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E-Mail-Apps für Android
Author
Maren Keller, Do, 10. Feb. 2022
in Ratgeber

E-Mail-Apps für Android

Tipps für gute Alternativen zu vorinstallierten E-Mail-Apps

Wenn Sie sich ein neues Android-Handy kaufen, sind bereits E-Mail-Apps vorinstalliert. Mindestens die E-Mail-App des Herstellers finden Sie dann auf dem neuen Gerät. Aber überzeugen die vorinstallierten Apps auch in ihrer Funktionalität? Und wie steht’s um den Datenschutz?

Im Google Play Store gibt es eine Vielzahl an Android-E-Mail-Apps. Wir stellen die besten vor.

Was sind E-Mails-Apps?

E-Mail-Apps haben die Aufgabe, eine E-Mail, die bei Ihrem Anbieter, beispielsweise GMX.de oder Web.de eingegangen ist, abzuholen und auf Ihrem Smartphone darzustellen. Im Idealfall kann man in einer E-Mail-App außerdem mehrere Adresse hinterlegen, beispielsweise die geschäftliche und die private oder auch mehrere private E-Mail-Adressen.

Die Entwickler von E-Mail-Apps fürs Android-Handy benötigen grundsätzlich keinen Zugriff auf den E-Mail-Verkehr, der über die eingebundenen Adressen abgewickelt wird. Das bedeutet: Im Idealfall kann der Entwickler nicht mitlesen, was in Ihren E-Mails steht.

Ein analoges Beispiel zur Verdeutlichung: Die E-Mail-App entspricht dem Briefkasten an Ihrer Haustür. Dort wirft der Postbote, also Ihr E-Mail-Anbieter, Ihre E-Mails ein. Die Firma, die den Briefkasten hergestellt hat, erfährt dabei natürlich nicht, welche Post Sie wann erhalten. Und der Briefkasten-Hersteller benötigt auch nicht Ihre Adresse.

E-Mail-Apps: Ausschnitt aus Handydisplay mit vorinstallierter E-Mail-App. Bild: Unsplash/Brett Jordan

Es gibt zahlreiche E-Mail-Apps wir stellen sichere und funktionale vor. Bild: Unsplash/Brett Jordan

E-Mail-Apps – welche empfehlenswerten gibt es?

Es gibt zahlreiche E-Mail-Apps, die Sie auf Ihrem Smartphone installieren können. Aber längst nicht alle sind sicher, auch wenn Sie in der Funktionalität überzeugen. Wir stellen Ihnen gute und sichere Apps für Ihren E-Mail-Schriftverkehr vor. Mit einem Klick auf den App-Namen gelangen Sie direkt zu den Detailinformationen über die entsprechende App.

Folgende Apps stellen wir vor, weil sie in Sachen Funktionalität überzeugen:

In Sachen Sicherheit überzeugen die E-Mail-Apps

Folgende Apps sollten Sie dagegen auf jeden Fall meiden, da sie Ihre E-Mails mitlesen und keine Datenschutzbestimmungen bei der Installation bereitstellen. Es handelt sich um Mail.ru – E-Mail-App, myMail, E-Mail für Outlook & andere, Universelle E-Mail-Anwendung, E-Mail-App für Yahoo & andere, Outlook Pro Email und Lite Mail.

Beim Thema E-Mail-Sicherheit sollten Sie auf keinen Fall einen Kompromiss eingehen. Bedenken Sie, dass der E-Mail-Verkehr eine wichtige und sensible Kommunikationsform ist. E-Mails und E-Mails-Adressen sind nicht nur dafür da, um mit Behörden, Versicherungen oder Geschäftspartnern in Kontakt zu treten, sondern werden auch für Online-Zugänge genutzt. Vergessen Sie beispielsweise ein Passwort zum Einloggen, wird an Ihre E-Mail-Adresse ein Wiederherstellungslink gesendet – Daten, die besser nicht mitgelesen werden sollten.

E-Mail-Apps: Montage der Logos von Gmail und Aqua Mail. Bild: Screenshots aus Google Play Store/Montage: PC-SPEZIALIST

Gmail oder Aqua Mail? Die Auswahl an funktionalen E-Mail-Apps ist groß. Bild: Screenshots aus Google Play Store/Montage: PC-SPEZIALIST

Vielgenutzt: E-Mail-Apps wie Gmail

Auf Android-Smartphones ist Gmail bereits vorinstalliert. Grund dafür ist, dass jeder, der ein Android-Handy nutzt, auch eine Gmail-Adresse besitzt. Es sei denn, jemand nutzt Android ohne-Google-Konto – das dürfte aber die Ausnahme sein.

