Update: Emotet  ist Geschichte
Author
Maren Keller, Mo, 10. Dez. 2018
in Aktuelles

Update: Emotet ist Geschichte

Banking-Trojaner gibt es nicht mehr

Aktualisiert am 28.01.2021

Emotet – der Name geistert durch die Medien und verbreitet Angst und Schrecken. Denn dabei handelt es sich um einen Banking-Trojaner, der es in sich hat. Update: Emotet wurde zerschlagen!

Was die Malware auf Ihrem Rechner anstellt und wie Sie sich schützen können und wie sie zerstört wurde, erfahren Sie bei uns.

Emotet kommt per E-Mail von Bekannten

Emotet ist eine Schadsoftware, die per E-Mail auf die Rechner gelangt. Das Gefährliche daran ist, dass der Absender der E-Mail mit dem gefährlichen Anhang scheinbar bekannt ist. Doch die E-Mails, die augenscheinlich von Freunden, Nachbarn oder Kollegen kommen, sind gefälscht.

Bekommen Sie also E-Mails von Freunden oder Bekannten mit einem Anhang, dann sollten Sie äußerst achtsam sein. Am besten schreiben Sie dem Absender vor dem Öffnen des Anhangs eine E-Mail und fragen, ob derjenige die E-Mail mit dem Anhang wirklich versendet hat.

Das Bild zeigt eine Zeichnung eines Virus, der böse guckt. Es symbolisiert Emotet. Foto: Pixabay

Vorsicht vor Emotet. Die Schadsoftware lädt einen Banking-Trojaner nach. Foto: Pixabay

Was macht Emotet?

Haben Sie sich die Malware Emotet eingefangen, lädt sie weitere Schadsoftware nach. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt, dass unter anderem der Banking-Trojaner Trickbot nachgeladen wird. Nachgeladene Programme können Daten abzapfen, Login-Daten auslesen oder Dateien verschlüsseln.

Für Sie kann eine Infektion mit der Malware also den Verlust von Daten bedeutet. Besonderes Augenmerk der Kriminellen liegt dabei natürlich immer auf Zugangsdaten zu Banken und Online-Shops.

Wie kommt die Malware an E-Mail-Adressen?

Die Emotet-Erfinder haben die Malware derart programmiert, dass sie Postfächer der infizierten Rechner auslesen kann. So wissen die Kriminellen, mit wem Sie zuletzt Kontakt hatten. Dabei erfahren sie allerdings nicht nur die E-Mail-Adressen Ihrer Kontakte, sondern auch, worüber Sie sich schreiben.

Für die Verbreitung der Schadsoftware nutzen die Kriminellen dieses Wissen, um eine möglichst echt wirkende E-Mail zu verfassen. Die Schadsoftware Emotet schicken sie als Anhang mit.

Wie können Sie sich schützen?

Sie sollten grundsätzlich ein gesundes Misstrauen gegenüber Anhängen in E-Mails haben. In unserem Blog haben wir schon mehrfach über die gefährlichen Anhänge geschrieben. Beispiele sind Ursnif, Jaff, Goldeneye, Rapid oder Locky. Die Liste ließe sich unendlich fortführen.

Daneben gibt es aber auch einige Vorkehrungen, die Sie treffen können:

  • Achten Sie darauf, dass Sie Sicherheitsupdates installieren, sobald sie bereitgestellt werden. Dadurch werden Sicherheitslücken in Ihrem System geschlossen.
  • Nutzen Sie eine gute und vor allem aktuelle Antivirensoftware und aktualisieren Sie sie regelmäßig.
  • Denken Sie immer an die regelmäßige Sicherung Ihrer Daten.

Ihr PC-SPEZIALIST vor Ort unterstützt Sie nicht nur bei der Datensicherung und dem Virenschutz. Besonders sicher sind Sie mit unserem Eins-für-Alles-Paket. Informiert euch unbedingt dazu.

