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Fake News
Author
Robin Laufenburg, Do, 18. Aug. 2022
in Ratgeber

Fake News

Was sind eigentlich Fake News und wie erkennt man sie?

Von Fake News hat heute wohl jeder schon einmal gehört. Doch was sind Fake News eigentlich genau und wie erkennt man sie? Welche Arten von Fake News gibt es und warum werden Falschmeldungen im Internet verbreitet?

Antworten auf diese Fragen und Infos, wie Sie Fake News erfolgreich erkennen, bekommen Sie hier in unserem Ratgeber.

Was sind Fake News?

Bei Fake News handelt es sich um Falschmeldungen, die absichtlich über das Internet in Umlauf gebracht werden. Nach Definition der EU-Kommission bestehen diese Falschmeldungen dabei aus komplett falschen, ungenauen oder irreführenden Informationen, die erfunden und bewusst verbreitet werden, um interessenbezogene Gewinne zu erzielen oder öffentlichen Schaden anzurichten.

Fake News haben großen Einfluss auf das gesellschaftliche Leben und betreffen sowohl wirtschaftliche als auch politische Entwicklungen. Aber auch das Leben von Einzelpersonen können durch Fake News massiv beeinflusst werden. Während es sich bei „Fake News“ ursprünglich um einen politisch-wirtschaftlichen Begriff handelte, ist er deswegen heute auch im allgemeinen Sprachgebrach etabliert. Der Rechtschreibduden hat den Begriff so im Jahr 2017 in seine 27. Ausgabe aufgenommen. Die Dudenredaktion definiert ihn dabei in Abgrenzung zur EU-Kommission als umgangssprachlich für „in den Medien und im Internet, besonders in sozialen Netzwerken, in manipulativer Absicht verbreitete Falschmeldungen“.

Fake News

In Zeiten des Internets verbreiten sich Fake News in einem noch nie dagewesenen Ausmaß. Bild: Unsplash/@markuswinkler

Verbreitung von Fake News

Falschmeldungen, Realitätsverzerrungen, bodenlose Behauptungen, Gerüchte, Verschwörungsmythen und pseudowissenschaftliche Theorien sind bei Weitem nichts Neues. Was früher, in Zeiten vor dem Internet, noch liebevoll als „Zeitungsente“ bezeichnet wurde, ist heute zu einer reellen Gefahr geworden. Denn im Internet und vor allem in den sozialen Netzwerken können Falschmeldungen ungeprüft und mit nur wenigen Klicks an sehr viele Menschen verteilt werden.

Die meisten Fake News werden dabei nicht einmal mehr von Menschen selbst, sondern von Social Bots oder Meinungsbots in Umlauf gebracht. Das sind Computerprogramme, die sich auf Internetseiten und vor allem in sozialen Netzwerken Fake-Profile anlegen und mit diesen automatisiert Fake News verbreiten. Dadurch kommen Falschmeldungen schnell und einfach in Umlauf und erreichen über entsprechende Foren, Gruppen und Newsfeeds ein gigantisches Publikum.

Fake News und Social Media

Dass es vor allem die sozialen Medien wie Facebook sind, in denen Falschmeldungen eine Rolle spielen, hat den Hintergrund, dass es dort, anders als bei traditionellen Medien, keine Redaktionen gibt, die die Veröffentlichung von nachweislichen Falschmeldungen verhindern. Durch das seiten- und benutzergesteuerte Teilen ist in den sozialen Medien zudem oft nicht ersichtlich, welche Quelle hinter einer Behauptung steht bzw. wo die geteilte Informationen herkommen.

Für einen Großteil der Bevölkerung sind soziale Medien sowie das Internet im Generellen zum festen Bestandteil des alltäglichen Lebens geworden. Soziale Netzwerke dienen dabei als Informationsmedien und die meisten Fake News verbreiten sich genau über diesen Weg.

Den meisten Menschen fällt es dabei jedoch schwer, wahre und falsche Informationen im Internet auseinanderzuhalten. Viele Personen glauben allerdings, dass sie sich sich aufgrund des sogenannten Dunning-Kruger-Effekts mit dem entsprechenden Themengebiet auskennen oder sogar Experte in dem Bereich sind. Deswegen nehmen viele Personen die auf den ersten Blick plausibel klingenden Fake News als glaubwürdige Quelle an.