In der kostenlosen Gmail-App, die die Standard-Mail-App in Android abgelöst hat, lassen sich auch E-Mail-Adressen von Drittanbietern wie Outlook, Yahoo, GMX, Web.de, Telekom oder Exchange einrichten. Die Konten können Sie trennen oder in einem Postkasten unter „Alle Posteingänge“ darstellen. Dann aber droht die Unübersichtlichkeit. Außerdem müssen Sie wissen, dass Googles KI Ihre E-Mails mitliest. Dafür schlägt die App allerdings Spam-, Filter- und Antwortmöglichkeiten vor. Außerdem erhalten Sie gelegentlich als E-Mails getarnte Werbung.

Die E-Mail-App ist benutzerfreundlich und bietet nützliche Funktionen. So können Sie den Versand von E-Mails kurzzeitig rückgängig machen, den Versand planen und Wischgesten definieren. Die Google-Integration verbindet Kontakte und Kalender miteinander, sodass Sie Termineinladungen ohne Umweg über den Kalender in der E-Mail-App annehmen können.

Steuerung erinnert an Apple-Mail: Aqua Mail

Eine von vielen beliebten E-Mail-Apps ist AquaMail. In der Gratis-Version können Sie allerdings nur ein E-Mail-Konto einrichten und müssen zudem mit Werbung leben. Für rund 32 Euro pro Jahr entfallen Werbeeinblendungen und Sie können all Ihre Konten mit dieser Mail-App verwalten. AquaMail erlaubt private Backups und hat einen entscheidenden Vorteil: Die Anwendung liest Ihre E-Mails nicht mit.

Bei der Steuerung der App fühlen sich iPhone-Nutzer sicherlich an Apple-Mail erinnert, denn daran ist AquaMail angelehnt. Durch Wischen auf das Absender-Icon können Sie alle E-Mails auf einer Seite auswählen, wischen Sie beim Lesen einer E-Mail nach links oder rechts, gelangen Sie zur nächsten E-Mail. Wischgesten können Sie in der Übersicht definieren. Die App lädt Bilder in E-Mails aus Sicherheitsgründen nicht automatisch und öffnet angehängte Links in einem In-App-Browser.

E-Mail-Apps: Screenshots der Logos der Apps Blue Mail und Nine. Bild: Screenshots aus Google Play Store/Montage: PC-SPEZIALIST

Die Logos der E-Mail-Apps BlueMail und Nine. Bild: Screenshots aus Google Play Store/Montage: PC-SPEZIALIST

Übersichtlich auf Knopfdruck: BlueMail

Zu den komplett kostenlosen E-Mail-Apps gehört dagegen BlueMail. Diese App lässt sich mit jedem Anbieter verwenden und findet auch bei unbekannteren Providern die richtigen Serverinfos automatisch. Den Posteingang können Sie auf E-Mails von Adressbuch-Kontakten filtern, sodass Sie auf Knopfdruck Übersichtlichkeit schaffen.

Allerdings: Das Schreiben von E-Mails steht nicht im Vordergrund. Der Editor ist sehr minimalistisch, Optionen zur Verschlüsselung gibt es keine, sodass diese App eher auf das parallele Verwalten mehrerer Posteingänge angelegt ist.

Die einzelnen Nachrichten sind in Form von Unterhaltungen aufgebaut und lassen sich per Wischgeste verschieben oder löschen. Die Android-App setzt auf intuitive Gesten-Steuerung und modernes Design und unterstützt die Push-Funktion. Damit erhalten Sie eingehende Mails sofort. Aber Sie können auch Ruhezonen einstellen, in denen Sie nicht gestört werden.

Kostenpflichtig nach Testperiode: Nine

Zu den E-Mail-Apps mit kostenloser Testperiode gehört Nine. Die Zeitraumraum dauert 14 Tage, danach sind einmalig 14,99 Euro fällig. Die App eignet sich laut Hersteller nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Firmen, da die E-Mail-Anwendung für Android auf der Direct-Push-Technologie zur Synchronisierung mit Microsoft Exchange Server von Microsoft Exchange ActiveSync basiert. Dadurch soll eine effiziente Kommunikation unter Kollegen, Freunden und Familienmitgliedern jederzeit und überall möglich sein.

Die App verfügt über vielfältige Wischgesten im Posteingang und im Editor. Außerdem gibt es verschiedenste Benachrichtigungs-Kanäle: Sie können beispielsweise das Telefon vibrieren lassen, bis Sie Ihre E-Mail in einem bestimmten Ordner gelesen haben. Ein Alleinstellungsmerkmal ist, dass die  E-Mail-App einen Kalender integriert, der sich mit den Konten von Google oder Microsoft synchronisieren lässt.