Das Bild zeigt einen Laptop, aus dem ein Gauner aussteigt. Es symbolisiert den Datenklau durch Emotet. Foto: Pixabay

Mit Emotet droht euch der Datenklau. Foto: Pixabay

Sie habt sich mit Emotet infiziert? Das können Sie tun!

Wenn Sie bemerken, dass Sie sich eine Schadsoftware wie Emotet eingefangen haben, sollten Sie unbedingt sämtliche E-Mail-Kontakte informieren. Warnen Sie sie, dass Gefahr durch eine E-Mail droht, die nur scheinbar von Ihnen sein wird.

Starten Sie außerdem Ihr Antivirenprogramm. Ist es aktuell, kann es die Schadsoftware erkennen und entfernen. Erst danach sollten Sie Ihre Zugangsdaten zu Banking-Portalen, Social-Media-Plattformen und Online-Shops ändern, damit die Kriminellen Ihre ausgelesene Daten nicht nutzen können.

Da eine Malware wie Emotet tief in das Computersystem eindringt, sollten Sie es außerdem neu aufsetzen. Dazu kommen Sie am besten zu Ihrem PC-SPEZIALIST vor Ort. Dort bekommen Sie neben einer Virenentfernung und einem Sicherheits-Check zum Festpreis alle Hilfen, die Sie benötigen, sollte Ihr Rechner infiziert sein.

Update vom 17.08.2020: Emotet erlebt Comeback

Zwar nutze auch Emotet die Angst vor dem Corona-Virus, dennoch gab es lange nichts zu hören von der Schadsoftware. Jetzt erlebt sie ein Comeback, denn sie versucht, sich in Form von per E-Mail versendeten Word-Dokumenten auf fremde Computer einzuschleusen. Erhalten Sie ein Dokument, in dem Sie zur Freigabe der Makros aufgefordert werden, sollten Sie hellhörig werden.

Besonders fies: Die E-Mails mit den verseuchten Word-Dokumenten stammen oftmals von Gesprächspartnern, die dem Empfänger scheinbar bekannt sind und an einen vorherigen Dialog anknüpfen. Sobald die Makros freigegeben sind, sendet der infizierte Rechner Mails an die Kontakte weiter um die Infektionskette weiterzuführen. Zu welchen Maßnahmen das Landeskriminalamt Niedersachsen rät und welche Sätze und Wörter in den gefährlichen E-Mails verwendet werden, erfahren Sie in dem Artikel „Erneut massive Verbreitung von Emotet“ von Polizei Prävention.

Update 28.01.2021: Emotet wurde zerschlagen

Es sind gute Nachrichten, die uns gestern erreicht haben: Emotet gibt es nicht mehr. Deutsche Ermittler haben in einer internationalen Aktion die vom BSI bereits 2018 als gefährlichste Schadsoftware der Welt bezeichneten Infrastruktur des Trojaners übernommen und zerschlagen.

Emotet bot zahlreiche Angriffsmöglichkeiten und ermöglichte den Angreifern Lösegelderpressung zur Herausgabe von Dateien. Zu den Opfern gehörten laut BSI-Prösident Arne Schönbohm Krankenhäuser, die ihren medizinischen Betrieb einstellen mussten, Gerichte und Stadtverwaltungen, die lahmgelegt wurden sowie unzählige Unternehmen, die keinen Zugriff auf ihre wichtigen Geschäftsdaten und digitalen Prozesse hatten. Zusätzliche seien Zehntausende Privatrechner attackiert worden, sodass etwa Onlinebanking manipuliert wurde oder Passwörter ausspioniert wurden. Allein in Deutschland entstand ein geschätzter Schaden in Höhe von 14,5 Millionen Euro.

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Weiterführende Links: BSI, Polizei Prävention, Tagessschau

1 Kommentar

  1. Backposturecorrector sagt:

    Ich möchte gerne testen, danke!

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