New Work – welche Trends gibt es?
Author
Robin Laufenburg, Mi, 21. Jul. 2021
in Für Firmenkunden

New Work – welche Trends gibt es?

Was hat es mit der Arbeitswelt 5.0 auf sich?

Corona hat für viele Unternehmen aller Größen und damit auch für kleine Firmen den Arbeitsalltag maßgeblich umgeformt. Doch bereits vor Ausbruch der Pandemie gab es Tendenzen, wie sich die Arbeitswelt entwickelte. Man nennt sie New Work.

Welche New-Work-Trends es gibt und wie Sie in Ihrem kleinen Unternehmen damit Arbeitsprozesse optimieren können, erfahren Sie hier.

Was ist New Work?

New Work (aus dem Englischen für „Neue Arbeit“) beschreibt ein Konzept für eine reformierte Arbeitswelt aus den ausgehenden 80er Jahren. Die Grundannahme der New Work ist, dass die aktuelle Arbeitswelt überholt sei. Arbeitgeber sollen nach dieser Kernidee auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Arbeitnehmer flexibler eingehen, die so wiederum möglichst effizient arbeiten können. Geprägt ist der Begriff vom Sozialphilosophen Frithjof Bergmann und hinterfragt moderne Tendenzen zur Entwicklung von Arbeitsprozessen. Im Vordergrund stehen dabei nach Bergmann drei Werte:

  • Selbstbestimmung
  • Freiheit
  • Teilhabe an Gemeinschaft

Besonders Arbeitnehmer, die in Schaffensprozesse eingebunden sind, benötigen nach der Grundannahme von New Work hochgradig individuelle Handlungsfreiräume, um effizient arbeiten zu können. Die Kernideen der New-Work-Bewegung haben die heutige Arbeitswelt maßgeblich geprägt. Die Digitalisierung des Arbeitsplatzes findet so beispielsweise ganz im Sinne der New Work statt. Doch prägt New Work auch heute noch die Entwicklung der Arbeitswelt von morgen. Nahezu jedes aufstrebende Unternehmen orientiert sich an Ideen, die von New Work ausgehen.

New-Work-Konzepte

New-Work-Konzepte werden zur Zeit von Arbeit 5.0 immer individueller. Bild: Pexels/EkaterinaBolvtsova

New Work: Arbeitswelt 4.0

Bis ins sogenannte „Corona-Jahr“ 2020 war die Arbeitswelt noch von anderen Faktoren maßgeblicher geprägt, als sie es aktuell ist. In diesem Sinne entwickelte sie sich seit den ausgehenden 2010er Jahren immer mehr in Richtung Arbeitswelt 4.0 bzw. Arbeit 4.0. Tendenzen wie die flexible Arbeit und die Arbeit aus dem Home Office oder Remote Work nahmen dabei in den vergangenen Jahren immer weiter zu.

Shared-Economy-Methoden wie Coworking Spaces, Desksharing oder Crowdworking wurden vor allem für kleine Unternehmen und Startups immer beliebter. Dennoch haben vor Ausbruch der Pandemie 2020 viele Unternehmer auch an traditionellen Arbeitsweisen festgehalten. In vielen Firmen galten beispielsweise ganzheitlich festgelegte Anwesenheitsbestimmungen und Präsenzzeiten.

Corona führt zu Arbeitswelt 5.0

Anders sah es jedoch während des Aufkommens der sogenannten Arbeitswelt 5.0 oder Arbeit 5.0 aus. Die Begriffe beschreiben eine auf Arbeit 4.0 aufbauende Arbeitsweise, die sich während der Coronapandemie etabliert hat.

Durch die Notwendigkeit von Home Office waren verschiedene Unternehmen dazu gezwungen, zumindest partiell auch die Arbeit von zuhause aus zu ermöglichen und Home-Office-Regelungen auszuarbeiten. Firmen, die im Sinne von New Work bereits auf die Heimarbeit vorbereitet waren, hatten mit dem Aufkommen von Corona einen klaren Vorteil, das Tagesgeschäft fortzuführen.

Trotz der Tendenzen, die sich während der Coronakrise herauskristallisierten, gehen auch immer mehr Firmen aktuell (Juli 2021) zurück zur verpflichtenden Präsenz im Büro. Egal, ob es dabei einen Mehrwert für die Angestellten gibt oder nicht.

Bildschirmarbeitsplatz vor grüner Wand im Wohnzimmer. Dank New Work selbstverständlich. Bild: Unsplash/Collov Home Design

Der Arbeitsplatz im Wohnzimmer. Dank New Work selbstverständlich. Bild: Unsplash/Collov Home Design

New Work umsetzen

New Work setzt unweigerlich auf Work-Life-Integration. Anders, als bei der deutlich etablierteren Work-Life-Balance nimmt das Konzept an, dass Arbeit (Work) und Privatleben (Life) miteinander in Einklang zu bringen sind.

Sie sind also nach der Vorstellung von New Work nicht als zwei getrennte Pole zu balancieren. Bring Your Own Device (BYOD) ist ein Beispiel, wie eine solche Symbiose aus Arbeit und Privatleben aussehen kann: Nach dieser Idee werden private Geräte nämlich auch für den Job verwendet.

Das Thema New Work ist heute unweigerlich mit der Arbeit aus dem Home Office verknüpft. Damit Arbeitnehmer selbstbestimmt und frei arbeiten können, benötigen sie das Recht auf flexible Arbeitszeit und flexiblen Arbeitsort. Ohne sich dabei an strenge Bestimmungen halten zu müssen, können Ihre Angestellten und Mitarbeiter auf diese Weise so arbeiten, wie es sich für sie am besten anfühlt.

New-Work-Trend Workation

Der zentrale Vorteil an dieser Form von Arbeit ist, dass es mittlerweile unzählige verschiedene Videokonferenztools wie Zoom oder Microsoft Teams gibt, mit denen Gespräche und Meetings geführt werden können. Heute ist es problemlos möglich, aus der heimischen Umgebung zu arbeiten und die Kollegen und Kolleginnen trotzdem zu sehen. Der New-Work-Trend Workation geht sogar noch einen Schritt weiter und vermischt als zeitgemäßes Konzept Urlaub und Arbeit.

Sollen Sie für Ihr kleines Unternehmen passende New-Work-Konzepte systematisch umsetzen wollen oder bei der technischen Ausstattung und Betreuung Hilfe benötigen, ist PC-SPEZIALIST in Ihrer Nähe der passende Ansprechpartner für Sie. Wir übernehmen die Einrichtung des gesamten Firmennetzwerks oder einzelner Geräte wie Firmennotebooks und Firmenhandys. Benötigen Sie kontinuierliche Unterstützung für Ihre Firmen-IT? PC-SPEZIALIST hat mit dem IT-Basisschutz ein individuell gestaltbares Paket für kleine Firmen parat. Sprechen Sie uns einfach an!

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