Apple-Mail ist Phishing
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Maren Keller, Mi, 15. Aug. 2018
in Smartphone & Tablet

Apple-Mail ist Phishing

Besser nicht den Apple-Support anrufen

Betrüger versuchen mit immer neuen Ideen, an Geld oder Daten anderer zu gelangen. Aktuell sind iPhone-Nutzer betroffen. Habt ihr auch eine Apple-Mail bekommen? Und sollt ihr nun den Apple-Support anrufen?

Warum ihr das nicht tun solltet und worum es bei der Apple-Mail genau geht, erfahrt ihr bei uns.

Apple-Mail ist Phishing-Versuch?

Die Kriminellen haben sich eine ganz besondere Idee erdacht, um euch zu Betrugsopfern zu machen. Um an ihr Ziel zu kommen, versenden die Betrüger aktuell eine Apple-E-Mail, die es in sich hat. Dabei handelt es sich um eine E-Mail, die euch dazu bringen wird, dass ihr den Apple-Support anrufen werdet. In der E-Mail werdet ihr über einen angeblichen Zugriffsversuch auf euer Apple-Konto informiert.

Zwar handelt es sich bei der Apple-Mail ganz klar um Phishing, aber um einen anderen Phishing-Versuch als üblicherweise bekannt und von uns schon oft beschrieben. Lest zu aktuellen Phishing-Versuchen unbedingt unsere Beiträge über die DSGVO, Office 365 oder Amazon.

Apple E-Mail - Apple-Support anrufen - Apple-Mail - Apple-Servicenummer. Foto: Pixabay

Vorsicht vor einer neuen Phishing-Mail. Die Telefonnummer führt euch nicht zum Apple-Support. Foto: Pixabay

Apple-Support anrufen? Besser nicht!

Die Apple-Mail enthält natürlich einen Link. Dieser führt euch beim Anklicken aber nicht zu der sonst üblichen Fake-Anmeldeseite. Stattdessen öffnet sich ein Dialog mit einer Telefonnummer. Mit einem weiteren Klick würdet ihr an dieser Stelle den Apple-Support anrufen. Jedenfalls gaukelt die Nummer das vor.

Unterdessen öffnet sich im Hintergrund ein Fenster, das euch eine erschreckende Information liefert. Angeblich wurde euer Gerät „wegen illegaler Aktivität“ gesperrt. Um das Gerät zu entsperren, müsst ihr den Apple-Support anrufen. Praktischerweise ist die Telefonnummer schon eingeblendet, deshalb könnt ihr direkt wählen.

Aber das solltet ihr nicht tun, denn ihr werdet nicht beim echten Apple-Support landen, sondern vermutlich bei einem Callcenter im Ausland. Und das bedeutet, der Anruf wird euch teuer zu stehen kommen. Was bei telefonischer „Hilfe“ durch augenscheinliche Mitarbeiter passieren kann, erfahrt ihr in unseren Blogbeiträgen über Dell, Microsoft, Vodafone und Google.

Apple-Support anrufen führt in Phishing-Falle

Wenn ihr dennoch den augenscheinlichen Apple-Support anrufen möchtet, dann müsst ihr euch im Klaren sein, dass ihr in eine Phishing-Falle tappt. Woran ihr Phishing erkennt, erklärt euch unser Ratgeber Was ist Phishing noch einmal ganz genau. Dennoch haben wir euch die wichtigsten Erkennungsmerkmale noch einmal zusammengefasst:

  • Ihr habt die Apple-E-Mail bekommen, obwohl ihr gar kein Apple-Nutzer seid.
  • Es gibt keine persönliche Anrede, sondern nur eine allgemeine Ansprache wie „Lieber Kunde“.
  • Die Grammatik und Rechtschreibung in der E-Mail sind fehlerhaft.
  • Die E-Mail enthält einen Link, den ihr unbedingt anklicken sollt.
  • Es gibt keinen Hinweis auf das beschriebene Problem, wenn ihr euch auf der Original-Seite einloggt.
  • Die Absender- und Linkadresse hören sich „seltsam“ an.
  • Euer Antiviren-Programm meldet Auffälligkeiten.

Nicht in jeder Phishing-E-Mail finden sich alle Auffälligkeiten. Gerade die Rechtschreibung wird in betrügerischen E-Mails immer besser, Logos werden beinahe originalgetreu gefälscht. Wichtig ist, dass ihr euer Antiviren-Programm stets aktuell haltet.

Bester Service von PC-SPEZIALIST

Wenn ihr auf die fiese Apple-Mail hereingefallen seid, dann ist das kein Grund, in Panik zu geraten. Ändert als erstes von einem anderen Gerät all eure Passwörter. Startet unbedingt eure Antiviren-Software oder kommt zu eurem PC-SPEZIALIST vor Ort und lasst euch beraten – zum besten Virenschutz, zur Virenentfernung und auch zur Datensicherung.

Natürlich solltet ihr die E-Mail, in der ihr den Apple-Support anrufen sollt, nicht löschen. Speichert sie ab und legt sie als Beweis bei der Polizei vor, wenn ihr Anzeige erstattet. Informiert außerdem euer Geldinstitut, damit es zu keinen von euch nicht erlaubten Geldbewegungen kommt. Wenn ihr Apple-Kunde seid, solltet ihr außerdem Kontakt zum echten Apple-Support aufnehmen.

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