiten ganz nach Ihrem persönlichen Bedarf. Wenn Sie Ihre Arbeitsrechner umfassend schützen möchten, ist der IT-Basisschutz genau das richtige für Sie. Nehmen Sie Kontakt auf!

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Weiterführende Links: Secupedia, ZDF, Mimkama, BaFin, e110, anwalt

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