Fake News & Social Media

In Social Media tummeln sich Fake News geradezu. Bild: Unsplash/@dole777

Arten von Fake News

Heute bezeichnet man als Fake News alle bewusst gestreuten Falschmeldungen. Falschmeldungen im Internet können dabei äußerst unterschiedlich aussehen und auch verschiedenste Zwecke verfolgen. Fake News lassen sich anhand ihres Umgangs mit reellen Gegebenheiten und Ereignissen unterscheiden in:

  • bösartige Gerüchte, bei denen es den Urhebern darum geht, mit unbelegten Falschmeldungen Angst und Schrecken zu verbreiten oder Stimmung gegen bestimmte Personen, Personengruppen, Institutionen oder Milieus zu machen, die Teil der Gesellschaft sind. Gerüchte werden häufig durch Kettenbriefe oder Mundpropaganda verbreitet.
  • manipulierende Nachrichten, mit denen Cyberkriminelle das Ziel verfolgen, ihre Opfern zu impulsiven Handlungen zu bewegen. Eine solche gewünschte Handlung kann der Klick auf einen Link sein, hinter dem eine Fake-Seite steht. Über sie kann sich mithilfe von Drive-by-Downloads beispielweise Spyware verbreiten. Manipulierenden Nachrichten setzen wirtschaftliche Ziele voraus, die von entsprechenden unüberlegten Handlung profitieren. Zu diesen Zielen kann auch die Destabilisierung der Wirtschaft gehören.
  • politische Falschmeldungen, die im Sinne klassischer Propaganda Stimmung für oder gegen bestimmte politische Systeme machen. Politische Fake News basieren dabei auf wahren Begebenheiten, die verdreht oder verzerrt dargestellt werden, andere sind aber auch frei erfunden.

Häufig beinhalten Falschmeldungen im Internet fingierte Fotos und erschreckend echt aussehende Deepfakes. Wie aufwendig Fake News gestaltet sind und wie schwierig es ist, sie als Falschmeldungen zu entlarven, unterscheidet sich sehr stark.

Sind Fake News gefährlich? Beispiele!

Heute ist sicher, dass es sich bei den meisten professionellen Fake News nicht bloß um die Verbreitung von provokanten Meinungen handelt. Fake News führen zu Verunsicherung und Vertrauensverlust in Personen, Personengruppen und ganze Systeme und können im schlimmsten Fall zur Destabilisierung des demokratisch beschaffenen Fundaments einer eigentlich stabilen Gesellschaft führen.

Laut dem Cyber Security Report 2021 von Deloitte sehen befragte Führungskräfte und Abgeordnete Fake News als eine der größten Gefahren im Cyberspace. Circa 75 Prozent der Entscheidungsträger stufen Fake News und Manipulation der öffentlichen Meinung als hohes Risiko für Deutschland ein. In dem Report geht auch hervor, dass jedes vierte Unternehmen Opfer von Fake News wird, die auf Rufschädigung abzielt. Vor allem größere Unternehmen und Marken sind hiervon überdurchschnittlich betroffen. Aber auch für Kleinunternehmen und Selbstständige besteht die stetige Gefahr, Zielscheibe von Fake-News-Kampagnen zu werden.

Fake News & Corona

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie ist das Thema Fake News in aller Munde. Bild: Unsplash/@kaylawithav

Fake News in Zeiten von Corona

Gerade globale Krisen wie die Corona-Pandemie, die wegen ihres internationalen Ausmaßes und ihrer umfassenden Komplexität zu allgemeiner Verunsicherung führen, bieten einen fruchtbaren Nährboden für Falschmeldungen, Manipulationsversuche und Verschwörungstheorien. In den vergangenen Jahren erfreuten sich deswegen insbesondere Corona-Fake-News und medizinische Fake News an großer Beliebtheit. Die Verbreitung von Falschmeldungen erfolgte dabei meistens enorm schnell über die sozialen Medien.