E-Mail-Apps: Screenshots der Logos der Apps Spike und K-9 Mail. Bild: Screenshots aus Google Play Store/Montage: PC-SPEZIALIST

Die Logos der E-Mail-Apps Spike und K-9 Mail. Bild: Screenshots aus Google Play Store/Montage: PC-SPEZIALIST

Erinnert an WhatsApp und Slack: Spike

Wer die E-Mail-App Spike benutzt, wird sich sofort an WhatsApp, Slack, Skype oder andere beliebte Messenger erinnern und sofort mit der App klarkommen. Aber natürlich ist Spike nicht für Sofortnachrichten oder SMS gedacht, sondern ausschließlich für E-Mails – mit dem Komfort, der von Messenger-Diensten bekannt und beliebt ist. Sperrige Betreffzeilen, unübersichtliche Kommunikationen – mit Spike gehört das der Vergangenheit an, die E-Mails ähneln einem Chatverlauf.

Um Spike zu nutzen, ist kein separates Konto nötig. Stattdessen loggen Sie sich mit dem Passwort Ihres E-Mail-Kontos ein. Zu verwenden ist die E-Mail-App für Provider wie iCloud, AOL Mail, Hotmail, Outlook, Yahoo Mail, Gmail und viele mehr. Die umfangreiche App ist ausgelegt für Unternehmen, denn sie ist mit Business-Chat, Videomeetings, To-Do-Liste & Notizen, Kalender, Posteingang, Notizblock und mehr ausgestattet.

Spike wirbt damit, dass die kostenlose E-Mail-App werbefrei ist. Zudem betonen die Entwickler, dass Ihre Daten nicht vermietet, verkauft, vertrieben oder anderweitig monetarisiert werden.

Kein Kontakt zu Drittanbietern: K-9 Mail

Wer seinen Schwerpunkt in Sachen E-Mail-Kommunikation per Handy-App auf die Sicherheit legt, ist bei K-9 Mail genau richtig. Denn: Bei dieser kostenlosen App ist Ihre Privatsphäre in den besten Händen. Der Anbieter erhält nur die absolut notwendigsten Daten, Drittanbieter aus den Kategorien Werbung, Nutzeranalyse und Marketing werden überhaupt nicht kontaktiert.

Bei K-9 Mail handelt es sich um eine E-Mail-App auf Open-Source-Basis für Android. Die Anwendung unterstützt IMAP-, POP3- und Exchange-Konten. Einbinden können Sie E-Mail-Konten von verschiedenen Anbietern. Positiv: Es findet keinerlei Datenübertragung zum Anbieter hin statt, während die App Ihre E-Mails vom Server holt, um Sie auf dem Smartphone anzuzeigen.

Was kann die App? Sie können einzelne E-Mails markieren sowie Anhänge versenden und speichern. Außerdem können Sie einzelne Nachrichten auf die microSD-Karte verschieben, um sie dauerhaft zu sichern. Wenn Sie die Einstellung vornehmen, informiert Sie ein Popup-Fenster über neue eingehende Mails. Weitere individuelle Einstellungen können Sie nach Ihren Vorlieben vornehmen.

E-Mail-Apps: Screenshots der Logos der Apps FairEMail und pEp. Bild: Screenshots aus Google Play Store/Montage: PC-SPEZIALIST

Zu den sicheren E-Mail-Apps gehören FairEmail und pEp. Bild: Screenshots aus Google Play Store/Montage: PC-SPEZIALIST

Minimalistisch und kostenfrei: FairEmail

Zu den sehr sicheren E-Mail-Apps gehört auch FairEmail. Diese App setzt auf Privatsphäre und überzeugt in Sachen Datenschutz, ist minimalistisch, daten- und akkuschonend. Dennoch ist sie ein umfangreicher E-Mail-Client, der mit praktisch allen E-Mail-Anbietern funktioniert. Die App ist komplett Open-Source, wird ständig gepflegt und aktualisiert und hat ein umfangreiches FAQ.

Die App gibt es nicht nur kostenlos im Google Play Store, sondern auch im APK-Verzeichnis „F-Droid“. FairEmail lässt sich mit einem PGP-Dienstleister (Pretty Good Privacy) verknüpfen. Die Folge: Sie können verschlüsselte E-Mails verschicken. Eine S/MIME-Verschlüsselung gibt es aber nur, wenn Sie die Pro-Variante gegen eine einmalige Spende in Höhe von 6,49 Euro.

