Handwerk 4.0
Author
Robin Laufenburg, Do, 30. Sep. 2021
in Für Firmenkunden

Handwerk 4.0

Digitalisierung von Handwerksbetrieben

Seit Jahrhunderten spielt Handwerk im deutschsprachigen Raum eine erhebliche Rolle. Dabei wurde es immer wieder revolutioniert. Auch jetzt ist das Handwerk wieder in einer neuen Phase angekommen: In den vergangenen Jahren hat sich der Begriff „Handwerk 4.0“ etabliert.

Was Handwerk 4.0 konkret bedeutet und wie Sie Ihren Handwerksbetrieb der Zeit anpassen, erfahren Sie hier.

Was ist Handwerk 4.0?

Ohne Frage kann das Handwerk als Rückgrat des deutschen Mittelstandes gesehen werden. Immerhin verteilen sich circa 5,4 Millionen Beschäftigte deutschlandweit auf mehr als eine Millionen Handwerksbetriebe. Obgleich fast 30 Prozent aller Auszubildenden in Handwerksbetrieben lernen und arbeiten, haben so ziemlich alle Betriebe mehr als genug zu tun. Immerhin ist bei einem jährlichen Umsatz von einer halben Milliarden Euro das Handwerk einer der entscheidenden Wirtschaftsfaktoren Deutschlands.

Trotz der zentralen Bedeutung von Tradition für das Handwerk wäre es undenkbar, dass das Gewerbe statisch verharren und sich nicht weiterentwickeln würde. Anpassungen an die gesellschaftlichen Umstände sind immerhin in der gesamten Arbeitswelt wie auch beim Handwerk absolut notwendig, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben und auf strukturelle Veränderungen zu reagieren.

Die neueste dieser systematischen Anpassungswellen nennt man „Handwerk 4.0“. Unter dem Begriff versteht man die Digitalisierung von Arbeits- und Kommunikationsprozessen, Unternehmensstrukturen, von Dienstleistungen und Produktionen im Handwerk. Durch die Nutzung von IT-Systemen und zeitgemäßen Technologien werden viele handwerkliche Prozesse deutlich vereinfacht.

Werkzeuge im Handwerk 4.0

Natürlich ersetzen die digitalen Werkzeuge im Handwerk 4.0 nicht die analogen. Dennoch ist die Digitalisierung eine unterstützende Erweiterung Ihres Betriebsalltags. Bild: Pexels/Pixabay

Handwerk 4.0 & Arbeitswelt 4.0

Der Begriff Handwerk 4.0 bezieht sich namentlich auf das Konzept Arbeitswelt 4.0, das die Digitalisierung der Arbeitswelt beschreibt. Vor allem Tendenzen wie eine flexible Arbeit und die Arbeit aus dem Home Office oder Remote Work werden dabei unter Arbeitswelt 4.0 oder New Work zusammengefasst. Aber auch zeitgemäße Trends wie das Urlaub und Arbeit vereinende Konzept Workation oder Shared-Economy-Methoden wie Coworking Spaces, Crowdworking oder Desksharing haben sich im Rahmen der Arbeitswelt 4.0 etabliert.

Parallel zu diesem Begriff hat sich ebenfalls etabliert, dass man von Industrie 4.0 spricht. Die Nummerierung bezieht sich übrigens auf wirtschaftliche Revolutionen. In der ersten industriellen Revolution etablierten sich Dampfmaschinen, in der zweiten elektronische Geräte, die Massenanfertigungen ermöglichten. In der dritten Wirtschaftsrevolution etablierten sich Informationstechnologien großflächig und im Rahmen von Arbeitswelt 4.0 findet jetzt die ganzheitliche Digitalisierung statt. Zum Teil wird aber auch schon von Arbeitswelt 5.0 gesprochen, die sich auf die Coronapandemie und entsprechend aufgekommende Bestimmungen bezieht.

Chancen von Handwerk 4.0

Da viele Arbeitsprozesse in der Handwerksbranche immer schon laufend aktualisiert wurden, waren die wirtschaftlichen Revolutionen für den Handwerk nie so zentral spürbar wie für andere Wirtschaftssektoren. Anders sieht es jetzt jedoch bei der parallel stattfindenden ganzheitlichen Digitalisierung von Arbeitsprozessen aus. Die unter dem Namen Handwerk 4.0 vollzogene strukturelle Änderung des Betriebsalltags ist jedoch nicht nur eine Herausforderung, der sich alle Handwerksbetriebe früher oder später stellen müssen, sondern bietet auch viele Chancen zur Weiterentwicklung.

