Industrie 4.0
Author
Robin Laufenburg, Mi, 8. Dez. 2021
in Für Firmenkunden

Industrie 4.0

Digitalisierung von industriellen Kleinbetrieben

Vielleicht haben Sie schon einmal von Industrie 4.0 gehört. Damit ist die Digitalisierung der Industrie gemeint. Heute wird die intelligente Vernetzung von Maschinen und Abläufen mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie immer relevanter.

Wieso die Digitalisierung in der Industrie so wichtig ist und was Industrie 4.0 von Arbeitswelt 4.0 unterscheidet, erfahren Sie hier.

Industrie 4.0: Definition

Seit ziemlich genau zehn Jahren wird von Industrie 4.0 gesprochen. Gemeint ist damit erst einmal der zunehmende Einsatz von vernetzten, digitalisierten und automatisierten Technologien in der industriellen Produktion. Die Bezeichnung wird aber auch als Name für ein „Zukunftsprojekt“ der deutschen Bundesregierung und der Forschungsunion Wirtschaft – Wissenschaft benutzt.

Was man grob unter Industrie zu verstehen hat, dürfte soweit klar sein. Doch wofür steht die Nummerierung? Die Antwort ist recht einfach: Die Zahl 4.0 bezieht sich auf die vierte industrielle Revolution. In der ersten industriellen Revolution etablierten sich Dampfmaschinen, in der zweiten elektronische Geräte, die Massenanfertigungen ermöglichten. In der dritten Industrierevolution etablierten sich großflächig zentralgesteuerte Informationstechnologien und im Rahmen von Industrie 4.0 findet jetzt, vereinfacht gesagt, die ganzheitliche Digitalisierung der Industrie statt.

Industrie 4.0

Als Industrie 4.0 bezeichnet man die zeigemäße industrielle Produktion, die digitale Arbeitsprozesse integriert. Bild Pexels/ChevanonPhotography

Kernelemente der Industrie 4.0

Die beiden Kernelemente von Industrie 4.0 sind die Vernetzung und Selbststeuerung.

Durch vernetzte IT-Systeme findet der Datenaustausch blitzschnell und automatisiert statt. Systeme reagieren intelligent aufeinander. Dabei lernen die Maschinen unentwegt, planen eigenständig Produktionsabläufe und optimieren ihre Abläufe selbstständig.

Die ausgeführte (teil)autonome Selbststeuerung löst in der Industrie 4.0 die in der Industrie 3.0 aufgekommene Zentralsteuerung von Maschinen ab. Bisher wurden Daten zwar bereits von digitalen Systemen gesammelt, aber von Menschen ausgewertet. Diese Aufgabe wird jetzt zunehmend von Maschinen mit Deep-Learning-Algorithmen übernommen.

Fragen Sie sich, ob man das Ganze auch bildlich veranschaulichen kann? Was es mit der Industrie 4.0 auf sich hat, erklärt acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften in einem YouTube-Video noch einmal anschaulich:

Industrie 4.0 vs. Arbeitswelt 4.0

Vielleicht haben Sie schon einmal von der Arbeitswelt 4.0 gehört und fragen sich jetzt, was das Konzept mit Industrie 4.0 zu tun hat? Obgleich der Begriff „Industrie 4.0“ deutlich älter ist und man bereits seit geraumer Zeit von den industriellen Revolutionen spricht, wird der Ausdruck „Arbeitswelt 4.0“ immer relevanter.

Heute findet nämlich die Digitalisierung der gesamten Arbeitswelt statt. Während die Industrie dabei jedoch nur einen Teilbereich der Arbeitswelt darstellt, finden sich die meisten Digitalisierungsprozesse auch in anderen Branchen. In diesem Sinne spricht man beispielsweise auch von Handwerk 4.0 oder von Logistik 4.0.

Vor allem digitale Tendenzen wie eine flexible Arbeit, die Arbeit aus dem Home Office und Remote Work werden dabei unter Arbeitswelt 4.0 oder New Work zusammengefasst. Dazu gehören auch zeitgemäße Trends wie das Urlaub und Arbeit vereinende Konzept Workation oder Shared-Economy-Methoden wie Coworking Spaces, Crowdworking oder Desksharing. Zum Teil wird dabei bereits auch schon von Arbeitswelt 5.0 gesprochen, die sich auf die Corona-Pandemie und entsprechend aufgekommende Bestimmungen bezieht.

Industrielle Kleinbetriebe digitalisieren?

Nicht jedes Industrieunternehmen ist auf gleiche Weise von der Digitalisierung beeinflusst. Während vor allem industrielle Großbetriebe heute oft schon nicht mehr ohne digitale Dienste arbeiten können und sogar vermehrt dazu übergehen, nachhaltige Automatisierungsprozesse zu integrieren, stehen vor allem viele kleine Produktionsbetriebe noch am Anfang Ihrer Digitalisierung.

Nach Einschätzung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) ist dabei wichtig, dass die Digitalisierung überhaupt vollzogen wird. Früher oder später müssen alle Firmen nämlich digital werden. Und nur, wenn sich ein Produktionsbetrieb frühzeitig bemüht, hat er auch realistische Chancen, am Zahn der Zeit zu sein und damit konkurrenzfähig zu bleiben.

Digitalisierung muss aber nicht immer technisch hoch anspruchsvoll sein. Immerhin sehen nach BMWi circa 91 Prozent aller Unternehmen in Deutschland die Industrie 4.0 als Voraussetzung für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit und 95 Prozent aller deutschen Unternehmen erkennen die Industrie 4.0 sogar als zentrale Chance. Vernünftig umgesetzte Digitalisierung unterstützt Ihren Betrieb und erschwert nicht Ihre Arbeit.

Industriebetriebe digitalisieren

Industriebetriebe sehen äußerst unterschiedlich aus und ebenso individuell findet auch ihre Digitalisierung statt. Bild: Pexels/Pixabay

Kernherausforderungen der Industrie 4.0

Das ist natürlich einfacher gesagt, als getan. Es gibt nämlich einige Kernhausforderungen für die Umsetzung der Digitalisierung, die vor allem Kleinbetriebe betreffen:

Industrie 4.0 hat viele Facetten. Die Digitalisierung von Betrieben kann auf viele verschiedene Weise umgesetzt werden.

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Weiterführende Links: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), Plattform Industrie 4.0, Wirtschaftslexikon Gabler, Wirtschaftsförderung Bremen (WFB)

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