Mit der Pro-Variante erhalten Sie zusätzliche Komfort-Features wie erweiterte Einstellungen der Benachrichtigungstöne, individuelle Account- und Ordner-Farben oder die Authentifikation über die biometrischen Funktionen (Fingerabdruck, Iris-Scanner) des Smartphones. Weitere Extras in der kostenpflichtigen Version sind ein Snooze-Button für E-Mails, zeitversetztes Versenden, Antwort-Vorlagen, Filter, ein praktisches Widget für den Home-Screen und noch mehr.

E-Mail-App für alle E-Mail-Konten: pEp Mail

Zu den ebenfalls äußerst sicheren E-Mail-Apps gehört pEp Mail, ein E-Mail-Client für alle Arten von E-Mail-Konten. Ob Gmail, iCloud oder Outlook – praktisch alle Anbieter lassen sich bei pEp organisieren und verwalten. Mit einer schnellen Verschlüsselung, verschiedenen Ansichten, einem einheitlichen Posteingang und vielen Konfigurationsoptionen deckt pEp zahlreiche Anforderungen ab.

pEp gehört zu den E-Mail-Apps, die für Unternehmen erstellt wurden und lässt sich laut Anbieter problemlos in die Infrastruktur von Firmen integrieren. Aber natürlich ist sie auch für Privatpersonen geeignet, denen der Datenschutz wichtig ist.

Dank hoher Sicherheitsanforderungen schützt pEp vor Phishing und anderen Kompromittierungen. Dazu gehört auch, dass es eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gibt, um den Schutz der Kommunikation zu erhöhen. Soll heißen: Nur der Verfasser und der Empfänger einer E-Mail können Sie lesen. Informationen werden nicht auf den Servern gespeichert und als Open-Source-Projekt ist sie frei von Trackern. Die kostenlose App enthält keine Werbung, dafür aber praktische Funktionen. Unter anderem, dass Sie Anhänge zur dauerhaften Speicherung auf der SD-Karte speichern können.

E-Mail-Apps: Screenshots der Logos der Apps Criptext Sichere E-Mail und ProtonMail. Bild: Screenshots aus Google Play Store/Montage: PC-SPEZIALIST

Weitere alternative E-Mail-Apps sind Criptext Sichere E-Mail und ProtonMail. Bild: Screenshots aus Google Play Store/Montage: PC-SPEZIALIST

Sicherheit und Datenschutz bei Criptext Sichere E-Mail

In Sachen Sicherheit und Datenschutz überzeugt auch die E-Mail-App Criptext Sichere E-Mail. Der kostenlose E-Mail-Client verschlüsselt alle Nachrichten zuverlässig und speichert Daten außerdem nur lokal auf Ihrem Android-Gerät ab.

Wenn Sie Criptext nutzen möchten, müssen Sie sich zunächst ein neues E-Mail-Konto anlegen. Die App generiert daraufhin einen Sicherheitsschlüssel, der ebenfalls nur lokal auf Ihrem Gerät gespeichert wird. Die Folge daraus spiegelt sich im Datenschutz wieder: Weil alle E-Mails Ihr Smartphone verschlüsselt verlassen, ist das Absaugen persönlicher Daten so gut wie unmöglich. Ein weiterer Vorteil ist, dass empfangene und gesendete E-Mails privat bleiben, weil sie nicht auf irgendwelchen Servern gespeichert werden, sondern nur auf Ihrem eigenen Smartphone.

Die App besticht dadurch, dass sie sich aufs Wesentliche konzentriert. Nervige Werbung gibt es nicht. Die App verfügt über einen Dunkelmodus, über eine PIN-Sperre und zudem können Sie Signaturen einfügen. Kleiner Nachteil: Die App hängt standardisiert einen Vermerk auf sich selbst an ausgehende E-Mails an. Wenn Sie das nicht möchten, können Sie diese Einstellung aber in den Optionen abstellen.

Open Source aus der Schweiz: ProtonMail

Eine von den E-Mail-Apps, die durch Sicherheit und Datenschutz überzeugen ist die App ProtonMail. Sie ist ein Open-Source-Projekt und stammt aus der Schweiz – dem Land, das für seine strengen Datenschutzgesetze bekannt ist. Und in der Schweiz befinden sich auch die Server von ProtonMail.

ProtonMail wurde 2013 ins Leben gerufen. Die Mission hinter dem Projekt ist, ein sichereres und privates Internet für alle bereitzustellen. Daraus resultiert, dass Sie jederzeit ein Konto erstellen und den Service kostenlos nutzen können. Wem die kostenlose Version nicht ausreicht, kann ein Premium-Abonnement abschließen und somit erweiterte Funktionen nutzen.

