Emotet breitet sich aus
Author
Maren Keller, Mo, 10. Dez. 2018
in Aktuelles

Emotet breitet sich aus

BSI warnt vor Banking-Trojaner

Aktualisiert am 18.08.2020

Emotet – der Name geistert gerade durch die Medien und verbreitet Angst und Schrecken. Denn dabei handelt es sich um einen Banking-Trojaner, der es in sich hat.

Was die Malware auf eurem Rechner anstellt und wie ihr euch schützen könnt, erfahrt ihr bei uns.

Emotet kommt per E-Mail von Bekannten

Emotet ist eine Schadsoftware, die per E-Mail zu euch kommt. Das Gefährliche daran ist, dass euch der Absender der E-Mail mit dem gefährlichen Anhang scheinbar bekannt ist. Doch die E-Mails, die augenscheinlich von Freunden, Nachbarn oder Kollegen kommen, sind gefälscht.

Bekommt ihr also E-Mails von Freunden oder Bekannten mit einem Anhang, dann solltet ihr äußerst achtsam sein. Am besten schreibt ihr dem Absender vor dem Öffnen des Anhangs eine E-Mail und fragt, ob derjenige die E-Mail mit dem Anhang wirklich versendet hat.

Das Bild zeigt eine Zeichnung eines Virus, der böse guckt. Es symbolisiert Emotet. Foto: Pixabay

Vorsicht vor Emotet. Die Schadsoftware lädt einen Banking-Trojaner nach. Foto: Pixabay

Was macht Emotet?

Habt ihr euch die Malware Emotet eingefangen, lädt sie weitere Schadsoftware nach. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt, dass unter anderem der Banking-Trojaner Trickbot nachgeladen wird. Nachgeladene Programme können Daten abzapfen, Login-Daten auslesen oder Dateien verschlüsseln.

Für euch kann eine Infektion mit der Malware also den Verlust von Daten bedeutet. Besonderes Augenmerk der Kriminellen liegt dabei natürlich immer auf Zugangsdaten zu Banken und Online-Shops.

Wie kommt die Malware an E-Mail-Adressen?

Die Emotet-Erfinder haben die Malware derart programmiert, dass sie Postfächer der infizierten Rechner auslesen kann. So wissen die Kriminellen, mit wem ihr zuletzt Kontakt hattet. Dabei erfahren sie allerdings nicht nur die E-Mail-Adressen eurer Kontakte, sondern auch, worüber ihr euch schreibt.

Für die Verbreitung der Schadsoftware nutzen sie dieses Wissen, um eine möglichst echt wirkende E-Mail zu verfassen. Die Schadsoftware Emotet schicken sie als Anhang mit.

Wie könnt ihr euch schützen?

Ihr solltet grundsätzlich ein gesundes Misstrauen gegenüber Anhängen in E-Mails haben. In unserem Blog haben wir schon mehrfach über die gefährlichen Anhänge geschrieben. Beispiele sind Ursnif, Jaff, Goldeneye, Rapid oder Locky. Die Liste ließe sich unendlich fortführen.

Daneben gibt es aber auch einige Vorkehrungen, die ihr treffen könnt:

  • Achtet darauf, dass ihr Sicherheitsupdates installiert, sobald sie bereitgestellt werden. Dadurch werden Sicherheitslücken in eurem System geschlossen.
  • Nutzt eine gute und vor allem aktuelle Antivirensoftware und aktualisiert sie auch regelmäßig.
  • Denkt immer an die regelmäßige Sicherung eurer Daten.

Euer PC-SPEZIALIST vor Ort unterstützt euch nicht nur bei der Datensicherung und dem Virenschutz. Besonders sicher seid ihr mit unserem Servicepaket. Informiert euch unbedingt dazu.

Das Bild zeigt einen Laptop, aus dem ein Gauner aussteigt. Es symbolisiert den Datenklau durch Emotet. Foto: Pixabay

Mit Emotet droht euch der Datenklau. Foto: Pixabay

Ihr habt euch mit Emotet infiziert? Das könnt ihr tun!

Wenn ihr bemerkt, dass ihr euch eine Schadsoftware wie Emotet eingefangen habt, solltet ihr unbedingt sämtliche E-Mail-Kontakte informieren. Warnt sie, dass Gefahr durch eine E-Mail droht, die nur scheinbar von euch sein wird.

Startet außerdem euer Antivirenprogramm. Ist es aktuell, kann es die Schadsoftware erkennen und entfernen. Erst danach solltet ihr eure Zugangsdaten zu Banking-Portalen, Social-Media-Plattformen und Online-Shops ändern, damit die Kriminellen eure ausgelesene Daten nicht nutzen können.

Da eine Malware wie Emotet tief in euer System eindringt, solltet ihr es außerdem neu aufsetzen. Dazu kommt am besten zu eurem PC-SPEZIALIST vor Ort. Dort bekommt ihr neben einer Virenentfernung und einem Sicherheits-Check zum Festpreis alle Hilfen, die ihr benötigt, sollte euer Rechner infiziert sein.

Update vom 17.08.2020: Emotet erlebt Comeback

Zwar nutze auch Emotet die Angst vor dem Corona-Virus, dennoch gab es lange nichts zu hören von der Schadsoftware. Jetzt erlebt sie ein Comeback, denn sie sie versucht, sich in Form von per E-Mail versendeten Word-Dokumenten auf fremde Computer einzuschleusen. Erhalten Sie ein Dokument, in dem Sie zur Freigabe der Makros aufgefordert werden, sollten Sie hellhörig werden.

Besonders fies: Die E-Mails mit den verseuchten Word-Dokumenten stammen oftmals von Gesprächspartnern, die dem Empfänger scheinbar bekannt sind und an einen vorherigen Dialog anknüpfen. Sobald die Makros freigegeben sind, sendet der infizierte Rechner Mails an die Kontakte weiter um die Infektionskette weiterzuführen. Zu welchen Maßnahmen das Landeskriminalamt Niedersachsen rät und welche Sätze und Wörter in den gefährlichen E-Mails verwendet werden, erfahren Sie in dem Artikel Erneut massive Verbreitung von Emotet.

1 Kommentar

  1. Backposturecorrector sagt:

    Ich möchte gerne testen, danke!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.