Durchmischt werden solche News teilweise mit als legitim bestätigten Fakten, damit sie an Glaubwürdigkeit gewinnen. Häufig sind die Inhalte aber auch mit emotional bewegenden Geschichten angereichert, wodurch ihre Urheber einen persönlichen Bezug herstellen. In vielen Fällen von Fake News rund um Corona werden auch alte Meldungen in einen neuen und unpassenden Kontext gesetzt.

Fake News und die US-Präsidentschaftswahlen

Verbunden mit den US-Präsidentschaftswahlen im November 2016 wurde der Begriff der Fake News international bekannt. In der Endphase des US-Wahlkampfes im Jahr 2016 wurden die zwanzig erfolgreichsten Falschmeldungen insgesamt öfter geteilt, gelikt und kommentiert, als die zwanzig erfolgreichsten Berichte seriöser Medien.

Donald Trump wurde im November 2016 zum 58. Präsidenten der USA gewählt. Heute wurde nachgewiesen, dass Fake News eine maßgebliche Rolle bei der Wahl spielten. Laut dem BR kam beim berühmten ersten Fernsehduell jeder dritte Pro-Trump-Tweet von einem Meinungsbot. Die Bots brachten dabei vor allem unglaubliche Fake News in Umlauf. Die unhaltbare Behauptung, der Papst höchstpersönlich habe empfohlen, Trump zu wählen, wurde immerhin fast eine Million Mal geteilt.

Aber nicht nur wegen des Einsatzes von Fake News im Rahmen der Präsidentschaftswahl wurde Donald Trump bekannt. Trumps Umgang mit nachweislichen Fake News war auch während seiner Amtszeit ein großes Thema. Nicht zuletzt wegen des Verbreiten von Falschmeldungen wurde der ehemalige Präsident im Jahr 2021 schlussendlich sogar auf der Social-Media-Plattform Twitter gesperrt.

Trump und Fake News

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump behauptet, den Begriff der Fake News geprägt zu haben. Bild: Unsplash/@historyhd

Fake News und europäische Wahlen

Fake News beeinflussten in jüngster Vergangenheit aber auch verschiedene Wahlen in Europa nachweislich. Zwei Beispiele für den Einsatz von Fake News zur Manipulation des politischen Stimmungsbildes in Europa sind:

  • das Brexit-Votum im Juni 2016. Die Mehrheit der Briten entschied sich beim Votum für einen Austritt aus der EU. Zuvor fanden in den sozialen Medien diverse Diskussionen zur bevorstehenden Abstimmung statt, in denen ganz klar die Meinung Pro-Brexit überwog. The Independent hat heute nachgewiesen: An den Diskussionen waren maßgeblich Meinungsbots beteiligt, die großflächig Fake News verbreiteten.
  • die deutschen Bundestagswahl im Jahr 2017. Bei der Bundestagswahl 2017 wurde der Einsatz von Meinungsbots und Falschmeldungen nachgewiesen, beeinflussten die Stimmung aber wohl nur marginal. Beim Cyberangriff auf den Bundestag im Jahr 2015 hatten russische Hacker um Dmitrij Sergejewitsch Badin Inhalte aus E-Mail-Postfächern von mindestens 16 Abgeordnetenbüros wie dem Wahlkreisbüro von Angela Merkel erbeutet. Die Daten wurden genutzt, um zwei Jahre später, zur Bundestagswahl 2017, legitime sensible Informationen zu verbreiten, aber auch unhaltbare Gerüchte und Fake-News in die Welt zu setzen.

Der Einsatz von Fake News sollte auch bei künftigen Wahlen durchaus ernst genommen werden. Immerhin können Falschmeldungen als zentrales Instrument zur kollektiven Manipulation ganze Demokratien gefährden.

Fake News als Cyber-Angriffsmethode

Heute setzen Kriminelle Fake News nachweislich als Cyber-Angriffsmethode ein, mit denen sie Cyberkonflikte für sich entscheiden möchten. Verbunden mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine am 24. Februar 2022 kam es laut Experten nachweislich von russischer Seite ausgehend zu ganzen Reihen an zentral gesteuerten Falschmeldungen, die als Kriegspropaganda gewertet werden können.