Absoluter Standard bei ProtonMail ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sämtlicher Nachrichten. Wenn der Empfänger nicht die ProtonMail-App nutzt, können Sie die Nachrichten mit einem Passwort sichern. Ein weiteres Sicherheitsmerkmal ist: Je nach individueller Einstellung zerstören sich die E-Mail oder sie löschen sich nach einer bestimmten Anzahl von Stunden oder Tagen.

Das Design der App ist modern und intuitiv. Probleme mit der Benutzerfreundlichkeit sollte es keine geben. ProtonMail gibt es nicht nur als App, sondern auch als Webversion für den Browser Ihres Computers.

Acht App-Symbole – dieses E-Mail-Apps haben mangelhaften Datenschutz. Bild: Screenshots aus Google Play Store/Montage: PC-SPEZIALIST

Datenschutz ist Mangelware bei diesen acht Apps. Bild: Screenshots aus Google Play Store/Montage: PC-SPEZIALIST

Datenschutz? Fehlanzeigen bei diesen acht Apps

Folgende E-Mail-Apps können wir nicht empfehlen. Es handelt sich um: Mail.ru – E-Mail-App, myMail, E-Mail für Outlook & andere, Universelle E-Mail-Anwendung, E-Mail-App für Yahoo & andere, Outlook Pro Email, Lite Mail und Email – Lightning Fast &Secure Mail. Auch wenn diese E-Mail-Apps positive Bewertungen im Google Play Store bekommen haben, steht völlig außer Frage, dass sie wegen des mangelhaften Datenschutzes nicht benutzt werden sollten.

Die E-Mails-Apps stammen von den Entwicklern Mail.ru Group (Russland), My.com B.V. (Niederlande) und Craigpark Ltd. (Britische Jungferninseln). Allerdings sind alle Firmen miteinander verflochten, teilweise einhundertprozentige Tochterfirmen. Und sie greifen teilweise auf die gegenseitigen Serverstrukturen zu.

Nicht nur das; sie geben Nutzerdaten wie Name, E-Mail-Adresse, Geräte-ID, Standort und so weiter an Drittanbieter zu Werbezwecken weiter. Unter anderem an die Werbedienstleister AppsFlyer Inc., InMobi Pte und Millennial Media, aber auch an Flurry (Yahoo! Inc.) zur Nutzungsanalyse, Facebook, Google und Microsoft. Widersprechen kann der Nutzer nicht und Datenschutzerklärungen findet man bei fünf der genannten Apps überhaupt nicht. 

Bemerkenswert ist zudem, dass die Mail.ru-Group auf die gesamte E-Mail-Kommunikation zugreifen kann. Noch brisanter wird es, wenn man bedenkt, dass in Russland die Behörden seit 2016 ohne richterlichen Beschluss Nutzerinformationen von Kommunikationsunternehmen anfordern dürfen, wie Human Rights Watch berichtet hat. Deshalb unser Tipp: Finger weg von diesen E-Mail-Apps!

E-Mail-Apps – PC-SPEZIALIST hilft!

Sie haben Fragen zur korrekten Einbindung Ihrer E-Mail-Adresse in Ihre E-Mail-Apps? Oder haben Sie Schwierigkeiten, mehrere E-Mail-Adressen in Ihre App einzubinden? Zögern Sie nicht, Ihren PC-SPEZIALIST vor Ort zu kontaktieren und sich vom ihm helfen zu lassen. Unsere IT-Experten übernehmen die E-Mail-Einrichtung oder auch die Neugeräteeinrichtung, wenn es sich um ein neues Gerät handelt. Haben Sie dagegen ein defektes Handy, lassen Sie es gern durch unsere Handy-Reparatur reparieren.

Sie haben die Mitarbeiter Ihres Betriebs mit Diensthandys ausgestattet oder planen, das zu tun? Dann lesen Sie unbedingt, was Sie beachten müssen. Bedenken Sie, dass der Grund für Sicherheitsvorfällen häufig die sogenannte „Schwachstelle Mensch“ ist. Natürlich müssen auch Diensthandys sicher sein. Sie sollten sich daher fragen, was Ihr Mitarbeiter an dem Gerät darf? Dar er sämtliche Anwendungen selbst installieren? Dann könnte es passieren, dass er beispielsweise E-Mail-Apps auf das Handy lädt, die nicht sicher sind. PC-SPEZIALIST hat auch hierfür die passenden Lösungen.

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Weiterführende Links: Mobilsicher, Nextpit, Chip, PCWelt, HRW

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