Zentralen Vorteile für handwerklichen Kleinunternehmen, die komplett digitalisiert sind, sind vor allem die wirtschaftliche Stärkung und die damit einhergehende Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Sie sparen Arbeitsabläufe und -prozesse, denn analoge Prozesse benötigen faktisch einfach mehr Zeit und benötigen physische Ressourcen. Sie können digitale Auswertungen wie zum Beispiel Arbeitszeiterfassung einfacher und vor allem komplett automatisiert vollziehen. Über Kollaborationsplattformen können Teams ortsunabhängig zusammenarbeiten, Dokumente teilen und Meetings planen oder spontan abhalten.

Handwerk 4.0 in allen Bereichen

Handwerk 4.0 ist heute in allen Bereichen angekommen. Handwerksbetriebe müssen heute ganzheitlich digital aufgestellt sein. Bild: Pexels/Tima Miroshnichenko

Rechtskonform im Handwerk 4.0 aufgestellt sein

Sie sind mit Handwerk 4.0 aber nicht nur auf der Höhe der Zeit und arbeiten dadurch deutlich effizienter, sondern Sie sind durch die systematische Digitalisierung auch rechtskonform aufgestellt und können so beispielsweise alle Anforderungen nach DSGVO und GoBD erfüllen. Erfüllen Sie die Anforderungen nicht, drohen Abmahnungen und unter Umständen hohe Bußgelder.

Bei so ziemlich allen Arbeitsprozessen müssen Sie die gegebenen Datenschutzrichtlinien überprüfen. Haben Sie digitale Systeme im Einsatz, müssen diese mit professionellen Antivirenprogrammen sowie einer Hardware-Firewall geschützt sein. Ihre personenbezogenen Daten müssen optimal gesichert sein und Sie benötigen umfassenden Schutz vor Cybercrime. Auch müssen Sie Ihre Rechnungen und E-Mails rechtskonform digital archivieren.

Das sind nur einige Bestimmungen der DSGVO und GoBD; es gibt noch deutlich mehr, was Handwerksbetriebe zu beachten haben. Benötigen Sie Hilfe bei den rechtlichen Bestimmungen, die mit Handwerk 4.0 einhergehen? Der geeignete Ansprechpartner für Sie ist PC-SPEZIALIST in Ihrer Nähe. Mit einem starken und kompetenten Partner an Ihrer Seite können Sie alle Anforderungen und Risiken gewissenhaft beachten und sind sicher und stabil aufgestellt.

Digitalisierung von Handwerksbetrieben

Bei aktuellem Stand nutzen bereits circa 68,8 Prozent deutscher Handwerksbetriebe Digital-Angebote, nutzen Websites oder Social-Media-Kanäle und arbeiten mit Softwarelösungen, lagern Ihre Daten im Cloud-Speicher aus. Etwa 33 Prozent aller Betriebe bauen die internetbasierte Dienstnutzung aus. Auch bieten die meisten Handwerksbetriebe selbst immer mehr Dienstleistungen über das Internet an. Eine Vielzahl an kleinen und mittelständischen Handwerksbetrieben ist also bereits dabei, sich im Sinne von Handwerk 4.0 weiterzuentwickeln.

PC-SPEZIALIST ist der Ansprechpartner für Handwerksbetriebe, die professionelle Unterstützung dabei benötigen, im Handwerk 4.0 erfolgreich anzukommen. Mit unserem IT-Basisschutz haben wir ein individuell gestaltbares Paket für Handwerker und andere Firmen im Angebot. Es orientiert sich am BSI-Grundschutz und dem BSI-Grundschutzkatalog. Mit dem Standard-Paket des IT-Basisschutz decken wir bereits eine Vielzahl der rechtskritischen IT-Sicherheitsmaßnahmen ab und helfen Ihrem Handwerksbetrieb, sich digital aufzustellen. Der IT-Basisschutz beinhaltet unter anderem das Patch-Management, ein Managed Antivirus sowie eine Hardware-Firewall mit integrierter VPN-Funktion.

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Weiterführende Links: DE.DIGITAL, MeisterBob, handwerk 360, Zukunft der Wertschöpfung (BMBF), Malerblatt.de,

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