Die Fake News schüren im Sinne eines Cyberkonflikts, der potenziell zum Cyberkrieg werden kann, Putin-Propaganda und machen Meinung gegen das westliche Demokratie-System. Die gezielte Beeinflussung der Weltbevölkerung durch das Internet ist dabei Teil von Russlands Kriegsführung, die nicht nur gegen die Ukraine gerichtet ist, sondern auch in anderen westlichen Ländern Unmut, Verwirrung und Zwietracht auslösen soll.

Fake News als Cyber-Angriffsmethode

Fake News dient heute auch als Cyber-Angriffsmethode. Bild: Unsplash/@sampowl

Falschmeldungen im Internet identifizieren

Verfasser von Falschmeldungen haben durch Fake News ein leichtes Spiel, ihre Informationen als legitime Nachrichten darzustellen. Mit den folgenden Tipps können Sie Meldungen, die nicht nur von augenscheinlich unseriösen oder einseitigen Quellen kommen, als Fake News identifizieren:

  • Mit sogenanntem Click-Bait drängen Autoren durch Manipulationsstrategien potenzielle Leser zum möglichst sofortigen Aufrufen von Beiträgen. Bei Click-Bait-Beiträgen handelt es sich verhältnismäßig oft um unseriöse Inhalte oder sogar Fake News. Bei Formulierungen wie „Sie werden nicht glauben, was dann geschah!“ sollten Ihre Alarmglocken läuten.
  • Fehlende Quellenangaben oder Quellenhinweise (wie wir sie in unseren Beiträgen aufführen) sind ein erstes Zeichen dafür, dass Inhalte unseriöser Natur oder sogar Fake News sind. Besonders sollten Sie fragwürdige Zahlen, angebliche Fakten und Statistiken ohne Belege kritisch beäugen.
  • Wenn Urheber Inhalte durch reißerische, aufgeregte, drastische oder überraschte Bilder und Sprache aufbauen, ist dies ein erstes Zeichen, dass es sich bei ihnen um Fake News handelt.  Formulierungen wie „OMG!“, „Das ist Wahnsinn!“ oder „EINFACH UNGLAUBLICH!“ sollten sich in seriösen Nachrichten nicht finden.
  • Ebenso sollten Autoren in seriösen Beiträgen keine stark wertenden emotionalen Begriffe wie „herzzerreißend“ oder „grauenvoll“ verwenden.
  • Wenn mit Inhalten durch Formulierungen wie „Sie werden schon sehen“ oder „die Bedrohung betrifft uns alle“ klar Angst geschürt wird, sollten Sie kritisch werden. Auch dann, wenn Themen angsteinflößend sind, ist es die Aufgabe von Nachrichten, sie möglichst sachlich präzise darzustellen.
  • Da durch unpräzise Verallgemeinerungen Stereotypisierungen reproduziert werden, ergibt sich ein einseitiges und dadurch falsches Bild der Gesellschaft. Weder sind „alle Politiker“ korrupt, noch „alle Männer“ impulsiv.
  • Tendenzen zu Verschwörungstheorien sind ein klarer Hinweis für Fake News. Wenn Inhalte über heimliche Strippenzieher, Nutznießer oder dunkle Mächte berichten, ist das ein klares Zeichen, dass es sich bei Ihnen um fragwürdige oder Falschmeldungen handelt.

Social-Media-Inhalte sollten Sie stets kritisch hinterfragen. Legitime Meldungen und Beiträge können Sie durch seriöse und verifizierte Quellen bestätigten.

Bewertung von Online-Inhalten & Quellenprüfung

Das Internet ist eine scheinbar unerschöpfliche Quelle für Informationen und Inhalte aller Art. Leider sammeln sich deswegen hier auch unzählige schlecht recherchierte Halbwahrheiten oder sogar bewusst platzierte Fake News, die weder Hand noch Fuß haben. Sie sollten sich deswegen die Zeit nehmen, Ihre Informationen zu überprüfen und die ihnen zugrundeliegenden Online-Quellen kritisch zu hinterfragen. Wir haben eine Checkliste mit Fragen zusammengestellt, mit denen Sie Online-Inhalte bewerten können:

  • Wer ist die Quelle, also wer sind Autor, Herausgeber und Inhaber entsprechender Inhalte?
    • Was lässt sich über die Quelle finden bzw. was ist über sie bekannt?
    • Gibt es ein Impressum mit einem Ansprechpartner und seriösen Kontaktdaten? Sollte es kein Impressum geben, sollten Sie immer skeptisch sein.
    • Handelt es sich bei der Quelle um eine allein agierende Privatperson, eine Organisation (.org), Behörde (.gv), Universität (.ac), ein international agierendes Unternehmen (.co, .com), ein regional agierendes Unternehmen, eine politische Partei, einen Verlag, eine Zeitung oder ein anderes Konstrukt?
  • Ist der Inhalt mit einem Datum versehen und ist der Inhalt zeitlich aktuell?
  • Wird mit dem Inhalt eine persönliche Ansicht oder Meinung vertreten oder ist der Inhalt informativ?
  • Werden Quellen oder weiterführende Quellverweise wie andere Stimmen zum Thema aufgeführt? Externe Links gelten als eines der besten Qualitätskriterien.
  • An welche Zielgruppe richtet sich der Inhalt und wie ist der Schreibstil der Quelle? Handelt es sich um eine reißerisch-populistische Schlagzeile, die Hetze verbreitet; um eine akademisch fundierte Ausführung mit vielen Fachbegriffen; um kindgerechte Informationsaufbereitung; oder um einen journalistisch aufbereitete Beitrag bzw. einen sachlich-informativen Ratgeber?

Egal, ob zu den Themen COVID-19, Klimawandel oder Politik – nach aktuellen Analysen verbreiten sich Fake News ungefähr sechsmal schneller als verifizierte Fakten. Sie sollten Ihre Online-Inhalte deswegen stets aufmerksam bewerten, bevor sie die mit ihnen reproduzierten Informationen als gesetzt annehmen.

Faktencheck: Fake News identifizieren

Mit einem Faktencheck können Sie Fake News als solche identifizieren. Bild: Unsplash/@kaylawithav

Faktencheck

Sogenannte Faktenchecker sind Organisationen oder Institutionen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Fake-News aufzudecken und mit wissenschaftlich belegten bzw. anerkannten Fakten richtigzustellen. Beim Faktencheck werden fragwürdige Inhalte wie Websites, Textinformationen, Bilder oder Videos auf ihren Wahrheitsgehalt hin analysiert.

Dabei stellen die Faktenchecker heraus, bei welchen Aussagen oder Teilaussagen Informationen nachweislich falsch oder aus dem Kontext gerissen und dadurch missverständlich dargestellt sind. Zu den bekanntesten Faktencheckern gehören:

  • der mithilfe von Rundfunkbeiträgen finanzierte ARD-Faktenfinder (www.tagesschau.de/faktenfinder) der Tagesschau,
  • die spendenfinanzierte Initiative Mimikama (www.mimikama.at), die sich aus ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zusammensetzt und in enger Kooperation mit Social-Media-Diensten, Polizeidienststellen sowie dem Bundes- und Landeskriminalamt steht,
  • der durch Rundfunkbeiträge finanzierte Faktenfuchs des Bayerischen Rundfunks BR 24 (www.br.de/nachrichten/faktenfuchs-faktencheck,QzSIzl3),
  • der DPA-Faktencheck (www.dpa.com/de/unternehmen/faktencheck) von Nachrichtenagentur und Informationsdienstleister DPA (Deutsche Presse Agentur),
  • die Initiative Volksverpetzer (www.volksverpetzer.de), die mit ehrenamtlich agierenden und fest angestellten Journalisten zusammenarbeitet,
  • der APA-Faktencheck (apa.at/service/faktencheck-2) von Nachrichtenagentur und Informationsdienstleister APA (Austria Press Agentur) aus Österreich,
  • die Initiative Correctiv (correctiv.org), die sich durch Spenden sowie Finanzierungen von Stiftungen, Institutionen und Einnahmen aus Workshops oder Buchverkäufen finanziert.
Mithilfe von Faktencheckern können Sie nicht nur nach Fake News recherchieren, sondern auch selbst aktiv nach Falschmeldungen fragen; also Inhalte, die Sie als Falschmeldungen entlarvt haben, zur Prüfung freigeben. Bedenken Sie allerdings, dass auch Faktenchecker von ihren Geldgebern abhängig sind und ebenfalls Falschnachrichten produzieren können, wie die NZZ berichtet. Worauf Sie sich verlassen können, sind unsere Faktenchecks zu Meldungen, die wir im PC-SPEZIALIST-Blog als falsch bestätigen.

Fake News und Jugendschutz

Insbesondere für 12- bis 19-Jährige sind soziale Netzwerke, Videoplattformen und Gaming-Dienste fester Bestandteil des alltäglichen Lebens. Im deutschsprachigen Raum beziehen Jugendliche dieser Altersgruppe ihre Nachrichten hauptsächlich aus dem Internet und nicht mehr aus klassischen elektronischen Medien wie dem linearen Fernsehen oder dem Radio. Auch findet im Internet die im Rahmen von Freizeitgestaltung eingebundene Wissensvermittlung statt.

Dass durch diesen Umgang mit Quellen aus dem Internet auch eine kritischere Medienkompetenz gefordert wird, als bei der traditionellen Informationsbeschaffung, ist selbsterklärend. Jedoch findet der Erwerb einer solchen Medienkompetenz nicht immer statt. Aktuelle Studien zeigen deswegen auf, dass Jugendliche häufiger durch ausgeklügelte Fake News beeinflusst werden und Meinungen unreflektiert übernehmen. Besonders für sie ist es wichtig, Maßnahmen wie eine Quellenprüfung und den Faktencheck zu beherrschen.

Jugendschutz & Fake News

Vor allem Jugendliche werden bei fehlender Medienkompetenz schnell leichtes Opfer von Fake News.. Bild: Pexels/@samson-katt

Umgang mit Fake News in Unternehmen

Vor allem für Firmen stellen Fake News eine nicht unerhebliche Gefahr dar. Sollten Unternehmer oder Selbstständige falsche Fakten als Wissensgrundlage annehmen, können ihre daraus abgeleiteten Handlungen und Positionierungen schwerwiegende wirtschaftliche Folgen mit sich bringen. Genau darauf zielen die meisten Fake News nämlich ab: auf wirtschaftliche und politische Schwächung von Fremdsystemen.

In dem Zuge ist es auch kein Wunder, dass es in Botnetzen verknüpfte Meinungsbots auf die Social-Media-Accounts von kleinen und mittelständischen Unternehmen abgesehen haben. Mit verleumderischen Posts machen sie geradezu Stimmung und verbreiten Fake-News-Kampagnen.

Sind Sie Opfer von Falschmeldungen im Internet geworden? Dann können Sie mit einer öffentlichen Stellungnahme die zweifelhaften Meldungen aus dem Weg räumen. Untermauern Sie Ihre Darstellung mit seriösen Quellenangaben und belegten Fakten. Besonders stillen Seitenbesuchern und Kunden geben sie somit ein gutes Gefühl.

Schutz vor Angriffe durch Fake News

Da Kriminelle beim bewussten Ausspeielen von Fake News anders als bei klassischen Angriffen keine Malware verbreiten und auch nicht fremde digitalen Systeme angreifen, können Sie sich durch einen hochwertigen Antivirenschutz nicht vor hinterhältigen Fake-News-Kampagnen schützen. Das heißt aber keinesfalls, dass Sie keine passende IT-Sicherheit brauchen, wenn Sie durchs Internet navigieren. Immerhin steht hinter der Verbreitung von Fake News nicht selten das Ziel, auf der Grundlage falscher Informationen aufbauend Scamming- und Social-Hacking-Kampagnen zu starten. Mithilfe von Angriffsmethoden wie Phishing, Spear-Phishing oder Whaling versuchen Kriminelle dabei, an sensible Zugangsdaten zu gelangen und Systeme zu infiltrieren.

Benötigen Sie Unterstützung beim umfassenden Schutz vor digitalen Angriffsversuchen, vor Malware oder Social Hacking? Dann ist PC-SPEZIALIST in Ihrer Nähe der geeignete Ansprechpartner für Sie. Auch für kleine Betriebe oder Selbstständige hat PC-SPEZIALIST die passenden Lösungen parat. Wir helfen Ihnen gern dabei, dass Angriffe, die an Fake News gekoppelt sind, Ihrem Unternehmen nichts anhaben können.

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